Netzausrüster: Huawei braucht 5.500 neue Beschäftigte in Europa

Da Huawei in den USA Schwierigkeiten hat, Aufträge für den Netzwerkausbau zu bekommen, will der chinesische Konzern seine Belegschaft in Europa fast verdoppeln.

Artikel veröffentlicht am ,
Huawei-Campus in Shenzhen im April 2013
Huawei-Campus in Shenzhen im April 2013 (Bild: Aaron Tam/AFP/Getty Images)

Huawei will in Europa in den nächsten fünf Jahren 5.500 Arbeitsplätze schaffen. Das berichtet die staatliche China Daily unter Berufung auf Patrick Zhang, President Marketing und Solutions der Huawei Enterprise Business Group. Huawei ist seit 2003 in Europa aktiv und erzielte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auf dem Kontinent einen Umsatz von 4,17 Milliarden US-Dollar.

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Derzeit hat der chinesische Telekommunikationsausrüster in Europa 7.500 Beschäftigte.

Huawei betreibt 13 Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen in acht europäischen Ländern, darunter Belgien, Finnland, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Schweden und Großbritannien, dazu kommen gemeinsame Einrichtungen mit Netzbetreibern.

"Abgesehen von Forschung und Entwicklung ist Lokalisierung der Schlüssel für den Erfolg", sagte Zhang. "Europa hat viele Unternehmen, und wenn es uns gelingt, dort erfolgreich zu sein, können wir global mehr erreichen", sagte er.

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Die stärkere Konzentration auf Europa ist auch eine Reaktion auf die Probleme auf dem US-Markt. Die Schaffung von Arbeitsplätzen in Europa nutzt Huawei, um Druck auf die US-Regierung aufzubauen. Dort habe Huawei "Schwierigkeiten beim Zugang wegen unbegründeter Vorwürfe von der US-amerikanischen Seite", erklärte Zhang.

Der frühere NSA- und CIA-Chef Michael Hayden hatte im Juli 2013 gesagt, er glaube, dass Huawei "Informationen zu ausländischen Telekommunikationsanlagen, an denen sie mitwirken", an die chinesische Regierung liefere.

"Wenn aktuell Huawei und ZTE in den USA als Technologiepartner infrage gestellt werden, dann darf man auch über handfeste Wirtschaftsinteressen der USA nachdenken", hatte Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum im Januar 2013 erklärt.

Vodafone arbeite gut mit beiden Unternehmen zusammen. "Bislang hatten wir nichts zu bemängeln. Beide bemühen sich enorm, mehr Offenheit und Transparenz zu bieten. In England findet ein offizielles Screening von Huawei-Technik durch ein staatliches Sicherheitszentrum statt - unterstützt mit Mitteln von Huawei. Vielleicht erhöht so etwas auch das Vertrauen in Deutschland, wenn etwas Ähnliches entwickelt wird."

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moppi 23. Sep 2013

seit wann stellt RIM auch ausrüstung für Core netzwerke & co her ? ist mir neu

elgooG 23. Sep 2013

Also wenn die so weitermachen, gibt es bald nur mehr Chatering von denen für echte...

tbxi 23. Sep 2013

Wenn die ISP nicht ausbauen wollen - und das ist in Deutschland ja bekanntlich das...

vol1 22. Sep 2013

Weil sich immer etwas erfahren lässt. Für die USA scheint es sich ja zu rentieren, sonst...



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