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Netflix und Youtube: EU-Kommissarin warnt vor hohem Energiebedarf des Internets

Youtube, Netflix und Prime Video sind die Dienste, die besonders viel Internetverkehr generieren und damit auch einen besonders hohen Energiebedarf nach sich ziehen. Das sieht die Vizepräsidentin der EU-Kommission kritisch.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Netflix, Youtube und Prime Video haben einen hohen Energiebedarf.
Netflix, Youtube und Prime Video haben einen hohen Energiebedarf. (Bild: Chris McGrath/Getty Images)

Die Vizepräsidentin der EU-Kommission, Margrethe Vestager, hat auf den enormen Energiebedarf des Internets und die Folgen für den Klimawandel hingewiesen. Sie befürchtet, dass sich der Energiebedarf mit der weiteren Digitalisierung weiter erhöhen werde. Das sagte die 51-jährige dänische Politikerin der Funke Mediengruppe am Sonntag. "Wenn man sich zum Beispiel Filme im Internet-Streaming ansieht, ist das sehr energieintensiv. Oder nehmen Sie die Server-Hubs, die Klimaanlagen benötigen."

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Für das nun ausgegebene Ziel der EU, den Kontinent bis 2050 klimaneutral zu machen, sei dies eine große Herausforderung. "Wir müssen also mit dem Green Deal Technologien entwickeln, um den Energieverbrauch zu minimieren und die Energieeffizienz zu verbessern." Andererseits werde man den Kampf gegen den Klimawandel nicht ohne digitale Lösungen gewinnen.

Videostreaming mit hohem Energiebedarf

Nach Zahlen des Stromversorgers Eon werden alleine durch die Streaming-Plattformen wie Amazon Prime Video, Netflix sowie Youtube weltweit inzwischen rund 200 Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr benötigt. Videostreaming mache bereits 58 Prozent und damit mehr als die Hälfte des Datenvolumens im Internet aus.

Für die Nutzung der Dienste müssen große Server-Anlagen laufen, die einen entsprechend hohen Energiebedarf haben. Der Energiebedarf hat damit nur teilweise mit den Servern selbst zu tun, viel Energie werde für die Kühlung benötigt. Hinzu kommt der Energiebedarf der Computer, Notebook, Smartphones und Streaming-Geräte.

Im vergangenen Jahr hätten die Streaming-Plattformen ungefähr so viel Strom benötigt wie alle Privathaushalte in Deutschland, Italien und Polen zusammen, heißt es von Eon. Laut Eon werden noch längst nicht alle Rechenzentren mit Ökostrom betrieben. Der Energiebedarf werde weiter steigen, Grund dafür sind neue Anbieter, die auf dem Markt aktiv sind, aber auch der Umstand, dass immer mehr Inhalte in immer höheren Auflösungen bereitgestellt werden.

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Kleba 19. Dez 2019

Jein, tun sie nicht wirklich. Ich habe jetzt nicht alle anderen Antworten gelesen, aber...

Piyo 17. Dez 2019

Zum Transport der DVDs brauchten wir früher ja auch Straßen zum Transport. Der...

fgordon 16. Dez 2019

Nun die Alternative kann auch heissen auf individuelle Unterhaltungs-Medieninhalte...

Yian 16. Dez 2019

Die Pestbeulen und Medienschranzen lauern auf alles, was Spaß macht: fühl dich scheiße...

FreiGeistler 16. Dez 2019

Tja. Erst die Kühe (eigentlich CO-Neutral), dann die Christbäume (Plastikbäume...


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