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Netcat: Musikalbum als Linux-Kernel-Modul veröffentlicht

Die experimentelle Elektroband Netcat hat ihr aktuelles Album als Linux-Kernel-Modul im Quellcode und auf Kassette veröffentlicht. Maintainer Greg Kroah-Hartman half beim Codeaufräumen.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Bandmitglieder von Netcat
Die Bandmitglieder von Netcat (Bild: Netcat)

Das Album Cycles per Instruction beschreibt die aus Seattle stammende Band Netcat als das "unnötigerweise komplizierteste Veröffentlichungsformat bisher". Denn das Album steht als Linux-Kernel-Modul zum Selbstkompilieren im Quellcode bereit. Das Modul stellt ein virtuelles Gerät im Dateibaum bereit, auf dessen Ausgabe mit Audiosoftware wie dem VLC-Player zugegriffen werden kann.

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Nebem dem eigentlichen Modul, welches das Gerät bereitstellt, enthält das Code-Repository auch die eigentlichen Musikdaten als Hex-Code in einer Header-Datei. Über die Herkunft der Daten schreibt die experimentelle Elektroband: Die Daten stammen "(Der Komplexität wegen) aus .ogg-Dateien, die aus .WAV-Dateien codiert wurden, die wiederum aus MP3-Dateien stammen, die aus den gemasterten .WAV-Dateien codiert wurden, welche von Protools finalen .WAV-Dateien stammen, die mit einem analogen Band mit 24 Spuren erzeugt wurden."

Große Portion Nerd-Humor

Diese wahrscheinlich nicht ganz der Wahrheit entsprechende Beschreibung ist aber ein gutes Beispiel für den Humor der Band. So sind die Include-Anweisungen für die Tracks nicht in der Ordnung der natürlichen Zahlen angeordnet, mit der Begründung, dass sonst der Compiler abstürzt. Ebenso findet sich ASCII-Art in dem Code und darüber hinaus sieht die Band-Webseite auch aus wie eine klassische Man-Page.

Nach dem Kompilieren und der Installation des Moduls lässt sich mit einer Vielzahl von Audioanwendungen wie Sox, Mplayer oder auch dem VLC-Player die Musik abspielen. Album- und Titelinformationen können dabei über Dmesg gelesen werden.

Der Code, zu dem auch Kernel-Maintainer Greg Kroah-Hartman einen kleinen Teil beitrug, steht via Github bereit und sollte sich mit jeder aktuellen Linux-Distribution nutzten lassen. Der Code enthält aber keine Lizenzinformationen und entspricht damit auch nicht den Vorgaben der Linux-Kernel.

Der einfache Weg zur Musik von Netcat findet sich über Bandcamp, wo sich auch die limitierte Veröffentlichung auf Kassette erwerben lässt.

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EvilSheep 25. Apr 2014

Naja, etwas mehr als willkürlich aneinander Gereite Töne ist es dann schon. Im vergleich...

EvilSheep 25. Apr 2014

Ich tu mir auch etwas schwer es als Musik im klassischem Sinne zu bezeichnen, ein Takt...

xcvb 25. Apr 2014

Ich hab den Quellcode natürlich vorher durchgeschaut und so sonderlich groß (bis auf die...

peter_pan 25. Apr 2014

Hm, auf einer Newsseite erwarte ich ernsthafte Artikel, oder aber eine so überspitze...

MisterProll 24. Apr 2014

Und dann per cat /dev/ad anschauen


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