Technische Fragen sind noch offen
Der Entwurf, der nun vorgestellt werden soll, stößt bei Sicherheitsexperten auf ein geteiltes Echo. Die Netzbetreiber hatten wieder und wieder darauf gedrungen, Huawei nicht komplett auszuschließen. Entsprechend erleichtert zeigten sich Vertreter der Betreiber, dass ein Verbot der Komponenten aus China nun sehr unwahrscheinlich ist. Auf Anfrage wollte sich keiner der Netzbetreiber öffentlich zu dem Papier äußern.
Auch weil noch Fragen offen sind, etwa zur Zertifizierung durch das BSI. Der Technikchef von Ericsson, Erik Ekudden, schloss im Interview mit dem Handelsblatt aus, wie Huawei Quellcodes seiner Geräte zur Prüfung bereitzustellen. "Ich halte die Offenlegung von Quellcodes nicht für den richtigen Ansatz", sagte Ekudden dem Handelsblatt. Ericsson begründet den Schritt damit, dass es nicht praktikabel sei, regelmäßige Updates der Produkte von Behörden inspizieren zu lassen.
Sollte Ericsson bei seiner Blockadehaltung bleiben und prinzipiell eine Inspektion der Quellcodes seiner Produkte verweigern, könnte die Firma in ihrem Deutschlandgeschäft vor großen Herausforderungen stehen. "Im schlimmsten Fall würde Ericsson nicht zertifiziert werden. Dann dürften die Komponenten in bestimmten Bereichen nicht eingesetzt werden", sagte ein mit der Entwicklung der Sicherheitsstandards vertrauter Cyberexperte.
Nokia hatte sich bislang öffentlich nicht geäußert, ob der Ausrüster bereit wäre, seine Quellcodes von deutschen Behörden inspizieren zu lassen. Auf Anfrage sagte ein Sprecher, der Konzern werde sich erst mit der Frage beschäftigen, sobald ein abschließender Sicherheitskatalog vorliegt.
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| Bundesregierung braucht Druckmittel |










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