Abo
  • Services:

NES Classic Mini im Vergleichstest: Technischer K.o.-Sieg für die Original-Hardware

Soundeffekte im Off-Beat, höhere Eingabeverzögerung und mal mehr, mal weniger Ruckeln. Das NES Classic Mini offenbart im Vergleichstest mit der Original-Hardware von 1984 eindeutige Nachteile.

Ein Test von veröffentlicht am
Das NES Classic Mini im NES von 1985
Das NES Classic Mini im NES von 1985 (Bild: Michael Wieczorek/Golem.de)

Ein Kabel zum Fernseher, eins zum Strom und das Gamepad angestöpselt - schon können wir NES-Spiele zocken. Das geht 2016 mit dem neuen Nintendo Classic Mini genau so einfach wie damals in den Achtzigern mit dem Original.

Inhalt:
  1. NES Classic Mini im Vergleichstest: Technischer K.o.-Sieg für die Original-Hardware
  2. Springen im Off-Beat, weitere Schwächen und Fazit

In einem eigenen Artikel haben wir die Unterschiede der Hardware zwischen dem Original und dem Classic Mini bereits aufgezeigt. Das NES Classic Mini setzt auf Software-Emulation. Nintendo verkauft die Konsole als geschlossenes System mit 30 vorinstallierten Spielen. Zur Bedienung liegt ein Controller bei, an dem ein extrem kurzes Kabel baumelt. Nintendo verlangt so von Spielern quasi, dass sie die Mini-Konsole immer in Reichweite haben. Für den Spielewechsel muss sowieso der Reset-Knopf am Gehäuse gedrückt werden.

Zu den verfügbaren Titeln gehören Klassiker wie Super Mario Bros., Mega Man 2, Zelda, Castlevania, Donkey Kong und viele mehr. Spiele wie das japanische Castlevania 3 oder Metroid auf dem Famicom Disc System, die Zusatz-Hardware für die Soundausgabe oder mehr Speicher benötigen, sind nicht in der Auswahl.

Für unseren Vergleichstest nutzen wir ein europäisches Original-NES von 1985, angeschlossen über Cinch (mit und ohne Framemeister), ein Analogue NT inklusive Kevtris HDMI-Board und das neue Classic Mini. Verbunden haben wir die Konsolen mit einem OLED-Fernseher im Game-Mode und allen abgeschalteten Bildverbesserungsmodi sowie mit einem alten Röhrenmonitor über einen HDMI-auf-VGA-Adapter.

Stellenmarkt
  1. Kistler Instrumente GmbH, Aachen
  2. Hauni Maschinenbau GmbH, Hamburg

Aufnahmen werden mit einer Kamera mit 120 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet und ausgewertet. Als Basiswert für die bestmögliche Eingabeverzögerung nehmen wir das Original-NES an einem alten Röhrenfernseher von Sony, verbunden über Cinch-Kabel und werten die Differenz als Eingabeverzögerung.

Oberflächlich gut

Auf den ersten Blick hat Nintendo beim NES Classic Mini gute Arbeit geleistet. Alle Spiele starten schnell, wenn auch nicht so direkt wie beim Original-NES, bei dem der Startbildschirm nahezu sofort nach dem Anschalten erscheint. Dafür muss beim Classic Mini kein Modul eingelegt werden.

Die Eingabeverzögerung liegt bei rund zwei bis drei Bildern pro Sekunde, für eine Ausgabe bei 60 Hertz. Abhängig von der Auslastung der Hardware bei der Emulation von Spielen mit vielen Sprites schwankt dieser Wert allerdings, ganz ähnlich wie beim Original. Dennoch werten wir das Ergebnis als noch spielbar. Die wenigsten Spieler werden einen großen Unterschied bemerken. Das Durchspielen von Punch-Out, Gradius oder Contra ist auf dem Classic Mini aber definitiv schwieriger oder zumindest gewöhnungsbedürftiger als auf der Original-Hardware.

Die kleine Konsole liefert das Bild in der maximalen Auflösung von 720p aus. Beim dreifachen Zoomen in unsere Aufnahmen erkennen wir ein minimales Bildrauschen. Insgesamt ist die Bildqualität aber nahezu auf dem Niveau des Kevtris-HDMI-Board im Analogue NT, das aktuell als Referenz bei der Bildqualität gilt.

Die Wahl der verwendeten Farben ist Nintendo sehr gut gelungen. Sie stellen einen Mix aus der von vielen Emulatoren verwendeten Farbpalette und dem, was wir von der Original-Hardware kennen, dar.

Springen im Off-Beat, weitere Schwächen und Fazit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 45,99€ (Release 12.10.)
  2. (-60%) 39,99€
  3. 59€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 28.09.)

MeisterLampe2 02. Dez 2016

Klar geht es um Computersoftware. Eine Spielekonsole ist ja aber nichts weiter als ein...

david_rieger 22. Nov 2016

Stimmt nicht (überall). Amazon hat mir z.B. ein Ersatzgerät geschickt, noch bevor ich...

plastikschaufel 21. Nov 2016

Mir gehts genau so. Mein SNES aus Kindheitstagen ist leider kaputtgegangen, da er...

EynLinuxMarc 21. Nov 2016

https://www.amazon.de/Super-Retro-Trio-SNES-Megadrive/dp/B00Q2MCSIC/ref=sr_1_18?s...

boxcarhobo 20. Nov 2016

Hab nur 1er und 2er. Ich fand bei Mortal Kombat vor allem den Sound schlecht, irgendwie...


Folgen Sie uns
       


Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018)

Das neue Xperia XZ3 von Sony kommt mit Oberklasse-Hardware und interessanten Funktionen, die dem Nutzer den Alltag erleichtern können. Außerdem hat das Gerät einen OLED-Bildschirm, eine Premiere bei einem Smartphone von Sony.

Sony Xperia XZ3 - Hands on (Ifa 2018) Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple iOS 12.1 verrät neues iPad Pro
  2. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Zukunft der Arbeit: Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat
Zukunft der Arbeit
Was Automatisierung mit dem Grundeinkommen zu tun hat

Millionen verlieren ihren Job, aber die Gesellschaft gewinnt dabei trotzdem: So stellen sich die Verfechter des bedingungslosen Grundeinkommens die Zukunft vor. Wie soll das gehen?
Eine Analyse von Daniel Hautmann

  1. Verbraucherschutzminister Kritik an eingeschränktem Widerspruchsrecht im Online-Handel
  2. Bundesfinanzminister Scholz warnt vor Schnellschüssen bei Digitalsteuer
  3. Sommerzeit EU-Kommission will die Zeitumstellung abschaffen

Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

    •  /