Netzausbau: Telekom belegt größten Teil des deutschen Kabeltiefbaus
Die Deutsche Telekom belegt derzeit 75 Prozent der gesamten Tiefbaukapazität für Kabel in Deutschland. Das sagte Claudia Nemat, Vorstandsmitglied Technologie & Innovation der Telekom, am 12. Oktober 2017 in Berlin auf einem 5G-Event des Konzerns. "Wir investieren massiv in den Netzausbau", erklärte sie.
Es gibt rund 2.500 Tiefbauunternehmen in Deutschland. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat die Aussagen der Telekom bisher nicht kommentiert.
Wie Golem.de weiter aus dem Unternehmen erfahren hat, ist das Verlegen der Glasfaser der größte Kostenfaktor für den Mobilfunkausbau der fünften Generation. Praktisch in jede Straße müsse Glasfaser kommen. Jede 5G-Mobilfunkanlage muss mit Glasfaser an das Netz der Telekom angeschlossen werden.
Mao Shi, Chief Marketing Officer von Huawei Western Europe, erklärte während der Veranstaltung: "5G verlangt erhebliche Investitionen."
Telekom: Glasfaser für Unternehmen
Für die Telekom ist nach eigenen Angaben das Kerngeschäft Vectoring. Bruno Jacobfeuerborn, Technikchef der Deutschen Telekom, sagte im April 2016, das Kerngeschäft sei "FTTC und Vectoring, also der Glasfaserausbau bis zu den grauen Kästen am Straßenrand sowie mit FTTH in Neubaugebieten." Es gibt noch wenig Glasfaserverbindungen bis ins Haus durch den Konzern. "FTTH betrifft eine ganz kleine Menge der Kunden in Deutschland. Es sind fast 700.000 Kunden zum Ende des Jahres", sagte Niek Jan van Damme, der scheidende Chef der Telekom Deutschland, am 1. September 2017 auf der Ifa in Berlin.
Die Telekom will zudem beim Glasfaserausbau für Unternehmen schneller werden. In 14 deutschen Städten und Gemeinden hat der Ausbau in 20 Gewerbegebieten begonnen. Etwa 5.000 Betriebe erhalten damit im neuen Jahr Internet mit Datenübertragungsraten von bis zu 1 GBit/s.
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