Netzallianz: Glasfaseranschluss soll steuerlich absetzbar werden
In der Netzallianz wird diskutiert, FTTH-Anschlüsse für private Endnutzer steuerlich absetzbar zu machen. "Wir verfolgen das weiter" , sagte Frank Krüger, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), Golem.de auf der Euroforum-Konferenz "Glasfasernetze für Stadtwerke und Energieversorger". Die Konferenz(öffnet im neuen Fenster) wird am 16. Juli 2014 in München durchgeführt. Die Netzallianz hatte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) im März 2014 mit der Telekommunikationsbranche geschlossen, um den Breitbandausbau voranzutreiben.
Die steuerliche Absetzbarkeit werde von den Netzbetreibern gefordert, ob es dafür eine Zustimmung beim Bundesfinanzministerium geben wird, sei jedoch fraglich, sagte Krüger.
Vielen Nutzern sind Glasfaseranschlüsse offenbar zu teuer, oder sie sehen den Nutzen nicht. Das geht aus Studien des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) hervor. So würden von den 2,6 Prozent der in Deutschland mit Glasfaser erschlossenen Haushalte nur 0,6 Prozent den Anschluss auch nutzen, sagte ein WIK-Vertreter auf der Konferenz. Wer unter den Befragten einmal FTTH genutzt habe, würde nicht mehr zurück zu einer langsameren Datenübertragungsrate wollen. Auch das WIK trat für steuerliche Anreize für Glasfaser beim Nutzer ein.
Sigurd Schuster von der Initiative D21 erklärte, in einigen Jahren werde es heißen: "50 MBit/s, das war einmal" , weil der Bedarf massiv ansteigen werde. Zudem sei nicht nur die Datenrate, sondern auch die Latenz des Internetzugangs für den Endnutzer sehr wichtig.
Die Bundesregierung hatte sich im Koalitionsvertrag erneut zum Ziel gesetzt, bis 2018 flächendeckend eine Übertragungsgeschwindigkeit von 50 MBit/s zu erreichen.
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