Nestpick: Rocket Internet bringt Airbnb-Konkurrenten nach Deutschland

Der Startup-Inkubator Rocket Internet startet seine Vermittlung von Wohnungen jetzt auch in Deutschland. Für acht deutsche Großstädte soll die Online-Plattform Nestpick(öffnet im neuen Fenster) zum Start zur Verfügung stehen, schreibt der Spiegel in einer Vorabmeldung(öffnet im neuen Fenster) . Eine Konzernsprecherin bestätigte den Bericht(öffnet im neuen Fenster) der Nachrichtenagentur Reuters.
Ab kommenden Dienstag, dem 10. Februar 2015, könnten Vermieter ähnlich wie bei der Wohnungsbörse Airbnb(öffnet im neuen Fenster) für eine begrenzte Zeit eine voll ausgestattete Unterkunft vermitteln. Die Buchung erfolgt ausschließlich über das Internet. Zielgruppe seien vor allem internationale Studenten, sagte die Sprecherin.
Nur für wohlhabende Studenten
Der Spiegel vermutet, dass sich das Angebot von Nestpick an wohlhabende Wohnungssuchende richte. Ein Preisvergleich bei Unterkünften in Berlin habe ergeben, dass die Miete der angebotenen Unterkünfte deutlich über den ortsüblichen Preisen liege. Neben Angeboten in Berlin werden zurzeit auch Unterkünfte in München angeboten. Dort kostet unter anderem ein 14 Quadratmeter großes Zimmer(öffnet im neuen Fenster) in der Altstadt 799 Euro pro Monat.
Nestpick wurde im Mai 2014 in den Niederlanden gegründet. Rocket Internet stieg Ende 2014 ein. Nestpick gibt es in fünf europäischen Ländern: England, Frankreich, Spanien, Italien und den Niederlanden. Nach Deutschland sollen dieses Jahr noch Österreich, die Schweiz, Skandinavien, Australien und die USA dazukommen.
Wohnungsbörsen wie Airbnb waren immer wieder kritisiert worden(öffnet im neuen Fenster) , weil über die Plattform Wohnungen an Touristen vermietet werden, ohne dass der Vermieter davon weiß. Großstädte wie Berlin befürchten, dass dem Markt durch Angebote wie Airbnb Wohnraum entzogen werde.



