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Netzausbau: Vodafone und Telefónica errichten mehr LTE und 5G-Antennen

Vodafone und O2 Telefónica haben im goldenen Oktober 2022 einiges für den Ausbau ihrer Netz getan.
/ Achim Sawall
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Netzausbau von Vodafone in der Fläche (Bild: Vodafone)
Netzausbau von Vodafone in der Fläche Bild: Vodafone

Vodafone und O2 Telefónica haben das viel zu warme Oktoberwetter für den Ausbau genutzt. Vodafone hat im Oktober 2022 400 neue 5G-Stationen mit rund 1.200 5G-Antennen in Betrieb genommen. Das gab der Konzern am 31. Oktober 2022 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Rund 1.000 Bauprojekte im Mobilfunknetz wurden durchgeführt.

Um 107 Funklöcher zu beseitigen, wurden 76 Neubauten in Betrieb genommen und an 31 Standorten hat Vodafone erstmals LTE (4G) eingeschaltet. 25.700 der 26.200 Mobilfunkstationen sind jetzt mit LTE-Antennen ausgestattet.

O2 Telefónica hat aktuell über 18.000 5G-Antennen im Netz, gab der Mobilfunkbetreiber(öffnet im neuen Fenster) am 31. Oktober 2022 bekannt. Einen Schwerpunkt legt O2 nach eigenen Angaben auf den Ausbau über die 3,6-GHz-Frequenzen. Bei 5G lassen sich nur im C-Band wirklich hohe Datenübertragungsraten bei 1 GBit/s erreichen.

Zu den Städten mit den meisten 3,6-GHz-Stationen im Netz des spanischen Konzerns zählen Berlin, München, Hamburg und Köln. 700-MHz-Frequenzen, mit einer Reichweite von mehreren Kilometern, zeigten laut Telefónica, wie wichtig die Frequenzen im Low Band für die Versorgung seien. O2 biete hier eine Versorgung mit 5G (700 MHz), 4G (800 MHz) und 2G (900 MHz).

Die Deutsche Telekom hatte zuletzt am 14. Oktober Angaben zum Ausbau gemacht. Danach wurden im August 248 Standorte neu errichtet und an 1.194 laufenden Sites die Kapazität erhöht. Auf der 3,6-GHz-Frequenz im C-Band liefen damit rund 2.300 5G-Standorte. Beim Marktführer ist das Mobilfunknetz am besten ausgebaut.

Bundesnetzagentur sieht keinen Grund zum Jubeln

Trotz aller Erfolgsmeldungen zum Netzausbau hatte sich am 12. Oktober 2022 Klaus Müller, der Präsident der Bundesnetzagentur, wegen Verzögerungen schriftlich an die Chefs der vier Mobilfunker gewandt und sie an ihre Verpflichtungen und die Rückstände erinnert. Insbesondere sind weiße Flecken im ländlichen Raum nach wie vor nicht ausreichend geschlossen. Von 600 zu versorgenden weißen Flecken waren im August 2022 erst 89 geschlossen.

Weiße Flecken sind Gebiete, in denen keine oder eine mangelhafte Mobilfunkversorgung in allen drei Mobilfunknetzen vorliegt. Eine pünktliche Versorgung, die in den jüngsten Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur bis zum Jahresende vorgesehen war, erscheint deshalb kaum mehr möglich. Die Telekom betont weiterhin den pünktlichen Vollzug im Sinne der Auflagen. Man sei "gut unterwegs", teilte die Telekom mit.


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