Netflix-Serie The Silent Sea: Im Weltall hört dich niemand gähnen
In der neuen Sci-Fi-Serie aus Südkorea suchen Astronauten auf dem Mond nach etwas, das der sterbenden Erde helfen soll. Leider ist das sterbenslangweilig.
Netflix hat im Laufe der Jahre schon mit einigen südkoreanischen Serien Erfolg gehabt und das Segment in seinem Programm kontinuierlich ausgebaut. Selbst Apple TV+ ist mit der Science-Fiction-Serie Dr. Brain auf den Zug aufgesprungen.
Nicht alle Serien sind erfolgreich, viele finden jedoch über Südkorea hinaus ein interessiertes Publikum - wie beim Kino, wo es seit gut 20 Jahren ebenfalls herausragende Filme aus Südkorea gibt. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die neue SF-Serie The Silent Sea ist eher Messing.
Die Serie spielt in der nahen Zukunft: Auf der Erde hat sich extreme Dürre breitgemacht. Flüsse sind ausgetrocknet, Meere zurückgegangen. Die Menschen leben mit rationiertem Wasser, da die Ressourcen nicht mehr für alle reichen.
In dieser Situation wird eine Gruppe von Astronauten zum Mond geschickt. Dort befindet sich eine Raumstation, zu der der Kontakt abgebrochen ist. Die Astronauten sollen seltene Proben sicherstellen, man verrät ihnen aber nicht, worum es sich dabei handelt.
In der Station bietet sich ihnen ein Bild des Grauens. Überall liegen Leichen. Was die Menschen tötete? Ungewiss. Aber ein kleines Mädchen hat überlebt.
The Silent Sea sieht hervorragend aus. Die Sets der Mondbasis sind ausgesprochen schön gestaltet, die CGI-Effekte von der Landung und dem Mondsetting sind ebenfalls auf sehr hohem Niveau. Man sieht der Serie an, dass durchaus ein hohes Budget vorhanden war.
Hohe Produktionswerte
Rein technisch gibt es also nichts zu mäkeln. Aber leider sind Ausstattung und Effekte so ziemlich das Einzige, was bei dieser Serie wirklich funktioniert.
Video: The Silent Sea - Trailer [2:28]
Na gut, das Setting mit einer Erde der Zukunft, in der die Ressourcen schwinden und Durst und Hunger regieren, hat seinen Reiz, ist aber letztlich nur der Hintergrund für die Geschichte.
Denn schon nach wenigen Minuten verlässt man die Erde. Die Frage, wie eine Gesellschaft funktioniert, in der Notstand herrscht, wird nicht weiter behandelt. Dabei wäre das der interessantere Aspekt der Serie gewesen.