Network Slices: Telekom verbindet virtuelle Netzabschnitte mit Südkorea

Techniker der Telekom und SK Telecom haben mit Network Slices Wartungsaufgaben im jeweils anderen Netz ausgeführt. Teile des 5G-Kerns des Heimnetzes wurden im besuchten Netz ausgeführt.

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Technikchef Bruno Jacobfeuerborn
Technikchef Bruno Jacobfeuerborn (Bild: Deutsche Telekom)

Deutsche Telekom, Ericsson und die südkoreanische SK Telecom haben ein interkontinentales 5G-Versuchsnetz entwickelt und vorgestellt. Das gaben die Partner am 15. Februar 2017 bekannt. Über die virtuellen Netzabschnitte (Network Slices) wurden Wartungsaufgaben jeweils im Netz des anderen Unternehmens mit Augmented Reality (AR) ausgeführt.

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Network-Slices sind dedizierte virtuelle Netze, mit denen der Datenverkehr einzelner Dienste oder auch von einzelnen Unternehmenskunden vom allgemeinen Datenstrom im Mobilfunknetz getrennt werden kann. Beim Federated Network Slicing würden Teile des 5G-Kerns des Heimnetzes im besuchten Netz ausgeführt. Für das Testszenario wurde ein Anwendungsfall aus dem Bereich der industriellen Wartung verwendet. Ein Servicetechniker kommuniziert über AR mit Kundendienstbeschäftigten im besuchten Netz. Über sogenannte lokale Breakout- und Edge-Clouds wurden für den Servicetechniker Latenz und Durchsatz optimiert.

Partner kooperieren schon länger in verschiedenen Bereichen

Der Testlauf fand im Labor der Telekom in Bonn und parallel im 5G-Testbett von SK Telecom in Yeoungjong-do (BMW-Fahrzentrum) in Südkorea statt. Auf dem Mobile World Congress (MWC) 2016 in Schanghai hatten die drei Partner bereits ihre Absicht bekanntgegeben, im Rahmen einer globalen Partnerschaft die 5G-Technologie für ein solches Netz zu entwickeln.

Bruno Jacobfeuerborn, Chief Technology Officer der Telekom, sagte: "Im 5G-Zeitalter gilt Network Slicing als entscheidender Katalysator für die Unterstützung mehrfacher Services." Nach den Worten von Ulf Ewaldsson, Chief Strategy und Technology Officer bei Ericsson, verhalten sich Network Slices bei 5G wie "virtuelle On-Demand-Netze".

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SK Telecom ist der größte Mobilfunkbetreiber Südkoreas.

Ericsson stellte zudem eine Vorstandard-5G-Plattform vor, die Mobilfunkbetreibern den frühen Einstieg in die 5. Mobilfunkgeneration ermöglichen soll. Ericssons neue 5G-Plattform umfasst 5G-Kern-, Funk- und Transportsysteme.

"Wir sind sehr zufrieden mit Ericssons Fortschritten im Bereich der kommerziellen Nutzung der 5G-Technologie", erklärte Roger Gurnani, Chief Technology Officer bei Verizon. "Unsere Kunden-Testprojekte für 5G in elf Städten in den USA beschleunigen die Entwicklung hin zur nächsten Generation von Mobilfunkdiensten."

Im Bereich der Funk- und Transporttechnologie stellte Ericsson 5G New Radio (NR) Basisstationen im mittleren und höheren Frequenzbereich vor und erweitert damit das Angebot, das bislang aus der im vergangenen Jahr eingeführten 5G NR Basisstation bestand.

Ein MINI-LINK-Richtfunksystem mit bis zu 10 GBit/s, sowie Fronthaul und Router für den Reiheneinbau, die keinen zusätzlichen Platz belegen sollen. Neue Basisstationen sollen den Aufbau von schnellen LTE-Netzen mit 1 GBit/s unterstützen. "Das neue 5G-Portfolio von Ericsson eröffnet neue Chancen", sagte Daniel Staub, Head of Joint Mobile Group, Swisscom. "Ericssons neues Wideband-Four-Transceiver-Radio wird uns helfen, unsere ersten Schritte in Richtung 5G zu machen und eine höhere Geschwindigkeit auf 4G zu implementieren. Damit bleibt Swisscom der Technologieführer und bietet ein besseres Kundenerlebnis. "

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