Abo
  • Services:

Netgear M4000: 2.5- und 5GbE-Switches kosten um die 1.000 Euro

In wenigen Wochen wird Netgear seinen ersten sogenannten Multigigabit-Ethernet-Switch mit PoE auf den Markt bringen. Zudem setzt das Unternehmen auf Out-of-Band-Management und verbilligt den Port-Preis pro 10-GbE-Port.

Artikel veröffentlicht am ,
Netgears M4200 bietet 2.5GbE und 5GbE.
Netgears M4200 bietet 2.5GbE und 5GbE. (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Netgears M4200-Switch markiert für das Netzwerkunternehmen den Start für das 2,5- und 5-Gigabit-Ethernet (NBase-T, 802.3bz). Der Switch bietet acht sogenannte Multigigabit-Ethernet-Ports. Sechs davon beherrschen neben 1GbE auch 2.5GbE. Die anderen beiden Anschlüsse bieten zusätzlich 5GbE, also 5 Gigabit pro Sekunde über eine herkömmliche RJ45-Buchse. Zusätzlich beherrscht der Switch auf all diesen Ports auch 802.3at, also Power over Ethernet (PoE) mit bis zu 30 Watt.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Der Hersteller ging für den kleinen Switch dabei keine Kompromisse ein und bietet volle 240 Watt Powerbudget für PoE-Geräte. Bei voller Auslastung dürfte das Gerät dann doch ziemlich laut werden. Netgear betont aber, dass der Switch in vielen Situationen so leise sei, dass er auch in Arbeitsplatznähe eingesetzt werden könne. Werden nur wenige Access Points mit 5GbE und PoE versorgt, ginge dies etwa. Für diesen Fall kann der Switch auch leicht an der Wand, einem Rohr oder unter dem Tisch befestigt werden. Bei größerer Auslastung empfiehlt sich der Einsatz in einem 19-Zoll-Netzwerkschrank.

Für den schnellen Uplink sorgen zwei SFP+-Slots für 10GbE-Ethernet. Entweder per Glasfaser oder per Kupfer, abhängig von dem Modul, das eingesetzt wird.

Die Switches sind da, aber ...

Ausgeliefert wird der Switch noch im März 2016. Doch Geräte, die 2.5GbE oder gar 5GbE unterstützen, sind noch Mangelware. Vermutlich liegt das auch an der Industrie, denn tatsächlich stromsparende Chips, eines der Hauptprobleme von 10 GbE, gibt es anscheinend noch nicht.

  • Zwei der Multigigabit-Ports können auch 5 GbE. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die restlichen arbeiten nur mit 2,5 GbE oder langsamer. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Das Stromkabel wird vorne am Switch angesteckt. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Netgear verspricht bei normaler Nutzung einen leisen Betrieb, mit zwei Lüftern an der Seite. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Für die Wandmontage gibt es eine Haltevorrichtung, ... (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • ... die mit Hilfe eines Gummibandes auch für die Montage an Rohren geeignet ist. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Die M4300er-Serie gibt es auch als kleine Switches. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
  • Hier ist die gesamte Serie zu sehen. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)
Zwei der Multigigabit-Ports können auch 5 GbE. (Foto: Michael Wieczorek/Golem.de)

Das geht so weit, dass selbst Netgear erst im dritten Quartal die ersten 2.5GbE-Endgeräte auf den Markt bringen wird. Professionelle WLAN-Access-Points nach 802.11ac Wave 2 benötigen diese Schnittstelle eigentlich schon länger, denn sie bietet neben PoE auch die Geschwindigkeit, um mit MU-MIMO-WLAN-Szenarien umgehen zu können. Für die NAS-Systeme von Netgear gibt es überraschenderweise keine Pläne, was 2.5GbE angeht. Auch hier wäre die Nutzung im Zeitalter der SSDs längst überfällig. Es bleibt also entweder beim Trunking oder teurem 10GbE. Auch Synology und Thecus sagten uns, dass es keine Pläne für 2,5GbE gebe. Bei Qnap fehlen ebenfalls solche Ankündigungen.

Wer diesen Switch kauft, der kauft also bereits für die Zukunft. Den genauen Preis wollte uns Netgear auf Nachfrage auf der Cebit 2016 nicht nennen, es werden aber wohl um die 1.000 Euro. Damit liegt der Switch preislich oberhalb des Netgear XS708E, der 10 GbE bietet, jedoch kein Power over Ethernet beherrscht. Zudem bietet der M4200 mehr Managementfunktionen und sogar einen getrennten Managementport (Out-of-Band, OOB). Hier professionalisiert sich Netgear, um auch bei Ausschreibungen, die diesen Port verlangen, eine Chance zu haben.

Dieser OOB-Port findet sich auch bei Netgears zweiter neuer Stackable-Switch-Serie M4300. Hier gibt es eine Auswahl an Rack-Switches, die 10GbE oder ein hohes PoE-Powerbudget bieten. Mitunter wird 10GbE zu 50 Prozent auf SFP+-Module und zu 50 Prozent auf RJ45-Buchsen aufgeteilt.

Zu diesen gehören auch die Modelle M4300-8X8F und -12X12F. Sie bieten jeweils 8 + 8 (SFP+ + RJ45) beziehungsweise 12 +12 (SFP+ + RJ45) mit etwa der halben Rackbreite als Bauform. Die lassen sich mechanisch verbinden, um dann in einem Rack beispielsweise als gemeinsamer 40-fach-10GbE-Switch eingesetzt zu werden. Preisdetails konnte Netgear für die M4300-Serie noch nicht nennen.

Die Switches der M4200- und der M4300-Serie unterstützen zudem Openflow 1.3.



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. 3 Blu-rays für 15€, 2 Neuheiten für 15€)
  2. (u. a. Logan, John Wick, Alien Covenant, Planet der Affen Survival)

as (Golem.de) 17. Mär 2016

Hallo, das ist ein relativ spezielles Modell. Nicht für den Heimgebrauch. Kompakte PoE...


Folgen Sie uns
       


Apple Mac Mini (Late 2018) - Test

Apple Mac Mini (Late 2018) ist ein kompaktes System mit Quadcore- oder Hexacore-Chip. Uns gefällt die Anschlussvielfalt mit klassischem USB und Thunderbolt 3, zudem arbeitet der Rechner sparsam und sehr leise. Die Zielgruppe erscheint uns aber klein, da der Mac Mini mindestens 900 Euro, aber nur eine integrierter Grafikeinheit aufweist.

Apple Mac Mini (Late 2018) - Test Video aufrufen
Resident Evil 2 angespielt: Neuer Horror mit altbekannten Helden
Resident Evil 2 angespielt
Neuer Horror mit altbekannten Helden

Eigentlich ein Remake - tatsächlich aber fühlt sich Resident Evil 2 an wie ein neues Spiel: Golem.de hat mit Leon und Claire gegen Zombies und andere Schrecken von Raccoon City gekämpft.
Von Peter Steinlechner

  1. Resident Evil Monster und Mafia werden neu aufgelegt

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

IT: Frauen, die programmieren und Bier trinken
IT
Frauen, die programmieren und Bier trinken

Fest angestellte Informatiker sind oft froh, nach Feierabend nicht schon wieder in ein Get-together zu müssen. Doch was ist, wenn man kein Team hat und sich selbst Programmieren beibringt? Women Who Code veranstaltet Programmierabende für Frauen, denen es so geht. Golem.de war dort.
Von Maja Hoock

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  3. Job-Porträt Cyber-Detektiv "Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

    •  /