Netflix gibt auf: Paramount zahlt für Warner Bros. 111 Milliarden US-Dollar
Im Bieterwettstreit um das Hollywoodstudio Warner Bros. will Netflix nach eigenen Angaben kein neues Angebot unterbreiten. Das öffnet den Weg für die Übernahme von Warner Bros. Discovery durch Paramount. Unmittelbar zuvor hatte Warner Bros. ein nochmals verbessertes Gebot von Paramount formal als "überlegen" eingestuft.
Die beiden Netflix-Co-Chefs, Ted Sarandos und Greg Peters, betonten, die ursprünglich mit Warner Bros. ausgehandelte Transaktion hätte einen Mehrwert für die Aktionäre geschaffen und einen klaren Weg zur behördlichen Genehmigung geboten. Eine Übernahme von Warner Bros. zu dem höheren Preis des Paramount-Angebots sei "finanziell nicht mehr attraktiv" , erklärten Sarandos und Peters(öffnet im neuen Fenster) .
Der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery(öffnet im neuen Fenster) hielt trotz des neuen Paramount-Angebots an seiner Empfehlung an die Aktionäre fest, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen, wie es in einer nach US-Börsenschluss veröffentlichten Mitteilung hieß. Die Abstimmung darüber wurde für den 20. März 2026 angesetzt. Die Übernahmevereinbarung mit Netflix bleibe in Kraft.
Paramount bietet 28 Milliarden US-Dollar mehr als Netflix
Warner Bros. und Netflix waren Anfang Dezember 2025 eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaminggeschäft zum Preis von knapp 83 Milliarden US-Dollar eingegangen. Wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Aktionäre von Warner Bros. und bot 108,4 Milliarden US-Dollar für das gesamte Unternehmen Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender, darunter CNN.
Danach gab es acht weitere Angebote von Paramount für Warner Bros. Discovery , einige davon wurden allerdings nur über Pressemitteilungen und ähnliche Kanäle verbreitet und dem Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery nicht offiziell vorgelegt. Paramount bietet nach der Erhöhung rund 111 Milliarden US-Dollar für das komplette Unternehmen.
Netflix sackt 2,8 Milliarden US-Dollar ein
"Wir sind überzeugt, dass wir die ikonischen Marken von Warner Bros. gut geführt hätten, so dass unser Deal die Unterhaltungsindustrie gestärkt und mehr Arbeitsplätze in der Produktion in den USA erhalten und geschaffen hätte" , erklärten Sarandos und Peters. "Aber diese Transaktion war immer ein 'Nice to have' zum richtigen Preis, kein 'Must have' um jeden Preis."
Wenn Netflix Warner Bros. nicht übernimmt, wird eine Vertragsstrafe von 2,8 Milliarden US-Dollar fällig, die Netflix erhält. Diese will Paramount für Warner Bros. Discovery begleichen.
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