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Neptun Deep: Russische Drohnen stürzen nahe rumänischem Gasfeld ab

Die rumänische Marine hat zwei russische Gerbera-Drohnen in der Nähe eines Gasfeldes geborgen und gesprengt.
/ Michael Linden
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Offshore-Plattform des Erdgasprojekts (Bild: OMV Petrom)
Offshore-Plattform des Erdgasprojekts Bild: OMV Petrom

Spezialisten der rumänischen Marine haben zwei russische Gerbera-Drohnen(öffnet im neuen Fenster) aus dem Schwarzen Meer geborgen und gesprengt. Die Operation fand in der Nähe des größten rumänischen Offshore-Erdgasprojekts(öffnet im neuen Fenster) statt. Dabei handelt es sich um das Projekt Neptun Deep, das Rumänien zum größten Gasproduzenten der EU machen soll.

Minister zeigt Video der Sprengung

Der rumänische Verteidigungsminister Radu Miruță veröffentlichte auf Facebook Filmaufnahmen(öffnet im neuen Fenster) der Kampfmittelräumeinheit bei der Zerstörung einer der Drohnen. Auch die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) und weitere internationale Medien(öffnet im neuen Fenster) berichteten darüber.

Drohnenfund am Neptun-Deep-Projekt

Die Drohnen wurden zunächst von einem Schiff entdeckt, das im Umfeld des Neptun-Deep-Projekts operiert. Diese Offshore-Gasförderstätte soll die rumänische Erdgasproduktion ab 2027 erheblich steigern. Bei voller Auslastung könnte Rumänien zum größten Gasproduzenten der Europäischen Union aufsteigen und damit erhebliche Bedeutung für die regionale Energiesicherheit erlangen.

Ein Küstenwachschiff der rumänischen Marine sicherte beide Gerbera-Drohnen zusätzlich zu anderem Treibgut in dem Gebiet. Verteidigungsminister Miruță bestätigte, dass Rumänien die ukrainischen Partner kontaktierte. Diese gaben an, dass die Drohnen nicht von ukrainischer Seite stammten.

Bedenklicher Trend: Wiederholte Grenzverletzungen mit Drohnen

Der anhaltende Konflikt in der Ukraine führte mehrfach dazu, dass unbemannte Luftfahrzeuge in den europäischen Luftraum eindrangen. In der Vergangenheit durchquerten Dutzende russische Drohnen rumänischen Luftraum, verursachten Schäden und erforderten Abfangmanöver mit Jagdflugzeugen.

Einschlag in Wohngebäude

Ein besonders schwerwiegender Vorfall ereignete sich am 29. Mai, als eine russische Geran-2-Drohne ein Mehrfamilienhaus im Südosten Rumäniens traf. Dabei wurden zwei Personen verletzt, und rund 70 Bewohner mussten das betroffene Gebäude verlassen. Ein weiterer Drohnenschaden zerstörte eine Werkstatt und einen Strommast, woraufhin mehr als 500 Menschen in der Umgebung ihr Zuhause vorübergehend verlassen mussten.

Strategische Bedeutung für die EU

Das Neptun-Deep-Projekt ist von höchster strategischer Bedeutung für die Europäische Union, da die Mitgliedstaaten weiterhin nach Alternativen zu russischen Öl- und Erdgasimporten suchen. Das Projekt ist darauf ausgelegt, die rumänische Gasförderkapazität zu verdoppeln und einige Nachbarländer zu beliefern.

Der Vorfall in Rumänien reiht sich in einen weiteren Drohnenvorfall ein, der bereits eine Woche zuvor stattfand: Eine Sprengdrohne zielte auf ein ukrainisches Frachtflugzeug am Flughafen Leipzig-Halle. Vertreter der Vereinigten Staaten erklärten dem Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster), dass Russland auch dafür verantwortlich gemacht werde.


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