Netcologne: Eine 5G-Antenne an der Laterne wird akzeptiert, 5 aber nicht
Beim 5G-Ausbau akzeptierten Bürger eine Antenne für alle an jeder Laterne, nicht aber fünf Antennen. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Horst Schmitz, Leiter Technik bei Netcologne, am 26. November 2019 auf den Nokia Innovation Days in Stuttgart. "5G ist nur eine Technologie, ein wichtiger Bestandteil der digitalen Transformation. Sie wird nur funktionieren durch Kooperationen", betonte Schmitz.
Der lokale Netzbetreiber werde im nächsten Jahr eine IoT-Plattform aufbauen. Doch das würden andere auch tun. "Ein Einzelner kann diese Transformation nicht leisten, es fehlt an Geschwindigkeit, Treffsicherheit und Innovation", sagte Schmitz. Um etwa beim Edge Computing für 5G voranzukommen, sei es sinnvoll, dass Netcologne sich einen Technikraum mit anderen Betreibern wie Vodafone teile.
"Ich bin persönlich unfroh, dass es von der Bundesnetzagentur keine regionalen, sondern nur lokale Frequenzen für 5G gegeben hat. Mit regionalen Frequenzen wäre es noch besser gelungen, Kooperation als Service anzubieten", betonte Schmitz.
5G-Anbindung an allen öffentlichen Gebäuden
Netcologne plane, über sein Glasfasernetz den 5G-Betreibern an allen öffentlichen Gebäuden eine Netzanbindung zur Verfügung zu stellen. "Wer sich wie wir mit Glasfaser die Hände schmutzig gemacht hat, ist überall am Markt noch da", sagte Schmitz.
Das seit 25 Jahren bestehende Unternehmen hat laut Schmitz 900 Mitarbeiter und erzielte fast 900 Millionen Euro Umsatz im vergangenen Jahr. Es betreibt ein TV-Kabelnetz und ein Telekommunikationsnetz. Netcologne ist im Raum Köln, Bonn, Leverkusen, Aachen, Düren, Düsseldorf und Neuss aktiv.
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