Abo
  • IT-Karriere:

Google Assistant auf dem Smart Display ist unfertig

Seit unserem Test der Smart-Display-Plattform für Lenovos Smart Displays hat Google nichts Substanzielles geändert. Das Nest Hub plagt sich also mit den gleichen Einschränkungen bei der Bedienung und Steuerung wie auch Lenovos Smart Displays. Zu den positiven Eigenschaften gehört, dass wir Youtube-Videos auf Zuruf abspielen können. Allerdings zeigt uns Youtube bei Suchanfragen zu oft das Falsche, sodass wir bald davon genervt sind. Eine Sucheingabe auf dem Smart Display fehlt.

Stellenmarkt
  1. ENERCON GmbH, Aurich
  2. Hays AG, München

Ein weiterer Vorzug gegenüber Amazons Echo-Show-Geräten ist die Unterstützung von Google Cast. Damit können wir die Inhalte vieler Video-Streaming-Dienste auf dem Nest Hub abspielen. Eine vergleichbare Funktion fehlt den Amazon-Geräten bis heute. Unbegreiflich finden wir, dass Netflix nicht verwendet werden kann, obwohl der Dienst problemlos mit einem Chromecast zusammenarbeitet. Auch Amazons Prime Video fehlt eine Cast-Unterstützung derzeit, daran wird aber bereits gearbeitet.

Auf Zuruf kann der Nutzer die Inhalte der TV-Sender ARD, ZDF, Bayerischer Rundfunk, Sat.1, Sat.1 Gold, ProSieben, ProSieben Maxx, Kabel Eins, Kabel Eins Doku und Sixx auf dem Bildschirm abspielen. Dabei wird auf die Mediatheken der jeweiligen Sender zurückgegriffen. Der Nutzer kann etwa sagen "zeige den Tatort" und automatisch wird die zuletzt ausgestrahlte Tatortfolge abgespielt. Mit der Verfügbarkeit des Nest Hub wurden etliche Sender dazu genommen, zuvor waren nur ZDF und Prosieben verfügbar. Es gibt keinen Sprachbefehl, um sich eine Übersicht der verfügbaren Inhalte anzeigen zu lassen.

Eine praktische Funktion ist, dass die Displays bei Antworten am unteren Bildrand weitergehende Befehle anzeigen. Ansonsten enttäuscht uns die Plattform sehr. Google unterscheidet nicht zwischen Befehlen, mit denen wir uns etwas vorlesen oder anzeigen lassen wollen. Hier ist Alexa vorbildlich und verhält sich je nach Befehl ganz anders.

Nest Hub mit mehr Funktionen als Lenovo-Geräte

Vor allem bei der Steuerung von Smart-Home-Geräten nervt uns, dass die Befehle des Nutzers nachgesprochen werden, anstatt diese einfach auszuführen. Das kann nicht abgeschaltet werden und ist auf Dauer zeitraubend.

Mit der Einführung des Nest Hub wird die Google-Assistant-Plattform weiter geschwächt. Bei Alexa müssen sich Käufer auf viele Funktionseinschränkungen einstellen, wenn sie ein Alexa-fähiges Gerät kaufen, das nicht direkt von Amazon stammt. So schlimm war es bei Google Assistant bisher nicht, aber das ändert sich gerade mit der Smart-Display-Plattform.

Eine Ausnahme war beim Google Assistant bislang ein Equalizer, den es nur für die Google-eigenen Lautsprecher gibt. Das ist auch beim Smart Display so - der Nest Hub hat einen Equalizer, die Lenovo-Geräte nicht. In Anbetracht des schwachen Klangs des Nest Hub ist ein Equalizer aber absolut verzichtbar.

Weitere Einstellungen für Nest Hub

Zuem kann das Verhalten des Smart Display wesentlich umfangreicher konfiguriert werden, wenn ein Gerät von Google verwendet wird. So können wir beim Nest Hub einstellen, dass sich das Display abschaltet, wenn es nicht genutzt wird. Der entsprechende Eintrag fehlt weiterhin bei den Lenovo-Geräten. Die Funktion erfüllt ihr Versprechen allerdings nicht, das Display des Nest Hub wird nur ganz, ganz dunkel gemacht, ist aber weiterhin eingeschaltet.

  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Schiebeschalter auf der Rückseite schaltet die Mikrofone des Nest Hub aus. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Google Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Rechts hinten befinden sich die Lautstärketasten am Nest Hub. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Links Lenovos Smart Display 8, rechts Googles Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Lenovos Smart Display 8 (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Links Lenovos Smart Display 8, rechts Googles Nest Hub (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als weiteres gibt es etliche Optionen für die Displaybeleuchtung, die bei einem Nicht-Google-Gerät einfach nicht angeboten werden. Wir können beim Nest Hub angeben, wie hell sich das Display bei dunkler Umgebung einstellen soll und die Mindesthelligkeit lässt sich ebenfalls definieren. Zudem kann bestimmt werden, ob das Google-Gerät bei wenig Licht die Uhr anzeigen oder das Display ausschalten soll, das sich aber auch dann nicht ganz ausschaltet.

Wenn das Display eingeschaltet ist, wird entweder eine wechselnde Fotogalerie oder eine Uhr eingeblendet. Die Fotogalerie macht das Display zu einem digitalen Bilderrahmen, auch die eigenen Bilder können hier angezeigt werden. Bei Aktivierung des Smart Displays verschwinden die Uhr oder die Bildergalerie und der Startbildschirm erscheint. Er zeigt nicht konfigurierbare Informationen an. Wenn das Mikrofon ausgeschaltet ist, gibt es - im Gegensatz zu smarten Lautsprechern - keine Möglichkeit, den digitalen Assistenten auf Knopfdruck zu aktivieren.

Die Google-Assistant-Plattform fällt zudem unangenehm auf, wenn eine Google Action aktiv ist. Eine Action ist so etwas wie eine App für Google Assistant. Sobald eine Action aktiv ist, sind alle Funktionen des Google Assistant deaktiviert. Wir können keinen Timer stellen, keine Musik abspielen, nichts ist mehr machbar. Nur Funktionen der einen Action können verwendet werden. So wenig Multitasking war schon lange nicht mehr.

 Nest Hub im Test: Google vermasselt es 1AVerfügbarkeit und Fazit 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. ab 149,00€
  2. 24,99€ (Bestpreis!)
  3. (u. a. Grafikkarten, SSds, Ram-Module reduziert)
  4. (u. a. Asus Geforce RTX 2080 ROG STRIX Gaming für 809,00€)

ip (Golem.de) 05. Jun 2019 / Themenstart

Wir haben Antwort von Google erhalten. Demnach ist es korrekt, dass die Lenovo-Geräte mit...

MrReset 31. Mai 2019 / Themenstart

Ich wüsste gar nicht, warum ich für so ein Gerät Geld bezahlen sollte. Google sammelt...

quineloe 29. Mai 2019 / Themenstart

Die wenigen Anwendungszwecke, die ich bislang gesehen habe, lassen sich mit einem...

Hotohori 28. Mai 2019 / Themenstart

Dennoch hat er recht, es ist einfach Unsinn zu behaupten, dass es für Netbooks...

Unix_Linux 28. Mai 2019 / Themenstart

hab den nachtmodus schon eingestellt, aber das ist trotzdem nicht zufriedenstellend. es...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Backup per Band angesehen

Das Rattern des Roboterarms und Rauschen der Klimaanlage: Golem.de hat sich Bandlaufwerke in Aktion beim Geoforschungszentrum Potsdam angeschaut. Das Ziel: zu erfahren, was die 60 Jahre alte Technik noch immer sinnvoll macht.

Backup per Band angesehen Video aufrufen
Timex Data Link im Retro-Test: Bill Gates' Astronauten-Smartwatch
Timex Data Link im Retro-Test
Bill Gates' Astronauten-Smartwatch

Mit der Data Link haben Timex und Microsoft bereits vor 25 Jahren die erste richtige Smartwatch vorgestellt. Sie hat es sogar bis in den Weltraum geschafft. Das Highlight ist die drahtlose Datenübertragung per flackerndem Röhrenmonitor - was wir natürlich ausprobieren mussten.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smart Watch Swatch fordert wegen kopierter Zifferblätter von Samsung Geld
  2. Wearable EU warnt vor deutscher Kinder-Smartwatch
  3. Sportuhr Fossil stellt Smartwatch mit Snapdragon 3100 vor

Dark Mode: Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft
Dark Mode
Wann Schwarz-Weiß-Denken weiterhilft

Viele Nutzer und auch Apple versprechen sich vom Dark Mode eine augenschonendere Darstellung von Bildinhalten. Doch die Funktion bringt andere Vorteile als viele denken - und sogar Nachteile, die bereits bekannte Probleme bei der Arbeit am Bildschirm noch verstärken.
Von Mike Wobker

  1. Sicherheitsprobleme Schlechte Passwörter bei Ärzten
  2. DrEd Online-Arztpraxis Zava will auch in Deutschland eröffnen
  3. Vivy & Co. Gesundheitsapps kranken an der Sicherheit

WD Blue SN500 ausprobiert: Die flotte günstige Blaue
WD Blue SN500 ausprobiert
Die flotte günstige Blaue

Mit der WD Blue SN500 bietet Western Digital eine spannende NVMe-SSD an: Das M.2-Kärtchen basiert auf einem selbst entwickelten Controller und eigenem Flash-Speicher. Das Resultat ist ein schnelles, vor allem aber günstiges Modell als bessere Alternative zu Sata-SSDs.
Von Marc Sauter

  1. WD Black SN750 ausprobiert Direkt hinter Samsungs SSDs
  2. WD Black SN750 Leicht optimierte NVMe-SSD mit 2 TByte
  3. Ultrastar DC ME200 Western Digital baut PCIe-Arbeitsspeicher mit 4 TByte

    •  /