Streaming: Kunden nutzen wegen Netflix teure Netzzugänge - sagt Netflix

Netflix meint, seine Kunden würden sich für das Streaming bessere Internetzugänge bei den Telekommunikationskonzernen anmieten. "Die Telekom-Firmen wollen als gute Kapitalisten diese Erlöse behalten und uns gleichzeitig zur Kasse bitten", sagte Netflix-Chef Reed Hastings.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix-Chef Reed Hastings
Netflix-Chef Reed Hastings (Bild: David Becker/Getty Images)

Netflix-Gründer und -Chef Reed Hastings hat sich im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) für Netzneutralität eingesetzt und die Telekommunikationskonzerne angegriffen. Die EU-Kommission will gleiche Rahmenbedingungen für europäische Netzbetreiber und Internetfirmen aus den USA durchsetzen. Die Netzbetreiber beschweren sich oft, dass Internetunternehmen mit ihrer Infrastruktur Geld verdienen, ohne sich am Aufbau zu beteiligen. Netflix gilt mit 24 Exabyte im Quartal als einer der größten Erzeuger von hohem Datenvolumen.

Hastings entgegnete der dpa: "Deren Kunden wollen Netflix nutzen, deswegen holen sie sich auch teurere Verträge mit höherer Internetgeschwindigkeit. Die Telekom-Firmen wollen als gute Kapitalisten diese Erlöse behalten und uns gleichzeitig zur Kasse bitten. Das ergibt keinen Sinn." Richtig sei aus seiner Sicht: "Die Telekom-Betreiber zahlen für das Netz, wir zahlen für die Inhalte - und der Kunde entscheidet, zu welchem Dienst er geht. Das ist Netzneutralität, wenn der Kunde entscheidet."

Netflix zahlt für Streaming in den USA

Der Streaminganbieter hatte im vierten Quartal 2014 an seine Nutzer ein Datenvolumen von 24 Millionen TByte gestreamt. Diese Angaben hatte das Magazin Cord Cutters News geschätzt. Netflix macht zu dem Datenvolumen selbst keine Angaben. 1 Exabyte entspricht 1 Million Terabytes. Grundlage der Berechnungen ist die Annahme, dass eine HD-Filmstunde ein Volumen von 3 GByte erzeugt. Damit würden pro Monat 8 Millionen TByte zu den Zuschauern gestreamt.

In der Vergangenheit hatte sich das Portal Netflix beklagt, dass seine Inhalte von den Kabelnetzbetreibern nicht schnell genug übertragen würden. Deshalb hatte Netflix schließlich mit allen vier großen US-Anbietern Verträge über bezahltes Peering abgeschlossen. Die Interconnection-Praxis der Provider soll "verhältnismäßig und zumutbar" sein. Auch wird ihnen "angemessenes Netzwerkmanagement" erlaubt. Allerdings nur aus technischen und nicht aus geschäftlichen Gründen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


jaykay2342 13. Mai 2015

Das ist natürlich richtig. Aber genauso kannst du nicht einfach die Maximale Bandbreite...

Fuchur 13. Mai 2015

Das Problem ist doch ganze einfach: Die Tkomiker verkauft ihren Kunden sagen wir mal 50...

jaykay2342 13. Mai 2015

Vom Traffic her aber überwiegend. Die Telekom muss von Level3 auch keinen traffic...

nille02 13. Mai 2015

Haben sie eben nicht, bzw. dessen ISP nicht. Der verkauft Volumen was er nicht los...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Whistleblower
Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen

Wieder hat sich in den USA ein ehemals hochrangiger Militär und Beamter über Kontakte mit Aliens geäußert.

Whistleblower: Ehemaliger US-Konteradmiral äußert sich zu Außerirdischen
Artikel
  1. Schadstoffnorm 7: Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos
    Schadstoffnorm 7
    Neue Grenzwerte für Abrieb gelten auch für E-Autos

    Die neue Euronorm 7 legt nicht nur Grenzwerte für Bremsen- und Reifenabrieb fest, sondern auch Mindestanforderungen für Akkus.

  2. Ramjet: General Electric testet Hyperschalltriebwerk
    Ramjet
    General Electric testet Hyperschalltriebwerk

    Das Triebwerk soll Flüge mit Mach 5 ermöglichen.

  3. Elektroautos: Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie
    Elektroautos
    Mercedes und Stellantis übernehmen komplette Umweltprämie

    Nach dem abrupten Aus der staatlichen Förderung springen erste Hersteller von Elektroautos ein.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Last-Minute-Angebote bei Amazon • Avatar & The Crew Motorfest bis -50% • Xbox Series X 399€ • Cherry MX Board 3.0 S 49,95€ • Crucial MX500 2 TB 110,90€ • AVM FRITZ!Box 7590 AX + FRITZ!DECT 500 219€ [Werbung]
    •  /