Netflix-Konkurrenz: Disney enttäuscht Anleger - Streaming-Boom flaut ab

Das Wachstum beim Netflix-Konkurrenten Disney+ fällt deutlich geringer aus als von Analysten erwartet.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Disney hat enttäuschende Quartalszahlen genannt.
Disney hat enttäuschende Quartalszahlen genannt. (Bild: Reuters)

Disney ächzt weiter unter der Coronakrise: Die Vergnügungsparks laufen auf Sparflamme, die Kreuzfahrten gar nicht - und auch der Andrang auf das bislang florierende Streaming-Geschäft blieb zuletzt aus.

Stellenmarkt
  1. Expertinnen bzw. Experten Qualitätssicherung Softwareentwicklung (w/m/d)
    Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
  2. Trainee (m/w/d)
    VOLTARIS GmbH, Maxdorf
Detailsuche

Nach dem fulminanten Start des Streamingdienstes Disney+ litt der Netflix-Rivale im jüngsten Geschäftsquartal unter mangelnden Film- und Serienhits. Da die Pandemie den Rest von Disneys Unterhaltungs-Bereich weitgehend lahmlegt, ist das Unternehmen auf die Streamingdienste angewiesen.

Anders als in den Vorquartalen konnte Disney+ die Bilanz diesmal nicht aufhübschen. Der Streamingdienst beendete das erste Quartal 2021 mit knapp 104 Millionen Abonnenten, wie Disney am Donnerstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Damit kamen in den zurückliegenden drei Monaten lediglich rund neun Millionen neue Kunden hinzu.

Analysten hatten mehr Abos für Disney+ erwartet

Analysten hatten im Schnitt mit deutlich mehr gerechnet. Anfang März 2021 erreichte Disney+ erstmals 100 Millionen Abonnenten - seitdem kamen nur 4 Millionen weitere dazu. Bis 2024 will das Unternehmen mit Disney+ 230 bis 260 Millionen Abonnenten gewinnen.

Disney+ war im November 2019 zunächst unter anderem in den USA gestartet und verzeichnete seitdem ein starkes Wachstum. Seit März 2020 gibt es Disney+ in Deutschland.

Aktie von Disney fiel um rund vier Prozent

Anleger reagierten enttäuscht auf die Zahlen, die Aktie fiel nachbörslich um rund vier Prozent. Disneys Quartalsbericht hatte auch sonst wenig Erfreuliches zu bieten. Die unternehmensweiten Erlöse sanken im Jahresvergleich um 13 Prozent auf 15,6 Milliarden US-Dollar (12,9 Milliarden Euro). Der Gewinn stieg zwar auf 901 Millionen US-Dollar, was fast einer Verdopplung gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Allerdings hatten hohe Kosten wegen der Pandemie und weitaus höhere Steuern das Ergebnis vor einem Jahr um 90 Prozent einbrechen lassen.

In normalen Zeiten tragen Disneys Vergnügungsparks, Ferienresorts und Kreuzfahrten einen großen Teil zum Umsatz bei, doch die Coronapandemie brachte das Geschäft zum Erliegen. Die großen Themenparks wie Disney World und Disneyland sind inzwischen zwar wieder geöffnet, aufgrund der Pandemie aber teilweise mit erheblichen Beschränkungen. Die Sparte verbuchte im jüngsten Quartal einen Umsatzeinbruch von 44 Prozent und erlitt einen Betriebsverlust von 406 Millionen US-Dollar.

Auch den Hollywood-Studios des Micky-Maus-Unternehmens macht die Krise weiter zu schaffen. Zum einen bremsen Corona-Beschränkungen Film- und Serienproduktionen aus, zum anderen sind viele Kinos weiterhin geschlossen. Disneys bislang einziger Blockbuster in diesem Jahr, Raya und der letzte Drache, spielte deutlich weniger ein als das Unternehmen es sonst gewohnt ist. Insgesamt machte die Medien- und Entertainment-Sparte, zu der das klassische TV-Kabelgeschäft und die Streaming-Dienste zählen, nur ein Umsatzplus von einem Prozent.

Weiterer VIP-Film für Disney+ genannt

Disney nutzte die Bekanntgabe der Quartalszahlen dazu, mit Jungle Cruise einen weiteren Film als sogenannten VIP-Titel anzukündigen. Gegen eine Zusatzgebühr erscheint Jungle Cruise im Rahmen des Abos von Disney+ parallel zum Kinostart am 30. Juli 2021. Der Filmtitel bezieht sich auf eine Attraktion in den Disneyland-Vergnügungsparks, die Handlung des Films soll daran anknüpfen.

Zudem will Disney die beiden Spielfilme Free Guy sowie Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings 45 Tage nach Kinostart als Stream bereitstellen. Damit wird der Zeitraum verkürzt, bis ein Film nach dem Kinostart anderweitig verfügbar ist.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Georg T.
Wieder Haft gegen Nichtzahler der Rundfunkgebühr

Georg T. sitzt seit 109 Tagen in Haft. Grund dafür sind 1.827 Euro Schulden für die Rundfunkgebühr - seine Haft kostet rund 18.000 Euro.

Georg T.: Wieder Haft gegen Nichtzahler der Rundfunkgebühr
Artikel
  1. MIG: Scheuers Funkloch GmbH hat erst zwei Stellen besetzt
    MIG
    Scheuers Funkloch GmbH hat erst zwei Stellen besetzt

    Der Bundesverkehrsminister scheint kein Personal für die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft zu finden.

  2. Square Enix: Action-Adventure mit den Guardians of the Galaxy angekündigt
    Square Enix
    Action-Adventure mit den Guardians of the Galaxy angekündigt

    E3 2021 Erinnert an Mass Effect, aber mit Humor und Groot: Square Enix will noch 2021 das Solo-Abenteuer Guardians of the Galaxy veröffentlichen.

  3. Bethesda: Starfield mit Rätseln und Doom Eternal mit 120 fps
    Bethesda
    Starfield mit Rätseln und Doom Eternal mit 120 fps

    E3 2021 Der Teaser von Starfield lädt zum Knoblen ein, Redfall bietet Blutsauger - und Doom Eternal erhält das Next-Gen-Grafikupdate.

Termuellinator 15. Mai 2021 / Themenstart

Sehe ich genauso. Zersplitterung des Marktes, Exklusivität statt kundenorientierte...

Its_Me 14. Mai 2021 / Themenstart

Mich würde ja mal interessieren, wie die Abonnenten gezählt werden. Ich habe Disney z.B...

Emulex 14. Mai 2021 / Themenstart

Tun sie doch garnicht. Aber versuch doch mal als Aussenstehender einzuschätzen wie das...

reverie 14. Mai 2021 / Themenstart

Ich sehe ehrlich gesagt keinen Unterschied! Disney+ ist auch in Deutschland ein bisschen...

psyemi 14. Mai 2021 / Themenstart

Naja ich bin vor Corona ca 1 mal im Monat mit 10-20 Kollegen ins Kino gegangen. Davor...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Alternate (u. a. MSI Optix 27" WQHD/165 Hz 315,99€ und Fractal Design Vector RS Blackout Dark TG 116,89€) • Corsair Hydro H80i V2 RGB 73,50€ • Apple iPad 10.2 389€ • Razer Book 13 1.158,13€ • Fractal Design Define S2 Black 99,90€ • Intel i9-11900 379€ • EPOS Sennheiser GSP 600 149€ [Werbung]
    •  /