Nettools: Systemd-Entwickler zeigen Werkzeuge zur Netzkonfiguration
Die Entwickler David Herrmann und Tom Gundersen haben auf der Konferenz All Systems Go! die Werkzeugsammlung Nettools vorgestellt(öffnet im neuen Fenster). Das Projekt soll Low-Level-Bibliotheken zur Netzwerkkonfiguration unter Linux bereitstellen. Sowohl Gundersen als auch Herrmann arbeiteten in der Vergangenheit an Projekten, die aus der Systemd-Community heraus entstanden sind, wie etwa an dem Versuch, eine neue Interprozesskommunikation (IPC) für Linux zu schaffen. Die Konferenz All Systems Go! ist darüber hinaus aus der Systemd-Konferenz hervorgegangen.
Die Nettools-Sammlung soll verschiedene bekannte und längst etablierte Techniken wie DHCP, IPv4 Address Conflict Detection (ACD), Link-Local Address Selection oder auch das IPv6 Neighbor Discovery Protocol (NDP) umsetzen. Der initiale Fokus des Projekts liegt auf der Umsetzung der ACD, wofür auch schon ein D-Bus-Daemon entstanden ist, der die Schnittstelle der grundlegenden Bibliothek per D-Bus zur Verfügung stellt.
Erklärtes Ziel der Arbeiten ist es, universelle APIs für die genannten Funktionen zu entwickeln, wobei diese dem prinzipiellen Ansatz von Systemd folgen. Das heißt, die Bibliotheken sind stark auf moderne Schnittstellen des Linux-Kernels angepasst und damit auch nicht plattformübergreifend verfügbar, sondern eben nur unter Linux nutzbar.
Noch befindet sich das Nettools-Projekt in einem sehr frühen Stadium und es ist nicht absehbar, ob und inwiefern das Projekt langfristig produktiv eingesetzt oder eher ein Experiment bleiben wird, wie die erwähnten Arbeiten an einer neuen IPC. Der Code der Nettools(öffnet im neuen Fenster) findet sich auf Github, noch fehlt aber eine ausführliche Dokumentation zu dem Projekt selbst sowie zu den einzelnen Bibliotheken.
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