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Netflix-Übernahme wackelt: Warner Bros.erwägt Gespräche mit Paramount

Warner Bros. könnte noch diese Woche doch mit Paramount über eine Übernahme sprechen. Das würde Netflix unter Druck setzen.
/ Ingo Pakalski
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Paramount will verhindern, dass Netflix Warner Bros. übernimmt. (Bild: Vincent Feuray / Hans Lucas / AFP via Getty Images)
Paramount will verhindern, dass Netflix Warner Bros. übernimmt. Bild: Vincent Feuray / Hans Lucas / AFP via Getty Images

Ein neues Übernahmeangebot von Paramount bringt Mitglieder des Vorstands von Warner Bros. offenbar zum Nachdenken. Laut einem Bloomberg-Bericht(öffnet im neuen Fenster) wird derzeit im Vorstand von Warner Bros. diskutiert, doch wieder mit Paramount zu verhandeln, wie ein Deadline-Bericht(öffnet im neuen Fenster) bestätigte.

Die Informationen stammen von Personen, die mit den Verhandlungen vertraut sind. Bisher lehnte der Vorstand des Hollywoodstudios alle bisherigen acht Paramount-Angebote ab . Falls Warner Bros. mit Paramount verhandeln will, müsste Netflix über diesen Schritt informiert werden. Das könnte den Bieterwettkampf zwischen Netflix und Paramount um Warner Bros. intensivieren.

Netflix hat bereits einen Vertrag mit Warner Bros. geschlossen und könnte das eigene Angebot für das Hollywoodstudio ebenfalls aufstocken, müsste dies aber nicht zwingend tun. Denn laut Kaufvertrag steht Netflix das Recht zu, jedes überlegene Angebot eines anderen Unternehmens zu gleichen Bedingungen anzunehmen.

Das neunte Angebot von Paramount

Offiziell lehnten alle drei Unternehmen eine Stellungnahme zum Bericht nach Angaben von Variety(öffnet im neuen Fenster) ab.

Vergangene Woche legte Paramount ein neuntes Übernahmeangebot für Warner Bros.(öffnet im neuen Fenster) vor. In einer Standardantwort erklärte Warner Bros. zunächst, dass das geänderte Angebot von Paramount unzureichend sei und es vorerst bei der geplanten Übernahme durch Netflix bleibe.

Für das Film- und Seriengeschäft von Warner Bros. bietet Netflix 27,75 US-Dollar pro Aktie, was vollständig in bar bezahlt werden soll. Das Fernsehgeschäft von Warner Bros. würde eigenständig bleiben. Das Gegenangebot von Paramount beträgt 30 US-Dollar pro Aktie in bar, allerdings würde dann auch das TV-Geschäft von Warner Bros. zu Paramount wechseln.

Damit will Paramount Aktionäre von Warner Bros. locken

Das aktuelle Angebot enthält zudem eine neue sogenannte Ticking Fee in Höhe von 0,25 Dollar pro Aktie für jedes Quartal. Damit sollen Aktionäre von Warner Bros. entschädigt werden, sollte die Übernahme des Hollywoodstudios durch Paramount nicht bis zum 31. Dezember 2026 abgeschlossen sein. Dies entspricht laut Paramount einem Barwert von rund 650 Millionen US-Dollar pro Quartal.

Zudem will Paramount die Kündigungsgebühr in Höhe von 2,8 Milliarden US-Dollar übernehmen, die Warner Bros. an Netflix zahlen müsste, sollte der Kauf nicht zustande kommen.


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