Nest Hub 2021 und Echo Show 8 im Test: Google ist chancenlos gegen Amazon

Bei smarten Displays sind die Unterschiede zwischen den Plattformen Alexa und Google Assistant ganz gewaltig - zu Ungunsten von Google.

Ein Test von veröffentlicht am
Googles neuer Nest Hub im Vergleich zu Amazons Echo Show 8
Googles neuer Nest Hub im Vergleich zu Amazons Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)

Pünktlich zum Verkaufsstart haben wir uns Googles neuen Nest Hub genau angesehen und mit dem Echo Show 8 von Amazon verglichen. Der Echo Show 8 kam bereits Ende 2019 auf den Markt, aber schon der Blick auf die technischen Eigenschaften zeigt, dass das Amazon-Gerät moderner ist als die Neuvorstellung von Google, die seit heute offiziell verfügbar ist.

Wir haben den Nest Hub der zweiten Generation mit dem Echo Show 8 in folgenden Punkten verglichen: Bei der Klangqualität, der Hardware-Ausrüstung und wie gut die Verzahnung zwischen Oberfläche und integrierter Sprachsteuerung gelöst ist. Der Nest Hub läuft mit dem Google Assistant, der Echo Show 8 mit Amazons Alexa.

Beim Klang liegt der Echo Show 8 vorn

Google verspricht für den Nest Hub der zweiten Generation einen besseren Klang als beim Vorgängermodell, das in dieser Disziplin sehr schlecht abgeschnitten hat. Und tatsächlich klingt der neue Nest Hub deutlich voluminöser und angenehm klar. Allerdings ist der Bass weiterhin ziemlich schwach.

Lassen wir den neuen Nest Hub gegen Amazons Echo Show 8 antreten, relativiert sich der insgesamt positive Klangeindruck gleich wieder. Denn gegen den Echo Show 8 wirkt er schwachbrüstig: Der Echo Show 8 hat deutlich mehr Bass, einen angenehmen Mittenbereich und klare Höhen. Bassintensive Popmusik überfordert den Nest Hub deutlich, während die gleiche Musik auf dem Amazon-Gerät durchaus Freude bereitet.

  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Beim Echo Show 8 kann die Kameralinse mit einem Schiebeschalter deaktiviert werden. (Bild: Amazon)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 mit einer 3,5-mm-Klinkenbuchse auf der Rückseite (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben Nest Hub der ersten Generation - beide sehen sehr gleich aus. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben Nest Hub der ersten Generation - auch von hinten gibt es kaum Unterschiede, den alten Farbton gibt es auch bei der neuen Generation. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
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Der Echo Show 8 hat eine 3,5-mm-Klinkenbuchse, um bei Bedarf leistungsfähigere Lautsprecher oder eine Musikanlage zu betreiben. Der Nest Hub hat keine weiteren Anschlüsse. In Anbetracht des schlechteren Klangs beim Nest Hub bräuchten wir die Buchse aber eher beim Google- als beim Amazon-Gerät.

Nest Hub fehlt eine Kamera

Wie auch beim ersten Nest Hub hat sich Google dagegen entschieden, eine Kamera in das Smart Display einzubauen. Google begründet das mit der Privatsphäre. Somit sind Videotelefonate nur eingeschränkt möglich, denn wir können nur das Bild der Gegenseite sehen, werden selbst aber nicht gesehen.

Gerade in der Coronapandemie kann eine bequeme Videotelefonlösung praktisch sein - hier verschenkt Google Potenzial. Immerhin erlaubt es Google mittlerweile, dass ein Google-Assistant-Lautsprecher und ein Nest Hub vom Smartphone aus über Google Duo mit dem gleichen Google-Konto angerufen werden können. Als das erste Nest Hub erschien, war das noch nicht möglich.

  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Echo Show 8 (Bild: Amazon)
  • Beim Echo Show 8 kann die Kameralinse mit einem Schiebeschalter deaktiviert werden. (Bild: Amazon)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Nest Hub der zweiten Generation (Bild: Google)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 mit einer 3,5-mm-Klinkenbuchse auf der Rückseite (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben Nest Hub der ersten Generation - beide sehen sehr gleich aus. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben Nest Hub der ersten Generation - auch von hinten gibt es kaum Unterschiede, den alten Farbton gibt es auch bei der neuen Generation. (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
  • Links der Nest Hub der zweiten Generation, rechts daneben der Echo Show 8 (Bild: Ingo Pakalski/Golem.de)
Beim Echo Show 8 kann die Kameralinse mit einem Schiebeschalter deaktiviert werden. (Bild: Amazon)

Beim Echo Show 8 gibt es eine Kamera. Die Kameralinse kann wie bei anderen aktuellen Echo-Show-Modellen mit einem Schiebeschalter verdeckt werden. Im Alexa-Ökosystem können wir so unkompliziert Videotelefonate führen, dabei werden auch Skype-Telefonate unterstützt. Neuerdings kann die Kamera bei Amazons Smart Displays auch als Überwachungskamera verwendet werden.

Der neue Nest Hub hat wieder einen Touchscreen mit einer Größe von 7 Zoll und einer Auflösung von 1.024 x 600 Pixeln. Beim Echo Show 8 gibt es ein 8 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1.280 x 800 Pixeln. Die Unterschiede in Größe und Auflösung machen sich in der Praxis kaum bemerkbar. Beide Displays spiegeln ziemlich stark, was bei der Aufstellung bedacht werden sollte.

Knöpfe beim Echo Show 8 gut erreichbar

Der Echo Show 8 hat gut erkennbar und erreichbar auf der Oberseite die Lautstärketasten sowie den Abschaltknopf für die Mikrofone. Werden die Mikrofone abgeschaltet, wird auch die Kamera deaktiviert. Die gleichen Tasten befinden sich beim Nest Hub auf der Rückseite und sind damit nicht sichtbar. Wir müssen also erst einmal ertasten, wo sich die Knöpfe befinden - das finden wir unpraktisch.

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Wenn wir beim Echo Show die Mikrofontaste länger drücken, können wir das Gerät manuell abschalten und auch wieder anschalten. Eine vergleichbare Funktion fehlt beim Nest Hub. Wenn wir das Google-Display ausschalten wollen, müssen wir den Netzstecker ziehen. Google bleibt auch beim neuen Nest Hub dabei, dass es eine unnötige und aus unserer Sicht nervige Ansage gibt, wenn wir das Mikrofon ab- oder wieder einschalten. Wir finden den kurzen Signalton der Amazon-Geräte ausreichend und viel angenehmer.

Handsensor beim Nest Hub benötigen wir nicht

Google hat in den Nest Hub einen speziellen Sensor eingebaut, mit dem Handbewegungen vor dem Display erkannt werden. Damit kann etwa die Musik angehalten werden, indem die Hand vor das Display gehalten wird. Das funktioniert gut, allerdings brauchen wir die Funktion nur selten. Entweder wir sind weiter weg vom Gerät, dann halten wir die Musik mit dem Sprachbefehl an oder wir sind ohnehin vor dem Gerät, dann können wir das über den Bildschirm erledigen.

Prinzipiell reagieren die smarten Displays, sobald das Aktivierungswort gehört wird, und aktivieren den entsprechenden digitalen Assistenten. Seit einiger Zeit verhalten sich vor allem die Alexa-Geräte anders als noch vor vielen Monaten. Wir müssen nach "Alexa" eigentlich immer eine Pause lassen, damit Sprachbefehle verarbeitet werden. Es passiert also wesentlich häufiger, dass sich der digitale Assistent mal nicht aktiviert.

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Bei der Software ist Amazon Google weit voraus 
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Pecker 31. Mär 2021

Was ein ganz klares Zeichen ist, dass man sich aus dem Rennen verabschiedet hat. Man...

Oktavian 31. Mär 2021

Oh ja, die fehlen. Es gibt inzwischen zumindest die Möglichkeit einen in Raum A...

Michagnom 30. Mär 2021

Das hat ganz einfach was damit zu tun, das Amazon dafür keine Rechte eingekauft hat...

oknel 30. Mär 2021

weil ich einfach nur ein bischen TV auf der Kiste schauen möchte. Zattoo premium oder...



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