Mehr Möglichkeiten mit Nest Aware
Dabei soll die Kamera - auch ohne Abo - erkennen, wenn eine Person aufgenommen wird. Bewegungen etwa durch Haustiere sollen dann keinen Fehlalarm auslösen. Sobald die Kamera eine Person entdeckt hat, kann sie eine Personenwarnung aufs Smartphone senden, automatisch an die Person heranzoomen und deren Bewegung innerhalb des Sichtfeldes nachverfolgen. Diese Funktion nennt der Hersteller Supersight. Für den Anwender ergibt sich der Eindruck, als gäbe es einen Kameramann, der die betreffende Person wie in einem Film verfolgt, verspricht Nest. Für die bisherigen Nest-Kameras gibt es so eine Personenwarnung ebenfalls, allerdings nur bei laufendem Abo.
Nur für das Cam-IQ-Modell gibt es jetzt auch Gesichtserkennungsmeldungen. Damit merkt sich die Kamera bekannte Gesichter und kann so Familienmitglieder von anderen Personen unterscheiden. Der Hersteller verspricht, dass das Training bekannter Gesichter nicht viel Zeit in Anspruch nehmen soll. Wenn also eine Person das Haus betritt, erfährt der Nutzer sofort, ob es etwa das Schulkind oder ein Fremder ist. Damit können besorgte Eltern auch von der Arbeit aus erfahren, ob das Schulkind wohlbehalten nach Hause gekommen ist.
Außerdem gibt es auch Audiowarnungen. Die Kamera lauscht kontinuierlich auf verdächtige Geräusche. Wenn die eigenen vier Wände eigentlich unbewohnt sind, können Stimmen oder andere Geräusche ein Indiz für einen Einbruch sein. Dann wird der Kamerabesitzer über die Nest-App gewarnt. Diese Funktion soll als Update auch für die beiden bisherigen Nest-Kameras angeboten werden. Einen Termin nannte der Hersteller dafür allerdings nicht.
Mit einem Nest-Aware-Abo kann der Nutzer Alarmbereiche definieren. Diese speziellen Bereiche werden dann gesondert überwacht. Sobald in diesen Bereichen etwas geschieht, erhält der Anwender eine entsprechende Warnung. Außerdem können Videoclips von den Aufnahmen gespeichert werden - bei Bedarf auch im Zeitraffer.
Leuchtring signalisiert Gespräch
Um die Kameralinse herum wurde ein Leuchtring eingebaut. Dieser aktiviert sich, wenn über die Kamera gesprochen wird. Sie enthält drei Mikrofone und einen Lautsprecher. Anwender haben damit die Möglichkeit, über die Nest-App eine Person gezielt anzusprechen, die im Kamerabild zu sehen ist. Der Leuchtring soll dem Beobachteten signalisieren, dass er über die Kamera angesprochen wird.
Alle Videoaufzeichnungen werden vor dem Streamen und dem Speichern im Gerät verschlüsselt. Dazu verwendet der Hersteller eine 128-Bit-AES-Verschlüsselung über eine TLS/SSL-Verbindung. Mit einer Zwei-Stufen-Authentifizierung kann der Nutzer sein Nest-Konto entsprechend absichern.
Verkaufsstart Ende Juni
Nest will die Cam IQ Ende Juni 2017 zum Preis von 350 Euro auf den deutschen Markt bringen, Vorbestellungen sollen ab Mitte Juni möglich sein. Zum Vergleich: Die bisherige Nest-Innenraumkamera kostet 200 Euro und wird weiterhin angeboten. Die IQ-Variante gibt es vorerst nur in einer Innenraum-Ausführung, eine Außenkamera gibt es mit der Technik bisher nicht.
Im Preis inbegriffen ist ein Nest-Aware-Abo für eine Laufzeit von 30 Tagen. Das Nest-Aware-Abo kostet sonst 100 Euro pro Jahr oder bei monatlicher Zahlung sind es 10 Euro pro Monat. Dann werden Aufnahmen der Kamera zehn Tage lang auf den Nest-Servern gespeichert. Das Nest-Aware-Abo gilt für eine Kamera, jede weitere kostet dann 5 Euro im Monat oder 50 Euro im Jahr.
Wer einen längeren Zeitraum für gespeicherte Videoaufnahmen benötigt, kann das Abo mit 30-Tage-Videoverlauf wählen. Das kostet für die erste Kamera entweder monatlich 30 Euro oder im Jahr 300 Euro. Jede weitere Kamera kostet dann 15 Euro im Monat oder 150 Euro für ein komplettes Jahr.
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| Nest Cam IQ im Hands on: Die intelligente 4K-Überwachungskamera |
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Die gesamte Funktionalität der Kamera wäre auch ohne Abo, ohne Cloud, sowie ohne...
Wir haben dir beigebracht und besser zu überwachen. Am besten stellt man sich eine zweite...
Artikel nicht gelesen und erstmal polemisieren. Sehr schön. Nächster Troll-Level wurde...