Abo
  • Services:

Netflix-Bewertungssystem: Aus Sternen wird ein Daumen

Ein Daumen ist beliebter als viele Sterne. Netflix wird in Kürze das bisherige Fünf-Sterne-Bewertungssystem aufgeben. Stattdessen werden Zuschauer weniger genau entscheiden können, ob ihnen ein Film oder eine Serie gefallen hat. Netflix verspricht trotzdem verbesserte Empfehlungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Neues Bewertungssystem für Netflix kommt.
Neues Bewertungssystem für Netflix kommt. (Bild: Frederick M. Brown/Getty Images)

Netflix will erreichen, dass möglichst viele Kunden die Inhalte bewerten, die sie ansehen. Das bisherige Fünf-Sterne-Bewertungssystem habe das nicht geschafft. Daher werden alle Netflix-Nutzer im April ein neues Bewertungssystem erhalten. Dann können sie nur noch entscheiden, ob ihnen ein Film oder eine Serie gut oder schlecht gefallen hat, berichten übereinstimmend The Verge und Fast Company, die beide bei einem Netflix-Termin in den USA waren.

Nur noch Daumen hoch oder runter

Stellenmarkt
  1. Fresenius Netcare GmbH, Bad Homburg vor der Höhe
  2. Universität Potsdam, Potsdam

Statt des Fünf-Sterne-Systems gibt es dann unter jedem Film und jeder Serie einen Daumen. Der Kunde kann nur noch sagen, ob es ihm gut gefallen hat oder er unzufrieden war. Es gibt keine Möglichkeit mehr, einen Film oder eine Serie als mittelmäßig einzustufen. Es hängt vom Zuschauer ab, ob er sich für ein Lob oder für einen Verriss entscheidet. Nach Aussage von Netflix sei das Fünf-Sterne-System veraltet und die Nutzer seien an Daumenbewertungen gewöhnt.

Bereits vor mehr als einem Jahr wurde bekannt, dass Netflix das bisherige Bewertungssystem aufgeben wird. Damals gab es keinen Hinweis darauf, dass das am Ende fast eineinhalb Jahr dauern wird. Nach Aussage von Netflix erhielten ausgewählte Kunden in den vergangenen Monaten bereits das neue Bewertungssystem.

Daumen versprechen mehr Bewertungen

Mit der Daumenbewertung habe es einen Anstieg von 200 Prozent bei den Bewertungen gegeben. Das bisherige Bewertungssystem diente auch zur Anzeige, wie gut einem ein Titel voraussichtlich gefallen wird. Wenn ein Titel durch Tippen auf den jeweiligen Stern bewertet wird, ändert sich die Farbe von Rot auf Gelb.

Die Bewertungen versprechen Kunden, Inhalte besser präsentiert zu bekommen. Im Idealfall werden Netflix-Kunden vor allem die Filme und Serien vorgeschlagen, die ihnen sehr gut gefallen würden. Ein Algorithmus soll hierbei quasi Nutzer mit einem ähnlichen Filmgeschmack zusammenführen. Wenn einem Kunden ein Film gut gefallen hat, erhält ein anderer mit ähnlichen Vorlieben einen Hinweis darauf. Damit will sich Netflix von der Konkurrenz abheben.

Bisherige Empfehlungen mit Ausreißern

Die Empfehlungen werden auch mit dem neuen Bewertungssystem fortgeführt. Allerdings ändert sich die Darstellung des Bewertungssystems. Künftig soll der Netflix-Kunde angezeigt bekommen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit in Prozent ist, dass ihm ein Film oder eine Serie gefallen wird. Generell sollen alle Inhalte ausgeblendet werden, die dem Kunden höchstwahrscheinlich nicht gefallen.

Beim bisherigen Bewertungssystem kommt es immer wieder vor, dass Netflix-Kunden Inhalte empfohlen werden, die ihnen laut Algorithmus gar nicht gefallen werden. Und außerdem finden sich in den Vorschlägen auch immer wieder Filme und Serien, die der Kunde bereits bewertet hat und somit schon kennt. Ob es auch hier eine Änderung gibt, ist nicht bekannt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€
  3. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

paxx 17. Mär 2017

Die Anzahl Views im Vergleich zu Nicht-Bewertungen ergeben ja auch ne gewisse Aussagekraft.

Trockenobst 17. Mär 2017

Dafür ist der Algo eigentlich nicht vorgesehen. Dafür sind andere Listen relevant, wie...

Trockenobst 17. Mär 2017

Sehe ich nicht so. Wer sich mit der dahinterliegenden mathematisch komplexen System...

Bouncy 17. Mär 2017

Also was den Punkt angeht muß ich aber sagen, dass das völlig irrelevant ist für die...

h4z4rd 17. Mär 2017

Entschuldigung da habe ich mich missverständlich ausgedrückt. das "überholt" bezog sich...


Folgen Sie uns
       


Apple Watch 4 - Fazit

Die neue Apple Watch bleibt für uns das Maß aller Smartwatch-Dinge.

Apple Watch 4 - Fazit Video aufrufen
Job-Porträt Cyber-Detektiv: Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen
Job-Porträt Cyber-Detektiv
"Ich musste als Ermittler über 1.000 Onanie-Videos schauen"

Online-Detektive müssen permanent löschen, wo unvorsichtige Internetnutzer einen digitalen Flächenbrand gelegt haben. Mathias Kindt-Hopffer hat Golem.de von seinem Berufsalltag erzählt.
Von Maja Hoock

  1. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix
  2. Bundesagentur für Arbeit Ausbildungsplätze in der Informatik sind knapp
  3. IT-Jobs "Jedes Unternehmen kann es besser machen"

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Serverless Computing: Mehr Zeit für den Code
Serverless Computing
Mehr Zeit für den Code

Weniger Verwaltungsaufwand und mehr Automatisierung: Viele Entwickler bauen auf fertige Komponenten aus der Cloud, um die eigenen Anwendungen aufzubauen. Beim Serverless Computing verschwinden die benötigten Server unter einer dicken Abstraktionsschicht, was mehr Zeit für den eigenen Code lässt.
Von Valentin Höbel

  1. Kubernetes Cloud Discovery inventarisiert vergessene Cloud-Native-Apps
  2. T-Systems Deutsche Telekom will Cloud-Firmen kaufen
  3. Trotz hoher Gewinne Wieder Stellenabbau bei Microsoft

    •  /