Netcologne: Telekom kündigt weiterem Kunden den VDSL-Vertrag

Auch andere Netzbetreiber bauen Vectoring oder G.fast aus. In einem weiteren Fall kündigt die Telekom einen Magenta-Zuhause-Kunden.

Artikel veröffentlicht am ,
Kündigungsschreiben der Telekom
Kündigungsschreiben der Telekom (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Ein Golem.de-Leser berichtet über die Kündigung seines VDSL-Vertrags Magenta Zuhause M durch die Deutsche Telekom. "In der Kölner Umgebung (Kerpen) hat mir die Telekom ebenfalls den VDSL-Vertrag gekündigt", berichtet der Betroffene. Der regionale Betreiber Netcologne werde in der Stadt ein eigenes Angebot bereitstellen.

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In der vergangenen Woche wurde berichtet, dass die Telekom in Niedersachsen einem VDSL-Nutzer gekündigt hatte, weil die EWE Tel in dem Gebiet die VDSL2-Vectoring-Technologie ausbaut.

Technisch kann nur ein Betreiber im Nahbereich um die Hauptverteiler die Vectoring-Technik einsetzen, andere können dann keine Anschlüsse im betroffenen Nahbereich mehr schalten. Die von der Bundesnetzagentur im September 2016 getroffene Vectoring-II-Entscheidung räumt der Telekom weitreichende Rechte zum Vectoring-Ausbau aller Kabelverzweiger in Nahbereichen ein. Ein alternativer Betreiber darf nur dann in einem Nahbereich auf die "letzte Meile" zugreifen, wenn er sich in einem Gebiet bei der DSL-Erschließung bisher flächendeckender als die Telekom engagiert hat.

Die Telekom betont, dass es sich um wenige Einzelfälle handele. Der Konzern habe "fast alle Nahbereiche gewonnen".

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Der Nutzer im Großraum Köln berichtet, dass ihm ersatzweise ein einfacher DSL-Anschluss angeboten wurde. Eine weitere Lösung sei die Möglichkeit einer Kombination aus DSL mit 16 MBit/s und zusätzlich LTE über einen Hybridrouter. "Allerdings wurde mir am Telefon auch mitgeteilt, dass das Schreiben 'vorsorglich' als erster Schritt versendet wurde und Telekom intern noch andere Möglichkeiten diskutieren werde und ich, wenn ich mich nicht direkt festlegen möchte, noch ein paar Monate Zeit dazu habe. Mitte November wäre für mich der entsprechende Zeitpunkt der Kündigung."

Johannes Pruchnow, der neue Vorstandsbeauftragte für Breitbandkooperation des Konzerns, hatte gesagt, es gebe einen "Paradigmenwechsel", der Konzern würde verschiedene Kooperationen für Glasfaser in Deutschland verhandeln. Es gebe "eine Reihe von konkreten Projekten". Die Telekom erklärte, von der RWE-Tochter Innogy DSL-Anschlüsse in rund 50 Ortsnetzen zu mieten und dann unter ihrer eigenen Marke zu verkaufen. Als mögliche nächste Partner der Telekom gelten Netcologne aus Köln, Ewetel aus Oldenburg und United Internet mit seinem Festnetzbereich 1&1 Versatel.

Netcologne setzt auf G.fast. Der Betreiber und M-net werden die Technologie in den kommenden Monaten für jeweils über eine Viertelmillion Haushalte in ihren bis in die Gebäude reichenden Glasfasernetzen installieren und damit Summen-Datenraten von über einem Gigabit pro Sekunde (GBit/s) anbieten können.

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brainDotExe 07. Jul 2017

"Für alle" bedeutet aber nicht nur für die Kunden sondern auch für die Provider. Die...

DerDy 06. Jul 2017

Doch hast du mit diesem Satz: Zumindest kam es bei mir so an.

sneaker 05. Jul 2017

Falsch. U.a. der zentralste Nahbereich innerhalb der Ringe ist der Telekom zugesprochen...

DerDy 04. Jul 2017

sneaker, deine Frage war: Und ich habe Beispiele genannt. Und wie man sieht kündigen auch...

DerDy 04. Jul 2017

Och, eine 1&1 macht schon Werbung für Vectoring, da hat die Telekom noch keinen...



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