Abo
  • Services:

Ericsson zeigt neue Formfaktoren

Auch Ericsson hat die ersten großen Schritte hin zur Realisierung der 5G-Technologie genommen. Das zeige das erste große Testnetz mit rund 100 5G-Sites in Pyeongchang, das beeindruckende Ergebnisse erzielt habe, sagte Stefan Koetz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ericsson Deutschland, Golem.de.

Stellenmarkt
  1. MBDA Deutschland, Schrobenhausen
  2. Stadt Geretsried, Geretsried bei München

In Europa habe Swisscom eine Einführung von 5G in der Schweiz noch in diesem Jahr bestätigt. Gemeinsam mit Swisscom demonstrierte Ericsson auf dem diesjährigen MWC die praktische Anwendung. "Was die Anwendungsfälle anbelangt, haben wir durch die gemeinsame Network-Slicing-Demonstration mit unserem Kunden Swisscom veranschaulicht, wie 5G Endkunden und Unternehmen gleichzeitig bereichern kann", sagte Koetz. Mit Hilfe einer Netzarchitektur sei am Beispiel eines Zuges unter anderem Low-Latency-Videoübertragung aus dem Lokführerstand, sicherheitskritische Kommunikation zur Zugkoordinierung und Endkunden-Mobilfunk abgebildet worden. Außerdem wurde eine Edge-Computing basierte 'smarte' Sortiermaschine und die Arbeit des Automotive Edge Computing Consortiums demonstriert.

Einige neue Produkte wurden gezeigt. "Mit der Einführung von Street-Macro-Funkeinheiten ist meinen Ericsson-Kollegen sicherlich auch eine Überraschung gelungen, die insbesondere im urbanen Raum zusätzliche Möglichkeiten schafft." Die für Städte gebauten Street-Macro-Funkmodule sollen sich an Gebäuden installieren lassen und trotz geringer Abmessungen genug Leistung bieten, um die Netzabdeckung zu gewährleisten. Daneben habe das 5G Radio Dot für Indoor-Versorgung mit 5G Aufmerksamkeit erregt. Der 5G Radio Dot soll sich schnell installieren lassen und im mittleren 5G-Frequenzband bei 3 bis 6 GHz Datenübertragungsraten von bis zu 2 GBit pro Sekunde unterstützen.

Mobile Endgeräte fehlen noch

Was 5G allerdings bisher noch fehlt, sind mobile Endgeräte. "Die zeitnahe Bildung des 5G-Eco-Systems, insbesondere auf der vielschichtigen Endgeräteseite, ist eine der nächsten Herausforderungen", erklärte Koetz. Aus dem Geschäft ist Ericsson vor langem ausgestiegen. Nokia dagegen arbeitet bereits an Hardware für 5G. Volker Held, fürs 5G-Marketing bei Nokia zuständig, sieht 5G global betrachtet schon früher als von der Branche erwartet in die Netze kommen. "Die Leitmärkte werden wohl in Nordamerika und Asien zu finden sein", sagte er Golem.de.

Es würden bereits größere 5G-Feldversuche in realen Umgebungen durchgeführt, die zeigten, was ein 5G-Netz vermöge, welche Anwendungen möglich seien, und wie sich das Netz in der Realität verhalte. Das sei wichtig für die kommerzielle Nutzung. Nokia habe im Februar 2018 zusammen mit KT und Intel den ersten größeren Feldversuch in Südkorea mit Anwendungen wie 360-Grad-Video oder sogenanntes Time Sliced Video durchgeführt, bei dem der Nutzer aus verschiedenen Videostreams und Perspektiven frei wählen könne.

"Hardware ist wieder in"

Dabei setzt Nokia auf künstliche Intelligenz. "Artifical Intelligence und Machine Learning werden als essentielle Technologien für das Management von 5G-Netzen angesehen. Das heißt, die Netze werden sich selbstständig auf die sich ständig ändernden Verkehrsanforderungen einstellen können, um so die Netzqualität und -auslastung spürbar zu verbessern. Auf dem MWC gab es hier erste Lösungen zu sehen", erklärte der 5G-Experte. Hardware sei wieder "in", denn 5G werde mehr als ein Software-Update der bestehenden Infrastruktur sein. Um die für den Massenrollout nötige Leistung, Kapazität und Effizienz bereitzustellen, sei neue Hochleistungshardware sowohl bei den Antennen als auch der Basisstation nötig.

Für 2018 ist also einiges im Bereich 5G zu erwarten. Die Versprechungen der Ausrüster zu erheblich höheren Datenraten in dem neuen Netz sollen sich genauso erfüllen wie die Ankündigungen zu niedrigen Latenzzeiten. Wenn die Netzbetreiber tatsächlich das neue Netz mit dem nötigen finanziellen Einsatz flächendeckend aufbauen, wird beeindruckende Technik für die Menschheit verfügbar - zumindest für die, die sie sich leisten können.

 Netzbetreiber: 5G kommt endlich in die Umsetzungsphase
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (2 Monate Sky Ticket für nur 4,99€)
  2. 4,99€
  3. (u. a. Deadpool, Alien Covenant, Assassins Creed)

wire-less 17. Mär 2018 / Themenstart

Ja. Und die Performance-Zahlen sind hemmungslos übertrieben. Trotzdem findet eine...

superdachs 17. Mär 2018 / Themenstart

Problem 1: Funk. Das bedeutet man wird die gleichen Probleme mit Hindernissen...

[Benutzernamen... 15. Mär 2018 / Themenstart

Was nützt es mir, wenn ich irgendwo mit einem bestimmt ganz teuren Tarif und Endgerät...

bombinho 15. Mär 2018 / Themenstart

Nein, es faengt endlich an. ;)

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht

Der Alstom Aptis kann mit beiden Achsen lenken und ist deshalb besonders wendig. Wir sind in Berlin eine Runde mit dem Elektrobus gefahren.

Alstom E-Bus Prototyp in Berlin - Bericht Video aufrufen
Coradia iLint: Alstoms Brennstoffzellenzug ist erschreckend unspektakulär
Coradia iLint
Alstoms Brennstoffzellenzug ist "erschreckend unspektakulär"

Ein Nahverkehrszug mit Elektroantrieb ist eigentlich keine Erwähnung wert, dieser jedoch schon: Der vom französischen Konzern Alstom entwickelte Coradia iLint hat einen Antrieb mit Brennstoffzelle. Wir sind mitgefahren.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Alternativer Antrieb Toyota zeigt Brennstoffzellenauto und Bus
  2. General Motors Surus bringt Brennstoffzellen in autonome Lkw
  3. Alternative Antriebe Hyundai baut Brennstoffzellen-SUV mit 580 km Reichweite

NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test: Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit
NUC8i7HVK (Hades Canyon) im Test
Intels Monster-Mini mit Radeon-Grafikeinheit

Unter dem leuchtenden Schädel steckt der bisher schnellste NUC: Der buchgroße Hades Canyon kombiniert einen Intel-Quadcore mit AMDs Vega-GPU und strotzt förmlich vor Anschlüssen. Obendrein ist er recht leise und eignet sich für VR - selten hat uns ein System so gut gefallen.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Crimson Canyon Intel plant weiteren Mini-PC mit Radeon-Grafik
  2. NUC7CJYS und NUC7PJYH Intel bringt Atom-betriebene Mini-PCs
  3. NUC8 Intels Mini-PC hat mächtig viel Leistung

Indiegames-Rundschau: Mutige Mäuse und tapfere Trabbis
Indiegames-Rundschau
Mutige Mäuse und tapfere Trabbis

Grafikwucht beim ganz großen Maus-Abenteuer oder lieber Simulationstiefe beim Mischen des Treibstoffs für den Trabbi? Wieder haben Fans von Indiegames die Qual der Wahl - wir stellen die interessantesten Neuheiten vor.
Von Rainer Sigl

  1. Indiegames-Rundschau Zwischen Fake News und Mountainbiken
  2. Indiegames-Rundschau Tiefseemonster, Cyberpunks und ein Kelte
  3. Indiegames-Rundschau Krawall mit Knetmännchen und ein Mann im Fass

    •  /