Netflix: Donald Trump meldet sich zu Warner-Übernahme

Der US-Präsident Donald Trump hat sich zur geplanten Übernahme von Warner Bros. durch Netflix geäußert. "Ich werde auch an der Entscheidung beteiligt sein" , erklärte Trump, der sich dem Branchenmagazin Deadline(öffnet im neuen Fenster) zufolge in der vergangenen Woche mit Netflix-CEO Ted Sarandos getroffen hatte.
"Er war letzte Woche im Oval Office, ich habe großen Respekt vor ihm. Er ist ein großartiger Mensch" , sagte Trump weiter. Dem US-Präsidenten zufolge diskutierten er und Sarandos mögliche Garantien für die Fusion, die Anfang Dezember 2025 bekannt wurde. Netflix will das Film- und TV-Produktionsgeschäft von Warner Bros. für 82,7 Milliarden US-Dollar übernehmen.
Donald Trump zufolge hätte das aus der Übernahme entstehende Unternehmen eine große Marktmacht. "Sie haben einen sehr großen Marktanteil, und mit Warner Bros. steigt ihr Marktanteil noch einmal deutlich an" , so Trump.
Übernahme soll binnen anderthalb Jahren abgeschlossen sein
"Das könnte ein Problem sein" , erklärt der US-Präsident. Das zu beurteilen, sei allerdings eine Sache für Wirtschaftsexperten. Der Übernahmeprozess soll in den nächsten zwölf bis 18 Monaten abgeschlossen sein – so er denn kartellrechtlich erlaubt wird.
Netflix bot nach Bekanntwerden von exklusiven Verhandlungen mit Warner Bros. 27,75 US-Dollar pro Aktie. Der Deal schließt das Kabelfernsehgeschäft von Warner Bros. nicht ein; dieses soll vor der Übernahme separat veräußert werden.
Netflix gewann die Bieterschlacht um Warner Bros. für Branchenbeobachter etwas überraschend gegen Paramount Skydance und Comcast. Paramount Skydance unter seinem CEO David Ellison warf Warner Bros. vor, den Übernahmeprozess so zu gestalten, dass er Netflix bevorzuge.



