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Nest Hub im Test: Google vermasselt es 1A

Mit dem Nest Hub bietet Google vor allem ein besonders preisgünstiges Smart Display an. Wir haben uns angeschaut, ob Käufer trotz des niedrigen Preises ordentliche Hardware bekommen. Das Ergebnis war enttäuschend.

Ein Test von veröffentlicht am
Googles Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Nach Lenovo betritt auch Google den Markt smarter Displays in Deutschland. Im Unterschied zu Lenovo verbaut Google ein noch kleineres Display und die Lautsprecher treten bezüglich des Gehäusedesigns noch stärker in den Hintergrund. Wir haben das Nest Hub mit Lenovos Smart Display 8 verglichen. Mit einer Diagonale von 8 Zoll ist das Display beim Lenovo-Gerät etwas größer als das 7-Zoll-Modell des Google-Geräts. Beide Modelle nutzen Googles Smart-Display-Plattform mit dem Google Assistant, die weiterhin einen unfertigen Eindruck hinterlässt. Bei den Google-eigenen Geräten nennt Google die Plattform Assistant OS, Smart Displays anderer Hersteller nutzen Android Things - Unterschiede bei den Funktionen sind bisher nicht bekannt.

Inhalt:
  1. Nest Hub im Test: Google vermasselt es 1A
  2. Google Assistant auf dem Smart Display ist unfertig
  3. Verfügbarkeit und Fazit

Waren wir bei Lenovos Smart Display mit der Hardware durchaus zufrieden, geht die lieblose Verknüpfung zwischen Google Assistant und Displaynutzung auf Googles Konto. Auch die vielen fehlenden Funktionen der Plattform liegen nicht in Lenovos Verantwortungsbereich.

Das Nest Hub ist merklich kleiner als Lenovos Smart Display 8, weil Google die Lautsprecher hinter das Display verbannt hat. Die geringere Größe des Displays macht sich in der Praxis nicht stark bemerkbar. Googles Plattform skaliert die Inhalte ohnehin immer nur passend zum Display: Wer sich ein Modell mit größerem Display - wie etwa das Smart Display 10 mit einem 10-Zoll-Touchscreen zulegt - bekommt darauf nicht mehr Informationen angezeigt. Hier sagt uns Amazons Ansatz mehr zu, die bei Bedarf ein größeres Display für zusätzliche Informationen nutzen.

  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Schiebeschalter auf der Rückseite schaltet die Mikrofone des Nest Hub aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rechts hinten befinden sich die Lautstärketasten am Nest Hub. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links Lenovos Smart Display 8, rechts Googles Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Das Nest-Hub-Display spiegelt ähnlich stark wie andere smarte Displays. Bei der Aufstellung sollte also eine direkt gegenüber befindliche Lichtquelle vermieden werden. Das Display ist angenehm blickwinkelstabil. Aufgrund des kleineren Displays lassen sich Inhalte aus größerer Entfernung etwas weniger gut erkennen als beim Smart Display 8. Das Nest-Hub-Display hat eine Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln - wie auch bei Amazons erstem Echo Show. Das Lenovo-Gerät liefert eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln, da die Geräte aber meist aus entsprechender Entfernung bedient werden, fällt die geringere Auflösung nicht so deutlich auf.

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Anders als die Echo Shows können Googles Smart-Display-Geräte nicht manuell abgeschaltet werden - es sei denn, man zieht den Stecker. Wenn wir den Bildschirm mit dem Sprachbefehl "Display aus" abschalten wollen, scheint es nur so, als ginge das. Das Display bleibt stark abgedunkelt eingeschaltet.

Tasten sind gut verborgen

Auch beim Nest Hub nutzt Google nicht das vorhandene Display, um das Gerät darüber einrichten zu können. Es muss mit dem heimischen WLAN verbunden werden und dafür ist die Google-Home-App erforderlich. Ohne Google-Konto ist keine Einrichtung möglich.

Das Nest Hub hat eine Lautstärkewippe und eine Taste zum Stummschalten des Mikrofons. Alle befinden sich auf der Rückseite und sind damit nicht zu sehen. Wir müssen also erst einmal ertasten, wo die Tasten liegen. Hier gefällt uns das Lenovo-Konzept besser, bei dem die Tasten sichtbar sind und wir sofort die gewünschte Aktion ausführen können.

Anders als die Lenovo-Geräte hat das Nest Hub keine Kamera. Derzeit wird die Kamera aber von Googles Plattform ohnehin so unzureichend unterstützt, dass es nicht stört, wenn sie fehlt. Die Mikrofone im Nest Hub verstehen uns weniger gut als die der Lenovo-Konkurrenz - wir werden häufiger mal missverstanden. Identisch ist aber das Problem, dass sich die Smart-Display-Geräte von Google öfter ungewollt aktivieren als Amazons Echo-Show-Modelle.

Schwache Klangqualität

Beim Smart Display 8 hat Lenovo Platz für die Lautsprecher reserviert, die nach vorne abstrahlen. Im Unterschied dazu sind die Lautsprecher beim Nest Hub alle hinter dem Display. Das Klangbild des Nest Hub ist extrem höhenbetont und dabei komplett ohne Bass. Das Nest Hub klingt zwar etwas besser als Googles Home Mini, für einen guten Klang reicht es aber bei weitem nicht.

Im Vergleich dazu gefällt uns der Klang des Smart Display 8 um Klassen besser, auch wenn wir im Vergleich zum Echo Show der ersten Generation einen zu geringen Bass konstatiert hatten. Im Vergleich zum Nest Hub ertönt die Lenovo-Konkurrenz aber bassstark. Gegen den Echo Show unterliegt Nest Hub folglich noch viel deutlicher. Der Klang des Nest Hub ist so schlecht, dass wir damit keine Musik hören wollen. Hier hat Google eindeutig am falschen Ende gespart.

Seit dem Test der Smart Displays von Lenovo hat Google nichts getan, um die Schwachpunkte der Plattform zu beheben.

Google Assistant auf dem Smart Display ist unfertig 
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ip (Golem.de) 05. Jun 2019

Wir haben Antwort von Google erhalten. Demnach ist es korrekt, dass die Lenovo-Geräte mit...

MrReset 31. Mai 2019

Ich wüsste gar nicht, warum ich für so ein Gerät Geld bezahlen sollte. Google sammelt...

quineloe 29. Mai 2019

Die wenigen Anwendungszwecke, die ich bislang gesehen habe, lassen sich mit einem...

Hotohori 28. Mai 2019

Dennoch hat er recht, es ist einfach Unsinn zu behaupten, dass es für Netbooks...

Unix_Linux 28. Mai 2019

hab den nachtmodus schon eingestellt, aber das ist trotzdem nicht zufriedenstellend. es...


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