Netflix, Spotify und Co.: Apple ändert App-Store-Regel auf Druck von Kartellbehörde

Künftig will Apple Anbietern wie Netflix und Spotify erlauben, in ihren Apps Links zur Erstellung eines Kontos zu integrieren.

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Apple plant neue Regeln für den App Store - nicht ganz freiwillig.
Apple plant neue Regeln für den App Store - nicht ganz freiwillig. (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)

Die japanische Kartellbehörde hat Apple dazu gebracht, die Regeln für den App Store zu ändern. Apple will Apps wie Netflix, Disney+, Amazon Music oder Spotify demnächst erlauben, in ihren Apps einen Link zur Erstellung eines Kontos zu setzen. Diese Änderung soll für Apps gelten, die ausschließlich digitale Inhalte zum Konsum anbieten. Apple bezeichnet solche Produkte als Leser-Apps, ohne dass damit nur Lesetätigkeiten gemeint sind.

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Bis es so weit sein wird, dauert es aber noch. Apple will die Änderung am App Store Anfang nächsten Jahres umsetzen. Nach Angaben des Unternehmens wird damit eine Untersuchung der japanischen Kartellbehörde Japan Fair Trade Commission (JFTC) beendet. In einer Mitteilung bestätigt die Behörde die Einigung mit Apple.

Sie hat Apple vorgeworfen, mit den derzeit geltenden App-Store-Regeln Unternehmen beim Vertrieb ihrer Produkte zu behindern und damit den Wettbewerb zu stören. Nach Angaben der japanischen Behörde hat Apple einen Vorschlag unterbreitet, um die laufende Untersuchung zu beenden und so einen Schuldspruch in der Frage zu kassieren.

Japanisches Kartellverfahren begann 2016

Das Verfahren wird aber erst beendet, wenn Apple die abgestimmten Änderungen umgesetzt hat, und das wird von der Behörde kontrolliert. Seit 2016 läuft das Kartellverfahren in Japan gegen Apple wegen des Vorwurfs der Störung des Wettbewerbs.

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Apple braucht nach eigenen Angaben mindestens noch vier Monate, um die eigenen Richtlinien und Prüfverfahren zu aktualisieren. Nach Angaben des Unternehmens geht es auch darum, der Kundschaft von Netflix, Disney, Amazon oder Spotify eine sichere Erfahrung im App Store bieten zu können. Nähere Angaben macht die Firma dazu nicht. Für Apple sind In-App-Käufe der sicherste Weg, Produkte im App Store zu verkaufen.

Derzeit verbietet Apple Anbietern von Abodiensten, in ihren Apps darauf hinzuweisen, Abos auch abseits von Apples App-Store-System abschließen zu können. Wenn ein Abo über den App Store abgeschlossen wird, müssen Anbieter im ersten Jahr 30 Prozent der Abogebühren an Apple abführen. Ab dem zweiten Jahr verringert sich der Anteil auf 15 Prozent.

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Apple hat kürzlich eine Sammelklage abgewendet

Aus diesem Grund bieten Anbieter in ihren Apps keine Möglichkeit an, ein Abo zu buchen. Kunden sehen dann nach der Installation nur einen Anmeldebildschirm und bisher keine Hinweise darauf, wie ein Konto erstellt werden kann.

Vor einer Woche hat Apple Änderungen der App-Store-Richtlinien angekündigt, wonach App-Anbieter die Kundschaft ihrer App künftig per E-Mail darüber informieren dürfen, auf welche Weise kostenpflichtige Inhalte auch außerhalb von Apples Ökosystem bezahlt werden können. Dieses Zugeständnis machte das Unternehmen, um eine Sammelklage in den USA abzuwenden. Die Einigung zwischen Apple und den Klägern sieht vor, dass Entwickler insgesamt 100 Millionen US-Dollar vom Unternehmen erhalten.

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