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DDoS-Angriffe sind willkürlich

DDoS-Angriffe lehnt Rieger auch im Namen des CCC ab. Er plädiert für die ausnahmslose freie Kommunikation im Netz. Der CCC habe darüber lange diskutiert und sei aus eigener Erfahrung zu dem Schluss gekommen, dass politische Aktionen weitaus sinnvoller seien, etwa wie sie Anonymous in seinen Gründungszeiten gegen Scientology organisierte. DDoS-Angriffe seien willkürlich und träfen oft Unbeteiligte.

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Jakob Applebaum, der als Experte für Computersicherheit unter anderem an der Entwicklung des Tor-Netzwerks beteiligt ist, bekräftigte, dass Hacker-Aktionen eine legitime Form des modernen Protests im Netz seien. "Wenn HBGary Rechner ausspioniert, müssen sie damit rechnen, selbst ausspioniert zu werden." Aktivisten hatten Server des US-Sicherheitsunternehmens gehackt, nachdem es HBGary offenbar gelungen war, in die Organisation einzudringen. HBGary-Chef Aaron Barr hatte sich damit gerühmt, die Köpfe von Anonymous enttarnt zu haben.

Jeder könne bei Anonymous mitmachen, das sei der große Vorteil des Kollektivs. Das Kollektiv ermögliche beispielsweise den freien Zugang zu Informationen, etwa wenn wichtige Dokumente von gehackten Servern an die Öffentlichkeit gelangten, sagte Applebaum, der auch Wikileaks unterstützt. Anonymous ermögliche auch Menschen, die an ihrem Arbeitsplatz Unrecht aufdecken, sich dagegen zu wehren, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Demokratisch und gewaltlos

"Im Großen und Ganzen ist Anonymous gut und demokratisch und vor allem gewaltlos", sagte Applebaum. Es gehe um soziale Veränderungen, die die neue Netzkultur ermögliche und fordere. Dass die FBI-Agenten, die Anonymous unterwandert hatten, auch illegale Taktiken angewendet hätten, würde irgendwann aufgedeckt.

Eine weitere Occupy-Aktivistin, die Weidemann interviewt hat, zog auch einen Vergleich zwischen der Occupy-Bewegung und Anonymous. In der Occupy-Bewegung werde lange und ausführlich in großer Runde oft tagelang über mögliche Aktionen diskutiert. Bei Anonymous würden Aktionen auf Vorschlag einzelner Aktivisten oft nur wenige Minuten später umgesetzt. Die Aktivistin sieht bei Occupy eine größere basisdemokratische Tendenz. Anonymous sei aber oftmals einfach schneller und effektiver.

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 Netzaktivismus: Anonymous braucht ethische Grundlagen
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divStar 04. Mai 2012

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