Netco: Mit nur einer Firma ländliche Funklöcher für alle schließen

Eine Branchenexpertin sieht keinen Sinn im Wettbewerb beim Mobilfunk in schlecht versorgten Bereichen. Eine Netzkooperation aller Betreiber sei klüger.

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Connected Germany 2022: v.l.n.r.: Jens Schilling, Komm.Pakt.Net, Ralf Capito, Vantage Towers,  Beate Rickert, Geschäftsführerin der Frankfurter Beratungsgesellschaft KPR Capital, Jens Sikorski, Westenergie Breitband
Connected Germany 2022: v.l.n.r.: Jens Schilling, Komm.Pakt.Net, Ralf Capito, Vantage Towers, Beate Rickert, Geschäftsführerin der Frankfurter Beratungsgesellschaft KPR Capital, Jens Sikorski, Westenergie Breitband (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Ein Gemeinschaftsunternehmen aller Netzbetreiber könnte Funklöcher auf dem Land schneller schließen. Das sagte Beate Rickert, Geschäftsführerin der Frankfurter Beratungsgesellschaft KPR Capital, die auf Glasfaserprojekte spezialisiert ist, am 5. April 2022 auf der Connected Germany in Mainz.

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"Brauchen wir im ländlichen Bereich bei den letzten 10 bis 15 Prozent wirklich den Wettbewerb im Mobilfunk? Wollen wir nicht einfach eine Netco errichten, an der sich die bestehenden Netzbetreiber beteiligen?", sagte sie. Netco steht für Netzkooperation.

Rickert bezeichnete ihren Netco-Vorschlag als eine "Revolution". Technisch ist es bereits möglich, dass alle Netzbetreiber über nur eine RAN-Sharing-Antenne an einem Standort in allen Frequenzbereichen die Bevölkerung versorgen.

"Wir reden hier über einen Beitrag von 12 bis 15 Prozent der Wertschöpfungskette. Wollen wir den nicht lieber auf der Betreiber- und Diensteebene, beziehungsweise auf der Anwendungsebene austragen?", fragte Rickert. Davon hätten die Bürger letztendlich viel mehr.

Keiner wird das eigene Netz füllen können

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Die Situation des Mobilfunks auf dem Land sei klar: "In den letzten rund 10 Prozent werden wir keine Differenzierung auf der Infrastrukturebene sehen. Keiner der MNOs, die im Markt sind, wird das eigene Netz füllen können", betonte Rickert, die früher im Management verschiedener Netzbetreiber tätig war.

Laut Rickert kann es im Interesse der großen Betreiber sein, diese hohen Infrastrukturkosten als Tool zu sehen, um andere aus dem Markt zu drücken, weil diese Investitionskosten eine gewaltige Last darstellen. Die Frage sei, so Rickert, ob volkswirtschaftlich nicht eine Netco sinnvoller sei, um dieses Problem zugunsten der Bürger zu lösen.

Rickert war in den vergangenen Jahren führend daran beteiligt, alle Häuser in den Orten der Verbandsgemeinde Montabaur, wo United Internet seinen Sitz hat, mit Glasfaser zu versorgen.

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