Abo
  • Services:

Networkmanager: Linux bekommt lokales Thunderbolt Networking

Per Thunderbolt-Kabel lassen sich zwei Geräte einfach per Peer-to-Peer-Netzwerk miteinander verbinden. Linux-Nutzer bekommen dafür nun über den Networkmanager eine einfache Möglichkeit zur Konfiguration.

Artikel veröffentlicht am ,
Thunderbolt 3, wie hier an Dells XPS 13 (9370), ermöglicht ein lokales Netzwerk.
Thunderbolt 3, wie hier an Dells XPS 13 (9370), ermöglicht ein lokales Netzwerk. (Bild: Oliver Nickel/Golem.de)

Vor knapp einem Jahr hat Intel endlich damit begonnen, die Linux-Treiber für die Thunderbolt-Technik selbst zu pflegen und damit offiziell zu unterstützen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat sich vor allem das Gnome-Team um leicht einsetzbare Nutzer-Werkzeuge für die Technik gekümmert und dies auch in Gnome 3.28 integriert. In diese Liste reiht sich nun auch die Netzwerk-Unterstützung für Thunderbolt 3 ein, wie der Gnome-Entwickler Christian Kellner in seinem Blog schreibt.

Stellenmarkt
  1. Beckhoff Automation GmbH & Co. KG, Verl
  2. Bosch Gruppe, Grasbrunn

Gemeint ist mit Thunderbolt Networking eine Peer-to-Peer-Netzwerkverbindung zweier Geräte über ein Thunderbolt-Kabel. Die Treiberunterstützung dafür ist bereits im Linux-Kernel 4.15 verfügbar und wurde von Intel umgesetzt. Nun folgt dank einer Kooperation zwischen dem Gnome-Team und den Entwicklern des Networkmanagers eine vergleichsweise einfache Userspace-Unterstützung für die Technik.

Wird ein eigenes Gerät wie beschrieben per Thunderbolt-Kabel mit einem anderen verbunden, konfiguriert der Networkmanager die Verbindung als Link-Local. Eigenen Aussagen zufolge haben die Beteiligten die neue Funktionalität erfolgreich für Verbindungen zwischen Fedora und MacOS, zwischen Fedora und Windows 10 sowie zwischen zwei Fedora-Instanzen getestet.

Einfache Zusammenarbeit mit dem Kernel

In der Kernel-Dokumentation dazu heißt es, dass der entsprechende Treiber automatisch geladen wird, falls das Gegenüber ein System mit Windows oder MacOS ist, sonst muss der Treiber thunderbolt-net nachgeladen und die Netzwerkschnittstelle anschließend über ein Userspace-Werkzeug konfiguriert werden. Eine Udev-Geräterichtlinie des Networkmanagers übernimmt letzteres automatisch, sobald ein entsprechendes Gerät verfügbar ist. Über diese Richtlinie wird auch direkt die Konfiguration als Link-Local angestoßen.

Aktuelle Vorabversionen des Networkmanagers enthalten die neue Funktion bereits, aufgrund der vergleichsweise kleinen Änderung sollten aktuelle Distributionen die Neuerung vermutlich aber auch demnächst als Update bereitstellen. Voraussetzung dafür ist - wie erwähnt - Linux 4.15, das zum Beispiel in Ubuntu 18.04 alias Bionic Beaver zum Einsatz kommt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (nur für Prime-Mitglieder)
  2. 19€ für Prime-Mitglieder
  3. (u. a. HP 27xq WQHD-Monitor mit 144 Hz für 285€ + Versand - Bestpreis!)
  4. 288€

teleborian 28. Mai 2018

Wenn ich in der Familie Linux verteile können sie also nur Mac oder Windows Laptops...

fesc2000 25. Mai 2018

Damit bekommst du nicht annähernd 40GBit, und das was du bekommst bei 100% CPU last...

honna1612 25. Mai 2018

Wenn das auf MACs getestet wurde, dann funktioniert es auf Normalen PCs sicher besser...


Folgen Sie uns
       


Royole Flexpai - Hands on (CES 2019)

Das Flexpai von Royole ist das erste kommerziell erhältliche Smartphone mit faltbarem Display. Ein erster Kurztest des Gerätes zeigt, dass es noch einige Probleme mit der Software hat.

Royole Flexpai - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
Nubia X im Hands on: Lieber zwei Bildschirme als eine Notch
Nubia X im Hands on
Lieber zwei Bildschirme als eine Notch

CES 2019 Nubia hat auf der CES eines der interessantesten Smartphones der letzten Monate gezeigt: Dank zweier Bildschirme braucht das Nubia X keine Frontkamera - und dementsprechend auch keine Notch. Die Umsetzung der Dual-Screen-Lösung gefällt uns gut.

  1. H2Bike Alpha Wasserstoff-Fahrrad fährt 100 Kilometer weit
  2. Bosch Touch-Projektoren angesehen Virtuelle Displays für Küche und Schrank
  3. Mobilität Das Auto der Zukunft ist modular und wandelbar

Nubia Red Magic Mars im Hands On: Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro
Nubia Red Magic Mars im Hands On
Gaming-Smartphone mit Top-Ausstattung für 390 Euro

CES 2019 Mit dem Red Magic Mars bringt Nubia ein interessantes und vor allem verhältnismäßig preiswertes Gaming-Smartphone nach Deutschland. Es hat einen Leistungsmodus und Schulter-Sensortasten, die beim Zocken helfen können.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. ATH-ANC900BT Audio Technica zeigt neuen ANC-Kopfhörer
  2. Smart Clock Lenovo setzt bei Echo-Spot-Variante auf Google Assistant
  3. Smart Tab Lenovo zeigt Mischung aus Android-Tablet und Echo Show

Schwer ausnutzbar: Die ungefixten Sicherheitslücken
Schwer ausnutzbar
Die ungefixten Sicherheitslücken

Sicherheitslücken wie Spectre, Rowhammer und Heist lassen sich kaum vollständig beheben, ohne gravierende Performance-Einbußen zu akzeptieren. Daher bleiben sie ungefixt. Trotzdem werden sie bisher kaum ausgenutzt.
Von Hanno Böck

  1. Sicherheitslücken Bauarbeitern die Maschinen weghacken
  2. Kilswitch und Apass US-Soldaten nutzten Apps mit fatalen Sicherheitslücken
  3. Sicherheitslücke Kundendaten von IPC-Computer kopiert

    •  /