.NET-Foundation: Ex-Board-Member kritisiert Rolle der Stiftung

Ein von seinem Posten bei Microsofts .NET-Foundation zurückgetretenes Vorstandsmitglied kritisiert die enge Bindung an den Softwarekonzern.

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Projektfangnetz oder Open-Source-Stützpfeiler: .Net-Foundation
Projektfangnetz oder Open-Source-Stützpfeiler: .Net-Foundation (Bild: Gunnar Ries zwo auf Flickr/CC-BY-SA 2.0)

Rodney Littles II wurde im August 2020 Board Member bei Microsofts .NET-Foundation, bereits im September 2021 - noch vor den Neuwahlen für den Vorstand - trat er wieder zurück. Zu den Gründen wollte er sich zunächst nicht äußern, änderte seine Haltung dazu aber, nachdem die Foundation ihn mit den Worten verabschiedet hatte: "Wir wünschen ihm alles Gute, wenn er sich wieder auf sein Privatleben fokussiert."

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In einem Blogbeitrag dazu kritisiert Littles, der Core Maintainer beim Open-Source-Projekt ReactiveUI ist, auch die enge Bindung der Stiftung an den Redmonder Softwarekonzern.

"Die .NET Foundation kümmert sich nicht um ihre Mitglieder"

"Die .NET Foundation kümmert sich nicht um ihre Mitglieder" und sei "der Community gegenüber in keiner Weise transparent gewesen", schreibt er. Gleichzeitig stellt er die Frage, ob sie dazu da sei, "Microsofts Willen zu .NET Open Source durchzusetzen" oder "um eine gesunde Gemeinschaft zu fordern und zu fördern" - und beantwortet sie umgehend selbst.

"Für Letzteres sieht der Punktestand nicht gut aus ... Ich habe gesehen, wie Microsoft ein Open-Source-Projekt beendet hat, während meine Freunde in der Community von der Foundation verlangten, etwas zu sagen. Ich fühlte mich dagegen machtlos. Es war klar, dass die Gründe, warum ich der Foundation beigetreten bin, nicht wichtig waren."

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Als Beispiel führt er das Appget-Projekt an, das praktisch vom Microsofts eigenem Winget ersetzt worden sei. Und das sei nur ein Beispiel unter vielen.

Der Abschiedskommentar der Foundation hatte in Littles Umfeld Fragen aufgeworfen. Viele hätten befürchtet, Littles wolle sich ganz aus der Community zurückziehen, dabei sei es ihm darum gegangen, wieder mehr Zeit in ReactUI zu investieren, ein Projekt unter dem Dach der .NET Foundation.

In seinem Blog schrieb Little: "Mir geht es gut. Es war kein Thema in meinem Privatleben, das mich aus dem Vorstand entfernt hat." Stattdessen habe er in seiner Rücktrittsmail geschrieben, er wünsche sich jemanden mit mehr Zeit und Motivation für die Stiftung. "Ich bin gegangen, weil ich nicht die Energie hatte, in eine Organisation zu investieren, die meine Ansichten und Meinungen hinsichtlich dessen, was die Community braucht, nicht teilt: Nachhaltige Open-Source-Software."

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