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Netzabdeckung: Funkloch-App erfasst 600.000 weiße Flecken

Die Funkloch-App der Bundesnetzagentur hat in nur drei Monaten viele Schwachpunkte in der Mobilfunkversorgung gefunden. Nutzer hatten die App zuvor scharf als Alibi-Aktion für die Netzbetreiber kritisiert.

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Die App zur Breitbandmessung verärgert viele Nutzer.
Die App zur Breitbandmessung verärgert viele Nutzer. (Bild: Golem.de)

Nach dem Start der Funkloch-App der Bundesnetzagentur im Oktober 2018 liegen nun erstmals Zahlen vor. Insgesamt seien in einem Dreimonatszeitraum vom 30. Oktober bis zum 31. Januar 64,4 Millionen Messpunkte erfasst worden, berichtet der Tagesspiegel. Dabei habe es in 599.558 Fällen "kein Netz" gegeben.

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Die App Breitbandmessung der Bundesnetzagentur erlaubt mit einem Klick auf die Schaltfläche "Netzverfügbarkeit erfassen" den Start der Abfrage. Ab diesem Zeitpunkt erfasst die App in regelmäßigen Abständen von maximal 50 Metern, ob eine Netzabdeckung vorhanden ist - und ob sie durch 2G-, 3G- oder 4G-Technik gegeben ist. Die erfasste Wegstrecke wird dem Nutzer auf einer Karte dargestellt. Wenn der Nutzer die Erfassung stoppt, werden die Daten unter Angabe von Ort, Zeit und Mobilfunkanbieter an einen zentralen Server übermittelt.

Laut Angaben einer Studie, die die Grünen beauftragt haben, erreichte die Telefónica im Mai 2018 erst einen Versorgungsgrad von 66 Prozent der Fläche Deutschlands, Vodafone kam auf 87 Prozent und die Telekom auf 93 Prozent.

Die App wird von einem Großteil der Nutzer schlecht bewertet. In den Appstores von Apple und Google kommt das Programm nur auf 2,2 beziehungsweise 2,3 von fünf möglichen Sternen, was unter dem Durchschnitt liegt. "Es ist die Installation nicht wert", schreibt etwa Andreas W. Die Anwendung verschleiere das wahre Ausmaß der Funklochrepublik Deutschland. "Leider werden weder Netzqualität noch Netzstärke erfasst", kritisiert er wie viele andere Rezensenten. Auch wenn Telefonate abbrechen, gehe das Programm von einer Netzverfügbarkeit aus.

Die App "meldet an manchen Stellen ein Netz, wenn Telefonieren nicht möglich ist", schreibt Franz B. "Eine Klassifizierung der Empfangsqualität wäre dringend notwendig." Es werde nicht geprüft, ob man mit einem Restchen Verbindungsanzeige tatsächlich noch telefonieren könne, beklagt auch Ali A. Er habe den Verdacht, dass die Aktion letztlich als "Alibi für die Netzbetreiber" dienen werde, "sich weiterhin vor einem ausreichenden Ausbau zu drücken". Der Ansatz sei "realitätsfern und damit unbrauchbar!"

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Richard Wahner 20. Mär 2019

Ich bin öfter in Holstein unterwegs. Mit O2 hatte ich vor ca. 5 Jahren das Gefühl, dass...

jmhk1103 20. Mär 2019

Er hat aber auch keine gute Private Infrastruktur. Er schreibt, dass WiFi-Calling aktiv...


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