Netflix, Spotify, Steam und Co.: Streaming-Abos bald auch im EU-Ausland nutzbar

Kunden kostenpflichtiger Streaming-Abos können diese bald auch im EU-Ausland nutzen. Bisher ist der Zugriff auf Musik, Filme und Spiele oft nur im Heimatland möglich. Bis es soweit ist, dauert es aber noch.

Artikel veröffentlicht am ,
Streaming-Abos können derzeit vielfach nur im Heimatland genutzt werden.
Streaming-Abos können derzeit vielfach nur im Heimatland genutzt werden. (Bild: Screenshot Golem.de)

Mehr Freiheit bei der Verwendung kostenpflichtiger Streaming-Abos - das können Kunden bald erwarten. Verhandlungsführer der EU-Staaten, der EU-Kommission und des Europaparlaments wollen Anbietern auferlegen, dass Streaming-Abos auch im EU-Ausland vollständig nutzbar sind. Derzeit unterbinden viele Anbieter genau das mittels Geoblocking. Ab Anfang nächsten Jahres soll das nicht mehr erlaubt sein.

Geoblocking wird verbannt

Stellenmarkt
  1. Digital Talents (m/w/d)
    Bundeskriminalamt, Wiesbaden, Berlin, Meckenheim
  2. IT Manager / Digitalisierungsarchitekt (m/w/d)
    Siedlungswerk GmbH, Stuttgart
Detailsuche

Wer derzeit als Kunde eines Video-Streaming-Abos ins Ausland reist, kann dort nicht auf die gleichen Filme und Serien wie im Heimatland zugreifen. Teilweise ist sogar gar kein Zugriff auf die Inhalte des Streaming-Anbieters möglich, wenn sich der Kunde nicht im Heimatland aufhält. Diese Regeln gelten für Anbieter von Streaming-Abos aus verschiedenen Branchen; neben dem Bereich Filme und Serien etwa auch für Musik und Spiele.

Die EU-Kommission gestattet den Diensteanbietern künftig, das Heimatland des Kunden über ausgewählte Verfahren zu verifizieren. Dazu gehört eine elektronische Identifizierung, die Berücksichtigung der Zahlungsdaten, Steuerkenndaten, die Postanschrift oder die IP-Adresse. Dabei müssen die Unternehmen ihre Kunden informieren, welches Verfahren zur Identifizierung verwendet wird und wie die betreffenden Daten geschützt werden.

Weitere Planung

Im nächsten Schritt muss die Einigung vom Europarat und vom Europaparlament abgesegnet werden. Derzeit ist geplant, dass die Änderung Anfang 2018 in Kraft tritt. Anbietern wird eine Übergangsfrist von neun Monaten eingeräumt. Somit könnte es passieren, dass Kunden erste Ende 2018 davon profitieren können.

Golem Akademie
  1. Linux-Shellprogrammierung: virtueller Vier-Tage-Workshop
    8.–11. März 2021, Virtuell
  2. Hands-on C# Programmierung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    1.–2. Dezember 2021, virtuell
Weitere IT-Trainings

Generell gilt die Verpflichtung nur für kostenpflichtige Abo-Dienste. Wenn Streaming-Inhalte ohne Bezahlung angeboten werden, gelten diese Vorgaben nicht. Aber auch diese Anbieter können ihre Dienste entsprechend anpassen, damit Reisende im EU-Ausland auf die heimischen Inhalte zugreifen können.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


bombinho 12. Feb 2017

Klingt logisch, vernachlaessigt aber, dass dem Zahlenden die Leistung verweigert wird...

Berner Rösti 09. Feb 2017

Okay, danke für die Info.

torrbox 08. Feb 2017

Ist halt so, das Filme heutzutage stark auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Wenn man...

jayrworthington 08. Feb 2017

Ja. Und? Genau das werden wir sehen... Solches Zeug der EU ist immer nur auf "den Feind...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wemax Go Pro
Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand

Der Wemax Go Pro setzt auf Lasertechnik von Xiaomi. Der Beamer ist klein und kompakt, soll aber ein großes Bild an die Wand strahlen können.

Wemax Go Pro: Mini-Projektor für Reisen strahlt 120-Zoll-Bild an die Wand
Artikel
  1. Snapdragon 8cx Gen 3: Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel
    Snapdragon 8cx Gen 3
    Geleaktes Qualcomm-SoC erreicht das Niveau von AMD und Intel

    In Geekbench wurde der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 gesichtet. Er kann sich mit Intel- und AMD-CPUs messen, mit Apples M1 aber wohl nicht.

  2. Air4: Renault 4 als Flugauto neu interpretiert
    Air4
    Renault 4 als Flugauto neu interpretiert

    Der Air4 ist Renaults Idee, wie ein fliegender Renault 4 aussehen könnte. Mit der Drohne wird das 60jährige Jubiläum des Kultautos gefeiert.

  3. MS Satoshi: Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs
    MS Satoshi
    Die abstruse Geschichte des Bitcoin-Kreuzfahrtschiffs

    Kryptogeld-Enthusiasten kauften ein Kreuzfahrtschiff und wollten es zum schwimmenden Freiheitsparadies machen. Allerdings scheiterten sie an jeder einzelnen Stelle.
    Von Elke Wittich

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops (u. a. Lenovo Ideapad 5 Pro 16" 829€) • MS Surface Pro7+ 888€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /