Netflix und Co.: EU schafft Geoblocking ein bisschen ab
Die Mitgliedstaaten der EU haben sich darauf geeinigt, das so genannte Geoblocking bei Streaming-Services innerhalb der EU abzuschaffen, wie Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtet. Damit könnten Nutzer von länderspezifischen Diensten ihre abonnierten Serien und Filme auch in anderen Ländern der EU schauen.
Streaming-Abos sind geographisch begrenzt
Bisher können etwa Nutzer des britischen Sky UK dessen Angebot nicht außerhalb des Vereinigten Königreichs anschauen – was die EU-Kommission in der Vergangenheit bereits monierte. Auch Netflix-Nutzer können im Ausland nicht auf das Angebot zugreifen, das ihnen in dem Land, in dem sie das Abo abgeschlossen haben, zur Verfügung steht.
Das soll sich in Zukunft ändern: Die Mitgliedstaaten einigten sich darauf, dass Nutzer auf ihr gewohntes Angebot zugreifen können müssen. Die Aufhebung des Geoblockings soll aber nur temporär erfolgen, etwa auf Reisen. Das bedeutet, dass beispielsweise Auswanderer rechtlich keinen Anspruch darauf haben sollen, dauerhaft auf Streaming-Dienste ihrer Heimat zuzugreifen.
"Temporärer" Zugriff auf Streaming-Abos
Wie die EU den Begriff "temporär" auslegen wird, ist noch nicht klar. Auch, wie die zeitweilige Ausnahme eines Geoblockings durchgeführt werden soll, ist noch unbekannt. Der Vorschlag soll am 26. Mai 2016 der Kommission vorgelegt werden, die ihn dann noch annehmen muss.
Die EU-Kommission beschäftigt sich bereits länger mit dem Thema Geoblocking und kann bereits einen Erfolg verbuchen: Im Falle von Sky UK erlaubt mittlerweile das Produktionsstudio Paramount Pictures einen Zugriff auf sein Material außerhalb Großbritanniens. Hintergrund des Geoblockings sind länderspezifische Lizenzen und Finanzierungen von Filmen.
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