Abo
  • Services:

NES Classic Mini: Nintendos Retro-Konsole hat vier Kerne und 256 MByte RAM

Was braucht man, um einen alten 6502er-Prozessor des NES mit nicht einmal 2 MHz zu emulieren? Anscheinend einen 4-Kern-ARM-SoC und verglichen mit der Vergangenheit eine kaum vorstellbare Menge RAM. Aber der Grund für die schnelle Nintendo-Hardware dürfte doch ein anderer sein.

Artikel veröffentlicht am ,
Das neue, kleine NES
Das neue, kleine NES (Bild: Nintendo)

In Nintendos neuer Retro-Konsole NES Classic Mini steckt Hardware, die man sich anno 1985 wohl kaum vorstellen konnte. Das geht zumindest aus den ersten Versuchen hervor, das NES Classic Mini zu öffnen. Als Rechenwerk ist auf dem kleinen Board ein System-on-a-Chip (SoC) mit ARMv7-Kernen von Allwinner (R16) aufgelötet, der gleich vier dieser Kerne hat. Diese können zudem auf 256 MByte RAM zugreifen und die Spiele finden sich auf 512 MByte Flashspeicher. Reddit-Nutzer haben diese Details herausgefunden.

Stellenmarkt
  1. Bosch Gruppe, Stuttgart
  2. Dataport, Halle (Saale)

Das ist im Vergleich zur Ur-Hardware ein völlig überdimensioniertes System. Denn der alte 6502er-Kern, den Ricoh im Original NES alias Famicom in den 1980er Jahren nutzte, hat noch nicht einmal die 2-MHz-Barriere knacken können. Und der Arbeitsspeicher hatte gerade einmal 2 KByte Kapazität, wobei früher solche Angaben häufig noch in KBit gemacht wurden. Selbiges galt für die Kapazität der Spiele von anscheinend bis zu 8 MBit auf einem Modul. Offizielle Informationen gibt es dazu allerdings nicht mehr, zumindest nicht online. Nintendo dokumentiert nur einen kleinen Teil der Hardware.

Spiele erschienen zudem auf Nintendos Diskettensystem, das hierzulande allerdings kaum einer kennt und selbst in der Import-Szene äußerst ungewöhnlich war. Die Disketten hatten 64 KByte pro Seite. Der Flashspeicher des NES Classic Mini dürfte also ziemlich viel ungenutzten Speicher haben.

Open-Source-Software als Grundlage

Ein weiterer interessanter Punkt ist, dass Nintendo nicht alleine an der Konsole gearbeitet hat, sondern eine freie Software unter GPL/LGPL verwendet, deren Quellcode in Zukunft auf Nintendos Open-Soure-Webseite zur Verfügung stehen soll. Es gibt einige Spekulationen, dass es sich um ein Linux handele. Aber bislang sind es wohl nur Hinweise, die hierauf deuten. Eine Möglichkeit wäre zudem, dass auch der Emulator auf quelloffener Software aufbaut.

Hardwaretechnisch ist die kleine Konsole damit äußerst großzügig ausgestattet, vermutlich sind die Komponenten aber so günstig, dass die Entwicklung von schwächerer Hardware nicht notwendig war. Mit der Ausstattung hätte das NES Classic Mini durchaus eine Grundlage für ein neues Retro-System werden können. Doch Nintendo verkauft die Konsole in Kürze als zwei geschlossene Systeme mit vorinstallierten Spielen. Einmal als NES-Fassung und zusätzlich als Famicom-Version. Mit der Hardwaregrundlage könnte Nintendo noch weitere Editionen auf den Markt bringen, eventuell sogar mit Super-Nintendo- oder N64-Emulation. Retropie für Raspberry Pi, zeigt jedenfalls, dass es dafür keine besonders schnelle Hardware braucht.

Das NES Classic Mini erscheint am 11. November 2016 zu einem Preis von rund 70 Euro.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Saugroboter und Bettwaren reduziert)
  2. (u. a. Logitech M184 Wireless Mouse 9,99€)
  3. 299,00€
  4. 699,90€

HelpbotDeluxe 10. Nov 2016

In der Arbeitswelt TUE ich was für mein Geld! Ich verhöker nicht irgendwelche endlosen...

jack56 09. Nov 2016

Da ich nicht alt genug bin um die frühen 90er miterlebt zu haben, habe ich mich auf...

as (Golem.de) 09. Nov 2016

Hallo, na ein Teil ist damit dokumentiert. Ich habe den Link mal hinzugefügt, danke für...

redbullface 09. Nov 2016

Du hast wohl keine Ahnung was du da laberst und wie Preisgestaltung funktioniert. Preise...

Dino13 09. Nov 2016

Löse niemals Probleme mit SW welche du mit HW lösen kannst.


Folgen Sie uns
       


Xiaomi Mi 9 - Hands on (MWC 2019)

Xiaomi bringt das Mi 9 nach Europa. Der Europastart wurde auf dem Mobile World Congress 2019 in Barcelona verkündet. Das Topsmartphone hat eine Triple-Kamera mit bis zu 48 Megapixeln. Es liefert für einen Preis ab 450 Euro eine sehr gute technische Ausstattung.

Xiaomi Mi 9 - Hands on (MWC 2019) Video aufrufen
Security: Vernetzte Autos sicher machen
Security
Vernetzte Autos sicher machen

Moderne Autos sind rollende Computer mit drahtloser Internetverbindung. Je mehr davon auf der Straße herumfahren, desto interessanter werden sie für Hacker. Was tun Hersteller, um Daten der Insassen und Fahrfunktionen zu schützen?
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Alarmsysteme Sicherheitslücke ermöglicht Übernahme von Autos
  2. Netzwerkanalyse Wireshark 3.0 nutzt Paketsniffer von Nmap
  3. Sicherheit Wie sich "Passwort zurücksetzen" missbrauchen lässt

Tom Clancy's The Division 2 im Test: Richtig guter Loot-Shooter
Tom Clancy's The Division 2 im Test
Richtig guter Loot-Shooter

Ubisofts neuer Online-Shooter beweist, dass komplexe Live-Spiele durchaus von Anfang an überzeugen können. Bis auf die schwache Geschichte und Gegner, denen selbst Dauerbeschuss kaum etwas anhaben kann, ist The Division 2 ein spektakuläres Spiel.
Von Jan Bojaryn

  1. Netztest Connect Netztest urteilt trotz Funklöchern zweimal sehr gut
  2. Netztest Chip verteilt viel Lob trotz Funklöchern

Galaxy S10e im Test: Samsungs kleines feines Top-Smartphone
Galaxy S10e im Test
Samsungs kleines feines Top-Smartphone

Mit dem Galaxy S10e bietet Samsung auch ein kompaktes Modell seiner neuen Oberklasse-Smartphone-Serie an. Beim Gerät gibt es zwar ein paar Abstriche bei der Hardware, es liegt aber fantastisch in der Hand und macht super Fotos - für uns der klare Geheimtipp der neuen Reihe.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Samsung Flashbolt HBM2E-Speicher hat 16 GByte und 3,2 GBit/s
  2. Samsung Galaxy M20 kommt an drei Tagen nach Deutschland
  3. Smartphone Samsungs LPDDR4X-Speicher fasst 12 GByte

    •  /