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Netzagentur: Telefónica ist zu langsam beim Netzausbau

Da Telefónica noch immer nicht alle erforderlichen LTE-Standorte gebaut hat, droht eine Geldbuße. Die Bundesnetzagentur gewährt allerdings eine letzte Frist.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Telefonica hat es nicht geschafft, die Vorgaben beim Netzausbau zu erfüllen.
Telefonica hat es nicht geschafft, die Vorgaben beim Netzausbau zu erfüllen. (Bild: DOMINIQUE FAGET/AFP via Getty Images)

Weil der Mobilfunk-Anbieter Telefónica trotz Nachholfrist seine Pflichten beim Ausbau des 4G-Netzes (LTE) nicht rechtzeitig erfüllt hat, droht die Bundesnetzagentur nun mit einem Zwangsgeld. Sollte der Netzbetreiber nicht bis Ende Juli 2020 die fehlenden LTE-Masten errichtet haben, werde man eine Summe von 600.000 Euro festsetzen, teilte die Regulierungsbehörde am 9. Juli 2020 in Bonn mit.

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Die sogenannten Versorgungsauflagen verpflichten die Netzbetreiber in Deutschland, zu bestimmten Fristen eine gewisse Zahl an Haushalten und Standorten zu versorgen. Die Unternehmen sollten bereits Ende des vergangenen Jahres 98 Prozent der Haushalte mit mindestens 50 Mbit pro Sekunde (LTE) versorgt haben - pro Bundesland lag die verpflichtende Quote bei 97 Prozent. So soll verhindert werden, dass sich die Netzbetreiber auf lukrative Großstädte konzentrieren und ländliche Regionen vernachlässigen. ICE-Strecken und Autobahnen sollten demnach sogar zu 100 Prozent mit 4G versorgt werden.

Erste Nachholfrist lief im Juni 2020 ab

Nachdem Telekom, Vodafone und Telefónica zum Jahreswechsel 2019/2020 noch Lücken bei der LTE-Versorgung aufgewiesen hatten, setzte die Netzagentur Nachholfristen fest. Für Telefónica, deren Lücken beim Ausbau besonders groß waren, lief die erste Frist Ende Juni 2020 ab. Bis dahin sollte das Unternehmen 40 Prozent der noch fehlenden 7600 LTE-Standorte umgesetzt haben.

Telefónica räumte zwar bereits ein, dieses Ziel nicht erreicht zu haben, verwies jedoch auf Einschränkungen durch die Coronapandemie und bat um Nachsicht. Man habe bei der Höhe des Zwangsgeldes all diese Umstände berücksichtigt, hieß es von Seiten der Netzagentur.

Man sei sehr zuversichtlich, das Ziel bis Ende Juli zu erreichen und so das Zwangsgeld zu vermeiden, sagte eine Sprecherin von Telefónica der Deutschen Presse-Agentur. Viele Standorte könnten dank geöffneter Grenzen und wieder etwas normalisierter Lieferketten sehr bald fertiggestellt werden. "In Deutschland kommen wir nun bei 4G auf eine Abdeckung von 90 Prozent - das ist eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Januar, wo wir noch bei 84 Prozent lagen." Die Schlagzahl beim Ausbau sei zuletzt deutlich erhöht worden. Telefónica kündigte zudem an, bis Ende 2020 alle zur Erfüllung der Frist fehlenden LTE-Stationen zu realisieren.

Nächste Frist steht bevor

Ende 2020 steht für die Netzbetreiber allerdings direkt die nächste Frist an: Nicht nur alle Autobahnen und ICE-Strecken sollen bis dahin lückenlos mit 4G-Netz ausgestattet sein. Nach Plänen des Bundesverkehrsministeriums sollen zu diesem Zeitpunkt auch bereits 99 Prozent aller Haushalte über LTE-Netz verfügen.

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Holzkopf 11. Jul 2020 / Themenstart

Meine Erfahrung mit Vodafone ist erheblich schlechter als mit o2 sowohl auf dem Land als...

Holzkopf 11. Jul 2020 / Themenstart

Einfach LTE 800 ausrollen dann haste zwar fast überall LTE empfang aber kein Daten...

Single Density 10. Jul 2020 / Themenstart

... dann muß man sich eben am Markt die lokalen, teuren Techniker holen. Pacta sunt...

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