Netzausbau: Hat die Telekom eine Milliarde Euro weniger investiert?

Zwischen den Angaben der Bundesnetzagentur und der Telekom gibt es eine gigantische Abweichung. Der Netzbetreiber begründet das mit Funktürmen, Rechenzentren und Software.

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Rund 20 Kilometer südlich von Magdeburg hat T-Systems das Rechenzentrum Biere errichtet.
Rund 20 Kilometer südlich von Magdeburg hat T-Systems das Rechenzentrum Biere errichtet. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom begründet einen von der Bundesnetzagentur angegebenen Rückgang ihrer Investitionen mit unterschiedlichen Berechnungsgrundlagen. Das hat ein Unternehmenssprecher Golem.de am 7. Juni 2022 erklärt. Die Angaben weichen um 1 Milliarde Euro voneinander ab.

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Die Bundesnetzagentur hat in ihrem aktuellen Jahresbericht (PDF) für den Netzbetreiber für das Jahr 2021 einen Rückgang der Investitionen um 0,1 Milliarden Euro oder zwei Prozent auf 4,5 Milliarden Euro berechnet. "Damit sank der Anteil der Deutschen Telekom an den gesamten Investitionen auf dem Telekommunikationsmarkt im Jahr 2021 um zwei Prozentpunkte auf 41 Prozent, wohingegen die Wettbewerber ihren Anteil auf 59 Prozent ausbauen konnten", berichtete die Bundesnetzagentur in der vergangenen Woche.

Das will die Telekom so nicht stehenlassen: "Richtig ist weiterhin: Unsere Investitionen in Deutschland über alle operativen Segmente sollen über die kommenden Jahre von rund 5,5 Milliarden Euro in 2021 auf rund 6 Milliarden Euro steigen, der weit überwiegende Teil davon für den Netzausbau", sagte Telekom-Sprecher Andreas Leigers.

Telekom: Biere muss man mitrechnen

Die Aussagen des Konzerns umfassten laut Leigers alle Investitionen in den Netzausbau in Deutschland über die verschiedenen operativen Segmente hinweg. So würden beispielsweise die Investitionen beim Mobilfunk-Netzausbau in die passive Infrastruktur - unter anderem Masten und Türme - nicht im Segment Telekom Deutschland erfasst, sondern im Segment Unternehmensentwicklung, in der die Deutsche Funkturm Management angesiedelt ist.

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Zudem würden auch Investitionen erfasst, die nicht direkt mit dem Festnetz- und Mobilfunk-Netzausbau in Zusammenhang stehen. In der Vergangenheit zum Beispiel Investitionen der T-Systems in das Rechenzentrum in Biere. "Ebenso werden auch Investitionen in Software in den Bundesnetzagentur-Zahlen nicht erfasst, die beim Netzbetrieb zur Anwendung kommt", erklärte Leigers.

Dadurch könnten, erklärte Leigers, die Aussagen der Behörde nicht deckungsgleich sein mit den Daten der Telekom: Weil die regionale Erfassung der Investitionen des Konzerns und die Gliederung der Bundesnetzagentur "unterschiedliche Betrachtungsebenen haben".

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