Abo
  • Services:

Nepos: Ein Seniorentablet mit sinnvollem Bedienungskonzept

Die Menschen werden immer älter, gleichzeitig interessieren sich viele Ältere auch für Technik und das Internet. Das Nepos-Tablet aus Berlin soll es einfacher machen, sich in der Welt der Apps zurechtzufinden - mit Hilfe einer interessanten universellen Oberfläche.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Das Nepos-Tablet
Das Nepos-Tablet (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Für viele junge Menschen ist ein Smartphone oder ein Tablet Mittel zur Kommunikation, zur Unterhaltung, und zur Wissensbeschaffung. Bei älteren Menschen liegen die Prioritäten woanders, wie Paul Lunow in Gesprächen festgestellt hat. Lunow ist ein Unternehmer aus Berlin, der mit Nepos ein Tablet speziell für die ältere Generation entwickelt.

Inhalt:
  1. Nepos: Ein Seniorentablet mit sinnvollem Bedienungskonzept
  2. Jede App ist gleich aufgebaut
  3. Gehäuse ist eher praktisch als dünn

E-Mails schreiben, um in Kontakt mit der Familie zu bleiben; Onlinebanking, um für Bankangelegenheiten nicht extra in die Filiale fahren zu müssen - das sind Dinge, die ältere Semester gerne mit Hilfe eines Tablets machen würden. In Altersheimen hat sich Lunow umgehört, dort hat er auch die ersten Versionen seines Tablets vorgestellt.

Nepos setzt sowohl auf eine gut verständliche Software als auch auf spezielle Hardware. Diese Kombination unterscheidet das Projekt von den üblichen Versuchen, bereits bestehende Hardware mit Hilfe eines Skins "rentnertauglich" zu machen. "Das Problem ist, dass man Android bei derartigen Launchern nie ganz rausbekommt", sagt Lunow im Gespräch mit Golem.de. Daher sei eine eigene Software nötig.

Irgendwann fragt ein Android-System nach Berechtigungen, Update-Meldungen erscheinen, und schon ist die für ältere Nutzer vertraute Systemumgebung hin. Dazu kommen Probleme, an die jüngere Menschen möglicherweise zunächst gar nicht denken. Lunow erzählt beispielsweise von den ersten Tests seines Projekts, die mit Hilfe eines Samsung-Tablets und eines Skins der Benutzeroberfläche durchgeführt wurden.

Stellenmarkt
  1. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin
  2. OHB System AG, Bremen, Oberpfaffenhofen

Dabei zeigte sich, dass die Testpersonen das Tablet im Laufe der Nutzung mehrfach drehten. Dann haben sie irgendwann den Homebutton gesucht, der eigentlich am unteren Rand sein sollte - aufgrund der Drehungen aber mittlerweile oben war. Diese Erfahrungen haben Lunow dazu gebracht, neben eigener Software auch eigene Hardware herzustellen, um die Software so umzusetzen, wie sie gedacht ist.

  • Das Nepos-Tablet hat eine Front- und eine Rückkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Hauptbildschirm des Nepos-Tablets zeigt Apps nach Kategorien sortiert an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nepos-Tablet hat ein spezielles Gehäuse, welches das Gerät robust und einfach zu handhaben macht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des Standfußes kann das Nepos-Tablet hingestellt werden, etwa, um einen Film oder Fotos anzuschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tablet kann aber auch hingelegt werden, um beispielsweise eine E-Mail zu schreiben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur erinnert an die einer Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Apps auf dem Nepos-Tablet sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut - wer eine beherrscht, beherrscht alle. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Innere des Nepos-Tablets, das bei einem Fertiger in China hergestellt wird (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des Standfußes lässt sich das Tablet durchaus auch auf dem Schoß verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Nepos-Gründer Florian Schindler (l.) und Paul Lunow (r.) (Bild: Darius Ramazani)
Der Hauptbildschirm des Nepos-Tablets zeigt Apps nach Kategorien sortiert an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Linux-Software mit Web-Oberfläche

Die Software ist das Kernstück des Nepos-Projekts: Es handelt sich um ein Linux-System, die Benutzeroberfläche ist eine Web-Oberfläche, hinter der ein Node-Server steckt. Sie ist universell ausgerichtet. "Jede Anwendung ist gleich aufgebaut", erklärt uns Lunow. "Es gibt immer nur einen Weg, eine Sache zu erledigen."

Jede App ist gleich aufgebaut 
  1. 1
  2. 2
  3. 3
  4.  


Anzeige
Top-Angebote

Onkel Ho 14. Nov 2018 / Themenstart

Sehe ich genauso - Viele alte Leute wollen auch kein explizites Omahandy, dass sie als...

korona 14. Nov 2018 / Themenstart

Erinnert mich an die Windows Aufforderungen, dir wurden dann auch einfach weggeklickt

Umaru 13. Nov 2018 / Themenstart

Wäre das Ding einfach eine Nerddomäne geblieben, hätten wir verdammt viele Probleme...

Apfelbaum 13. Nov 2018 / Themenstart

Das mit der "Tischhalterung" wäre clever, am besten so, dass man das Gerät gar nicht...

david_rieger 13. Nov 2018 / Themenstart

Artikel lesen, damit meine ich den ganzen. Deinem Post zufolge hast Du nur eine einzige...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Odroid Go - Test

Mit dem Odroid Go kann man Doom spielen - aber dank seines ESP32-Mikrocontrollers ist er auch für Hard- und Softwarebastler empfehlenswert.

Odroid Go - Test Video aufrufen
Smartphone-Kaufberatung: Viel Smartphone für wenig Geld
Smartphone-Kaufberatung
Viel Smartphone für wenig Geld

Auch zum diesjährigen Weihnachtsfest verschenken sicher viele Menschen Smartphones - oder wünschen sich selbst eins. Der Markt ist so groß wie unüberschaubar. Wir haben 2018 viele getestet und geben Empfehlungen für Geräte unter 300 Euro.
Von Tobias Költzsch

  1. Vivo Nex Dual Screen Vivo stellt Smartphone mit zwei Displays vor
  2. Smartphone-Kaufberatung Mehr Smartphone für mehr Geld
  3. CDU-Generalsekretärin Alle Behördengänge sollen am Smartphone erfolgen können

Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998): El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau
Need for Speed 3 Hot Pursuit (1998)
El Nino, Polizeifunk und Lichtgewitter in Rot-Blau

Golem retro_ Electronic Arts ist berühmt und berüchtigt für jährliche Updates und Neuveröffentlichungen. Was der Publisher aber 1998 für digitale Raser auffuhr, ist in puncto Dramatik bei Verfolgungsjagden bis heute unerreicht.
Von Michael Wieczorek

  1. Playstation Classic im Test Sony schlampt, aber Rettung naht

Requiem zur Cebit: Es war einmal die beste Messe
Requiem zur Cebit
Es war einmal die beste Messe

Nach 33 Jahren ist Schluss mit der Cebit und das ist mehr als schade. Wir waren dabei, als sie noch nicht nur die größte, sondern auch die beste Messe der Welt war - und haben dann erlebt, wie Trends verschlafen wurden. Ein Nachruf.
Von Nico Ernst

  1. IT-Messe Die Cebit wird eingestellt

    •  /