• IT-Karriere:
  • Services:

Nervana NNP-I: Intels 10-nm-Inferencing-Chip nutzt Ice-Lake-Kerne

Mit der Nervana NNP-I alias Spring Hill plant Intel ein M.2-Kärtchen, das für Inferencing in Servern eingesetzt werden soll. Es wurde in enger Zusammenarbeit mit Facebook entwickelt und nutzt einen stark modifizierten Ice-Lake-Chip samt AI-Einheiten.

Artikel veröffentlicht am ,
Intel zeigt Nervana NNP-I als M.2-Kärtchen.
Intel zeigt Nervana NNP-I als M.2-Kärtchen. (Bild: Fabian Koldorff)

Intel hat auf dem Israel Design Center (IDC) Tech Day den eigenen Inferencing-Beschleuniger namens NNP-I ein bisschen genauer vorgestellt: Der Chip wurde von der im August 2016 übernommenen Nervana-Tochter entwickelt, der Codename lautet Spring Hill. Der Neural Network Processor for Inferencing, so die volle Bezeichnung, ist für das Ausführen bereits trainierter neuronaler Netze gedacht - ein immer wichtiger werdender Teil der künstlichen Intelligenz. Das Training erfolgt per CPUs, per GPUs, mit FPGAs oder mit Intels eigenen ASICs wie dem NNP-T alias Spring Crest.

Stellenmarkt
  1. Otto Krahn Group GmbH, Hamburg
  2. Waschbär GmbH, Freiburg (Home-Office)

Für den NNP-I hat Intel das grundsätzliche Design der Ice Lake U genannten 10-nm-Ultrabook-Chips verwendet: Die vier CPU-Kerne bleiben erhalten, dafür hat das Nervana-Team die integrierte Grafikeinheit samt Display-Controller entfernt. Stattdessen wurden die Cores mit DSPs (Digital Signal Processors) und Beschleunigereinheiten für neuronale Netze erweitert, genauere Details ließ sich Intel aber nicht entlocken. Auch Aussagen zur Performance wollte der Hersteller nicht treffen, wohl aber zur Leistungsaufnahme. Mit auf dem Package sitzt der Chipsatz, welcher sich um die Spannungsversorgung kümmert.

Auf Steckkarten verlötet soll sich NNP-I bis zu 28 Watt genehmigen, als M.2-Kärtchen hingegen maximal 15 Watt entsprechend den M.2-Spezifikationen. Dort erfolgt die Anbindung über vier PCIe-Gen4-Lanes, was Intel zufolge ausreicht, da Inferencing primär durch die Rechenleistung limitiert sei und NNP-I durch die CPU-Kerne sowie ein LPDDR4X-Package auf der Karte autark arbeite. Intel liefert den Beschleuniger mit einem eigenen Software-Stack inklusive Compiler aus, zu den ersten Kunden zählt Facebook. Das Unternehmen war auch als Partner bei der Entwicklung beteiligt; Glow wird unterstützt. Erste Muster der NNP-I wurden bereits ausgeliefert, die Serienfertigung soll in den nächsten Monaten starten.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Intel hin am IDC Tech Day in Haifa teilgenommen, die Reisekosten wurden gänzlich von Intel übernommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben seitens Dritter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Yamaha MusicCast BAR 400 Soundbar mit kabellosem Subwoofer)
  2. (u. a. ZOTAC GeForce RTX 3070 Twin Edge OC für 679€, GIGABYTE GeForce RTX 3090 VISION OC 24G...
  3. 171,19€ (Bestpreis)
  4. (u. a. WD Black P10 5TB für 98,56€, Snakebyte Gaming Seat Evo für 139,94€, Thrustmaster TX...

Folgen Sie uns
       


Linux unter Windows 10 installieren - Tutorial

Wir zeigen im Video, wie man in wenigen Minuten Linux unter Windows 10 zum Laufen bringt.

Linux unter Windows 10 installieren - Tutorial Video aufrufen
Made in USA: Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren
Made in USA
Deutsche Huawei-Gegner schweigen zu Juniper-Hintertüren

Zu unbequemen Fragen schweigen die Transatlantiker Manuel Höferlin, Falko Mohrs, Metin Hakverdi, Norbert Röttgen und Friedrich Merz. Das wirkt unredlich.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Sandworm Hacker nutzen alte Exim-Sicherheitslücke aus

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  2. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  3. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe

Futuristische Schwebebahn im Testbetrieb: Verkehrsmittel der Zukunft für die dritte Dimension
Futuristische Schwebebahn im Testbetrieb
Verkehrsmittel der Zukunft für die dritte Dimension

Eine Schwebebahn für die Stadt, die jeden Passagier zum Wunschziel bringt - bequem, grün, ohne Stau und vielleicht sogar kostenlos. Ist das realistisch?
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. ÖPNV Infraserv Höchst baut Wasserstofftankstelle für Züge

    •  /