Entwickler graben sich gegenseitig die Ressourcen ab
Doch statt gemeinsam an einer App zu arbeiten, graben die Programmierer sich gegenseitig notwendige Ressourcen ab. Mit dem Ergebnis, dass viele der Angebote unausgereift wirken und kaum bekannt sind. Die fehlende Vernetzung führt außerdem dazu, dass viele der Apps sich inhaltlich stark ähneln.
Die Nerds for Refugees wollen das nun ändern. "Wir verstehen uns nicht als Startup, sondern als Metagruppe", sagt Mitgründerin Lisa Neale. Sie und viele der anderen waren von Anfang an in der Flüchtlingshilfe aktiv. Sie beobachteten, wie es schwieriger wurde, den täglich wachsenden Helfer-Pool über Doodle und Facebook zu koordinieren. Schließlich kam die Idee auf, "etwas mit IT zu machen".
Mit IT Probleme lösen
Heute verfolgt die Gruppe zwei Ziele gleichzeitig: Zum einen will sie eine Plattform bieten, auf der sich Programmierer und Projektmanager austauschen und vernetzen können. "So wollen wir den Markt effizienter machen, damit möglichst wenig Diversität besteht", sagt Sung-Hi Kim, ebenfalls Mitglied der Gruppe. Zum anderen entwickeln sie selbst ein Tool, das die Helferkoordination in München, vielleicht sogar in ganz Deutschland, verbessern soll.
Die Helfer organisieren sich über die geschlossene Facebook-Gruppe Nerds4Refugees und die offene Seite Welcome Help.
Die Idee speist sich aus den Erfahrungen der Praxis: Wenn an einem Tag am Münchner Hauptbahnhof plötzlich doppelt so viele Menschen ankommen wie am Tag zuvor, müssen die Organisationen binnen Stunden mehr Helfer mobilisieren. Wenn es plötzlich anfängt zu schneien, müssen Jacken und Schlafsäcke herbeigeschafft werden. Das Tool soll all das automatisieren. "Unser Wunsch ist es, dass künftig automatisch eine E-Mail oder eine Whatsapp-Nachricht an alle rausgeht, wenn eine Schicht abgesagt wird oder eine Hilfsorganisation die Anzahl der benötigten Helfer erhöht", sagt Kim.
Es gehe aber auch um Dinge wie Beschwerdemanagement. Wenn die Webseite mal nicht funktioniere, sei es wichtig, einen Ansprechpartner zu haben. Nur so könne man es den Helfern ermöglichen, sich auf ihre eigentlichen Aufgaben zu konzentrieren. "Wenn man so will, sind wir so etwas wie die IT-Abteilung einer Firma", sagt er. "Wir versuchen einfach die Probleme zu lösen, die täglich auftauchen."
Die Gruppe Nerds4Refugees trifft sich einmal wöchentlich in München. Die genauen Termine und Treffpunkte werden regelmäßig in der Facebook-Gruppe bekanntgegeben. Wer mit den Nerds Kontakt aufnehmen oder mithelfen möchte, meldet sich am besten bei der Facebook-Gruppe an oder schreibt direkt an: hack4refugees@welcomehelp.de.
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| Nerds4Refugees: Programmieren für Flüchtlinge |
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Nein auch 80mm² sind eindeutig zu wenig! Es sollten schon mindestens 500.000mm² sein um...
zumindest helfen sich die Menschen untereinander, ohne, dass der Staat sich gross...
Es ist halt momentan (noch) in, sich als Nerd zu präsentieren und nerdige“...
...war ja etwas komisch dargestellt ("Szene-Limo in Kästen")... Es handelt sich dabei um...