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Der Video-on-Demand-Markt in Deutschland ist hart umkämpft.
Der Video-on-Demand-Markt in Deutschland ist hart umkämpft. (Bild: Jonathan Nackstrand/AFP/Getty Images)

iTunes, Amazon Prime und Netflix

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Apples iTunes-Geschäft umfasst keinerlei Abo-Modell. Der iPhone-Hersteller bietet ausschließlich Pay-per-View zum Leihen und Kaufinhalte an und produziert keine eigenen Inhalte. Es handelt sich also um rein transaktionsgetriebenes Video-on-Demand (TVoD) - im Unterschied zum subskriptionsgetriebenen VoD (SVoD), wie es Netflix und Maxdome unter anderem anbieten. Das Geschäft ist für Apple profitabel und weitgehend risikolos. Darum wird Apple wohl an iTunes festhalten und den Dienst weiter ausbauen. Für abobasierte VoD-Anbieter ist iTunes wegen des rein transaktionsbasierten Ansatzes keine Konkurrenz.

Amazon Prime Instant Video

Für 49 Euro pro Jahr erhalten Prime-Kunden bei Amazon seit einiger Zeit Zugriff auf eine Online-Video-Bibliothek, die über 12.000 Spielfilme und Serienfolgen umfasst - ein absoluter Kampfpreis. Am 25. September 2014 bringt Amazon mit Fire TV eine eigene TV-Set-Top-Box auf den Markt und hatte zur Ifa 2014 mit den Vorbestellungen begonnen. Wer das Gerät jetzt vorbestellt, wird es wohl erst nächstes Jahr geliefert bekommen. Für Amazon ist das Betreiben eines eigenen VoD-Dienstes Mittel zum Zweck, die Kunden in der Amazon-Welt zu halten.

Dabei agiert Amazon etwas ähnlich wie Apple. Genau wie der iPhone-Konzern bietet Amazon für seine Hardware Inhalte, die gut aufeinander abgestimmt sind. Und das oft zu einem vergleichsweise günstigen Preis. Amazon hat in der Vergangenheit bewiesen, dass der Konzern extrem langfristig agiert und er hat die entsprechenden finanziellen Reserven dafür. Amazon Prime Instant Video wird dem deutschen Markt also noch lange erhalten bleiben und einer der härtesten Wettbewerber für Maxdome und Netflix sein. Gerade weil der E-Commerce-Anbieter nicht darauf angewiesen ist, das VoD-Geschäft schnell profitabel zu bekommen. Wie Netflix hat Amazon bereits eigene Inhalte für seinen Streaming-Dienst produzieren lassen, etwa die Comedy-Serie Betas.

Netflix

Netflix ist der interessante Neuzugang im hiesigen VoD-Markt. Der US-Konzern machte vor allem Schlagzeilen wegen der eigenproduzierten Serie House of Cards mit Hollywood-Star Kevin Spacey als intrigantem US-Politiker. In Deutschland startet Netflix unter anderem mit der HBO-Krimiserie Fargo mit Billy Bob Thornton und Martin Freeman, der Eigenproduktion Orange is the new black und einer Serienadaption des Horrorstreifens From Dusk Till Dawn. Von House of Cards gibt es bei Netflix nur die ersten beiden Staffeln, denn die Erstausstrahlungsrechte für die dritte Staffel liegen nach wie vor bei Sky. Kein Wunder: Der Verkauf der Premierenrechte an Sky dürfte vertraglich schon länger geregelt sein. Netflix dürfte der Rechteverkauf jetzt mehr bringen, als die Serie im eigenen Angebot exklusiv zu zeigen.

Netflix dürfte in Deutschland zunächst klein anfangen. Netflix-Boss Reed Hastings gab sich schon gegenüber dem Spiegel erstaunlich bescheiden: "Auch wenn wir Dritter oder Fünfter sind, ist das in Ordnung." Ungewohnt kleinlaute Töne von der weltweiten Nummer 1 im Online-Video-Business. Preislich orientiert sich Netflix zum Start an gehobenen deutschen Standards: 7,99 Euro kostet ein SD-Stream monatlich, 8,99 Euro im Monat sind es für zwei HD-Streams und 11,99 Euro monatlich kostet das Familienpaket mit vier 4K-Streams. Nicht zu teuer, aber auch kein Schnäppchen. Bei Maxdome kostet das Monatsabo in HD-Qualität 7,99 Euro. Amazons Prime Instant Video und Skys Snap sind jeweils deutlich günstiger.

Fazit

Wer den deutschen Fernsehmarkt erobern will, braucht viel Geduld. Das weiß auch Sky-Investor Rupert Murdoch: 20 Jahre hat es gedauert, bis Sky, vormals Premiere, in Deutschland erstmals einen bescheidenen, operativen Gewinn ausweisen konnte. Mit den finanziell üppig ausgestatteten öffentlich-rechtlichen Sendern, zwei großen Privatsender-Konglomeraten und bereits einigen internationalen Teilnehmern ist der hiesige Bewegtbild-Markt schon jetzt überbesetzt.

Viel wird davon abhängen, wie lange Netflix durchhalten kann und will. Netflix wird in zwei Jahren gewiss anders aussehen als heute. Die "House of Cards"-Premieren-Rechte müssen nicht ewig bei Sky liegen und Netflix hat nach eigenen Angaben in den kommenden zwei Jahren 20 neue eigene Serien in Produktion. Die nächsten Monate und Jahre werden zeigen, wie sehr sich der Streaming-Markt in Deutschland durch Netflix verändert.

 Netflix-Start in Deutschland: Der Kampf um den Video-on-Demand-Markt

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Garius 22. Sep 2014

Du hast die einfallsreichste Signatur die ich jemals gesehen hab. Ich hab mich echt für...

mgh 22. Sep 2014

5 Geräte ist eben auch wieder so ne schwammige Aussage, hab mich halt nie damit...

PiranhA 18. Sep 2014

Das ist aber nicht die Zielgruppe. Die Serienfreaks möchten die Serie ein Tag nach...

Clown 17. Sep 2014

Ja, wobei ich Kino ausklammern würde. Das ist noch mal eine ganz eigene Welt. Korrekt...

robinx999 17. Sep 2014

Aber du umgehst ihn Doch. Der HDMI Grabber sagt kann ich nicht aufzeichnen da...



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