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Netflix, Spotify und Co.: Keine Beschränkungen für Streaming-Abos im EU-Ausland

Das EU-Parlament billigt ein Verbot von Einschränkungen bei der Nutzung kostenpflichtiger Streaming-Abos im EU-Ausland. Bisher ist der Zugriff auf Musik oder Filme im Streaming-Verfahren oft nur im Heimatland möglich. Das wird sich bis nächstes Jahr jedoch ändern.

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Streaming-Abos können derzeit vielfach nur im Heimatland genutzt werden.
Streaming-Abos können derzeit vielfach nur im Heimatland genutzt werden. (Bild: Screenshot Golem.de)

Ab 2018 gibt es mehr Freiheit für Kunden von Streaming-Abo-Diensten. Wer etwa für Amazon Prime Video, Netflix, Sky, Spotify oder einen ähnlichen Anbieter zahlt, kann die Inhalte derzeit oft nicht nutzen, wenn er sich im Ausland befindet. Das wird sich bald zumindest innerhalb der EU ändern. Denn das EU-Parlament hat eine dafür nötige Gesetzesänderung mit deutlicher Mehrheit gebilligt. Bei 34 Gegenstimmen und 8 Enthaltungen gab es 586 Stimmen für das Vorhaben.

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Anbieter solcher Streaming-Abos verhindern bisher oft den Zugriff darauf, wenn sich der Kunde im Ausland aufhält - auch innerhalb der EU. Dieses als Geoblocking bezeichnete Verfahren darf dann nicht länger angewendet werden. Die Ausstrahlungsrechte für die Inhalte gelten oftmals nur für ein bestimmtes Land und damit haben Anbieter gerechtfertigt, dass die Inhalte im Ausland oft nicht zur Verfügung stehen.

Das berücksichtigt das EU-Parlament, daher müssen die Anbieter so tun, als ob sich der Kunde im eigenen Land befindet, wenn er sein Streaming-Abo im EU-Ausland nutzen möchte. Dafür dürfen keine zusätzlichen Gebühren erhoben werden. Noch ist unklar, ob die Diensteanbieter möglicherweise allgemein die Abogebühren erhöhen.

Kunden sollen ihre bezahlte Leistung nutzen können

Die EU will sicherstellen, dass Kunden ihre bezahlte Dienstleistung auch im EU-Ausland nutzen können. Die Gesetzesänderung sieht vor, dass der Zugriff auf die Dienste nur bei einem vorübergehenden Auslandsaufenthalt gewährleistet sein muss - wenn sich der Kunde also im Urlaub befindet oder aber eine längere Zeit im Ausland tätig ist. Die Anbieter werden daher dazu verpflichtet, den Wohnsitz ihrer Kunden zu prüfen und abhängig davon die betreffenden Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Die EU-Kommission gestattet den Diensteanbietern künftig, das Heimatland des Kunden über ausgewählte Verfahren zu verifizieren. Dazu gehört eine elektronische Identifizierung, die Berücksichtigung der Zahlungsdaten, Steuerkenndaten, die Postanschrift oder die IP-Adresse. Dabei müssen die Unternehmen ihre Kunden darüber informieren, welches Verfahren zur Identifizierung verwendet wird und wie die betreffenden Daten geschützt werden.

Ab Anfang 2018 könnte es so weit sein

Im nächsten Schritt wird der Entwurf formell vom EU-Ministerrat gebilligt, danach müssen die EU-Staaten der neuen Regelung offiziell zustimmen. Das gilt als reine Formsache. Derzeit wird damit gerechnet, dass die neue Richtlinie ab Anfang 2018 für Diensteanbieter gelten wird.

Generell gilt die Verpflichtung nur für kostenpflichtige Abo-Dienste. Wenn Streaming-Inhalte ohne Bezahlung angeboten werden, gelten diese Vorgaben nicht. Aber auch diese Anbieter können ihre Dienste entsprechend anpassen, damit Reisende im EU-Ausland auf die heimischen Inhalte zugreifen können.



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ptepic 24. Mai 2017

Sei bloß vorsichtig. Diese Kreise stehen meist nur...

Tim4497 22. Mai 2017

Ähh ich bin da jetzt nicht der Profi, aber könnte das nicht auch einfach nur heißen, das...

|=H 19. Mai 2017

Gerade mit der BBC wird es wohl zukünftig eher schwieriger als einfacher ;)

|=H 19. Mai 2017

Das kommt doch nur darauf an, wie die die Prüfung umsetzen. In dem Artikel heißt es doch...

tbone 19. Mai 2017

Nein, Sie werden verpflichtet meine zu Hause bezahlten Medien auch im EU Ausland zur...


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