Netzausrüster: Zahl der Glasfaserkunden der Telekom per Mausklick verfügbar
Die Deutsche Telekom kann die Anzahl ihrer FTTH/B-Zugänge beim Kunden in einer Standardfunktion der Software des Netzausrüsters ganz einfach einsehen. Das hat Golem.de von Huawei, dem wichtigsten Netzwerkausrüster der Telekom, erfahren.
Wir wollten wissen, ob ein Festnetzbetreiber die Anzahl seiner echten Glasfaseranschlüsse eventuell gar nicht sehen kann, weil die Software des Ausrüsters dies nicht erfasst. Michael Lemke, Senior Technology Expert bei Huawei, sagte Golem.de: "Bezogen auf die Fähigkeiten der Huawei-Netzbetriebskomponenten: Die gefragte Funktion ist das Inventory Management, und dieses ist natürlich eine Grundfunktion der Betriebsüberwachungskomponente."
Wo die Glasfaser endet
Er betonte dabei, dass Huawei ein Technologielieferant sei, der die benötigten technischen Komponenten und Produkte für die Netzfunktionen und den Netzbetrieb liefere und vertragsabhängig Unterstützung bei der Integration und Inbetriebnahme leiste. Lemke: "Sämtliche Informationen zum Netzbetrieb, das heißt Anzahlen, Nutzung et cetera unterliegen der alleinigen Hoheit des Kunden und wir sind nicht in der Lage und auch nicht befugt, dazu Auskünfte zu erteilen."
Weiterhin macht die Telekom keine Angaben zur Anzahl ihrer FTTH-Zugänge, sondern weist pauschal VDSL (FTTC – Fiber To The Curb), Vectoring (FTTC) und FTTH (Fiber To The Home) zusammen als Glasfaseranschlüsse aus. Der Mix aus Technologien sei das Entscheidende. Die Telekom habe 500.000 Kilometer Glasfaser gebaut. Bei VDSL und Vectoring endet die Glasfaser aber am Kabelverzweiger oder am Outdoor DSLAM.
Auch das Bundesverkehrsministerium macht dazu keine Angaben. Der Bund hält zusammen mit der staatlichen Förderbank KfW 31,8 Prozent am Konzern.
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