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Firmen wollen Schienen- und Straßennetz nutzen

Ähnlich äußerte sich der Branchenverband VATM in einer ausführlichen Stellungnahme (PDF) von Mitte Februar. Um die Breitbandziele zu erreichen, sei der Zugang zur TAL eine "unerlässliche Voraussetzung". Eine Marktkonsolidierung zugunsten der großen Konzerne, wie von der EU-Kommission und von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) propagiert, sei "extrem schädlich". Die Bundesregierung müsse sich zudem dafür einsetzen, dass die EU auch die Vectoring-Technik für förderfähig erkläre. Weiterhin verlangt VATM, auch oberirdische Telefon- und Stromleitungen für das Verlegen von Glasfaserleitungen nutzen zu dürfen. "Diese Infrastrukturen können derzeit kaum für den Glasfaserausbau genutzt werden, weil der Zugang abgelehnt wird oder völlig überhöhte Mitnutzungspreise verlangt werden", moniert der Verband mit Blick auf die Telekom.

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Auch in anderer Hinsicht wird der Telekom vorgeworfen, den Breitbandausbau zu blockieren. "Es ist heute völlig inakzeptabel, dass die Telekom einen Glasfaserausbau noch immer verhindern kann, wenn 50 Prozent der betroffenen Haushalte bereits mit mehr als einem Mbit/s versorgt sind", schreibt VATM. Der Branchenverband Breko hatte der Telekom Ende 2013 vorgeworfen, immer dann eigene Ausbauziele bekanntzugeben, wenn die Konkurrenz den Ausbau angemeldet habe. Neue Möglichkeiten für den Breitbandausbau erhoffen sich die Unternehmen auch durch die Mitnutzung von Bahntrassen und Straßen. "Der Bundesverkehrsminister in seiner Funktion als Eigentümer ist hier ganz besonders gefordert", fordert VATM mit Blick auf einen jahrelangen Streit über die Nutzung des Sylter Hindenburgdammes für Glasfaserleitungen.

Telekom weist Vorwürfe zurück

Auch die Kabelnetzbetreiber fordern Geld vom Staat. "Trotz der allseits hohen Investitionsbereitschaft gehen wir davon aus, dass für den angedachten Breitbandausbau auch eine Form staatlicher Unterstützung erforderlich sein wird", sagte Helge Buchheister von Unitymedia/KabelBW auf Anfrage. Ebenso wie VATM warnt Buchheister vor einem "Überbau" bestehender Netze durch staatliche Subventionen. Auf diese Weise könnten bereits getätigte Investitionen entwertet werden. Zudem weist der Kabelnetzbetreiber darauf hin, den Ausbau "in der Spitze" nicht zu vernachlässigen. Der Docsis-3.1-Standard könne mit Anschlüssen im Gigabit-Bereich zu einer Alternative für Glasfaserverbindungen werden.

Die Telekom selbst begrüßt die Initiative Dobrindts zur Netzallianz. Allerdings wolle das Unternehmen nicht mit einem Forderungskatalog in die Gespräche gehen, sagte Telekom-Sprecher Andreas Middel auf Anfrage von Golem.de. Der Auftakt am Freitag diene eher der Bestandsaufnahme als dem Zweck, altbekannte Vorwürfe auszutauschen. Mit Blick auf die Kritik der Konkurrenten sagte Middel: "Mir ist kein Fall bekannt, wo wir Investitionen behindern." Die Telekom fordert aber ebenfalls Investitionsanreize, um die Umsatzverluste des Marktes durch sinkende Preise auszugleichen.

 Netzallianz: Gute Worte statt Geld für den Breitbandausbau
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DrWatson 09. Mär 2014

Staatliche Organisationen sind leider sehr ineffizient. Sie haben keine Anreize zu sparen...

nille02 07. Mär 2014

Stimmt, für die schöne Aussicht tun wir alles, nur den Preis will keiner bezahlen. So...

firstwastheblub 06. Mär 2014

http://www.deutschlandfunk.de/netzallianz-digitales-deutschland-auf-dem-land-fehlt.724.de...

Phreeze 06. Mär 2014

so wie bei der GEZ :D wird einfach abgebucht, ohne Nachfrage ;)

PCUser0815 06. Mär 2014

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