Nersc Perlmutter: 100-Petaflops-Supercomputer nutzt AMDs Epyc-CPUs

Das National Energy Research Scientific Computing Center (Nersc) hat den als Perlmutter(öffnet im neuen Fenster) bezeichneten Supercomputer zusammen mit dem Systembauer Cray als Partner angekündigt. Der Großrechner wird vom Lawrence Berkeley National Laboratory betrieben und befindet sich in Berkeley in Kalifornien. Technische Basis ist die Shasta-Architektur von Cray(öffnet im neuen Fenster) , die dem System bis Ende 2020 zu rund 100 Petaflops verhelfen soll.
Benannt ist der Perlmutter nach dem Astronomen und Nobelpreisträger Saul Perlmutter, der seit Jahrzehnten in Berkeley forscht. Crays Shasta zentriert sich um den neuen Slingshot-Interconnect und besteht aus reinen CPU-Knoten sowie Nodes mit Prozessoren und Nvidia-Beschleunigerkarten. Konkret werden Epyc-CPUs von AMD verwendet, aller Wahrscheinlichkeit nach aber nicht die Rome-Nachfolger der aktuellen 32-kernigen Naples-Chips, sondern gleich die Milan-Generation mit Zen-3-Technik. Die wassergekühlten Teslas von Nvidia, der Codename lautet wohl Einstein, sollen Tensor-Cores beinhalten, dies war aber nicht anders zu erwarten, da schon die V100-Module solche nutzen.
Hinter dem Perlmutter-Supercomputer alias Nersc-9 steht neben dem Lawrence Berkeley National Laboratory auch das US-amerikanische Energieministerium (Department of Energy, DoE), denn das Projekt hat ein Auftragsvolumen von 146 Millionen US-Dollar. Bisher steht in Berkeley das Cori-System alias Nersc-8 mit rund 32 Petaflops bei doppelter Genauigkeit. Der Rechner besteht aus Nodes mit Haswell-Xeon-E5 mit 16 Kernen und Knights-Landings-Xeon-Phi von Intel als Beschleunigern.
Das Department of Energy errichtet seit Jahren neue Supercomputer, um China etwas entgegensetzen zu können, das mit dem Sunway Taihu Light lange führend war. Mittlerweile steht mit dem Summit das schnellste System wieder in USA, auch der Sierra liefert eine extrem hohe Leistung. Weitere Rechner sind der Perlmutter und der Frontera des TACC in Texas.