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Jede App ist gleich aufgebaut

Egal, ob wir uns im E-Mail-Programm oder in der Banking-App befinden, jede Anwendung hat am Rand einen Kontextbereich, in der Mitte werden die Inhalte angezeigt. Nutzer werden durch die verschiedenen Prozesse geleitet, was Fehler und Verwirrung vermeiden soll. Bei E-Mails beispielsweise läuft alles Schritt für Schritt ab: Erst wird die Empfängeradresse eingegeben, dann der Betreff, dann die Nachricht. Am Ende können wir alles noch einmal überprüfen, bevor wir die Nachricht absenden.

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Auch die Banking-App funktioniert nach diesem Erklärprinzip, beispielsweise, wenn wir Überweisungen vornehmen. Der Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Wer einmal damit vertraut ist, braucht keine Angst mehr vor neuen Anwendungen zu haben, da sie nach dem gleichen Prinzip ablaufen. Voraussetzung dafür sind Partner, deren APIs genutzt werden können. Lunow zufolge arbeitet sein Unternehmen mit verschiedenen Partnern zusammen.

  • Das Nepos-Tablet hat eine Front- und eine Rückkamera. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Hauptbildschirm des Nepos-Tablets zeigt Apps nach Kategorien sortiert an. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Nepos-Tablet hat ein spezielles Gehäuse, welches das Gerät robust und einfach zu handhaben macht. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des Standfußes kann das Nepos-Tablet hingestellt werden, etwa, um einen Film oder Fotos anzuschauen. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Tablet kann aber auch hingelegt werden, um beispielsweise eine E-Mail zu schreiben. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Tastatur erinnert an die einer Schreibmaschine. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Apps auf dem Nepos-Tablet sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut - wer eine beherrscht, beherrscht alle. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Das Innere des Nepos-Tablets, das bei einem Fertiger in China hergestellt wird (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Dank des Standfußes lässt sich das Tablet durchaus auch auf dem Schoß verwenden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die Nepos-Gründer Florian Schindler (l.) und Paul Lunow (r.) (Bild: Darius Ramazani)
Die Apps auf dem Nepos-Tablet sind alle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut - wer eine beherrscht, beherrscht alle. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Bei der Benutzung der Apps auf dem Nepos-Tablet ist uns der Unterschied zwischen eckigen und runden Bedienelementen aufgefallen. Anklicken lassen sich nur die runden Flächen, ein Prinzip, das immer gilt. "Das bringt Sicherheit", sagt Lunow. Generell hat jedes UI-Element nur zwei Bedienmöglichkeiten: antippen und länger halten. Elemente verschieben können Nutzer auf dem Nepos-Tablet nicht: Hintergrund ist, dass manche ältere Menschen einen Tremor entwickeln. Wer mit den Händen zittert und einen Software-Button drücken möchte, verschiebt diesen möglicherweise unbeabsichtigt - beim Nepos-Tablet geht das nicht.

Die Benutzeroberfläche berücksichtigt auch Dinge wie im Alter verringertes Sehvermögen. Nicht nur sind Schriften ausreichend groß und kontrastreich vor hellem Hintergrund platziert, auch Systemmitteilungen erscheinen anders, als man sie von herkömmlichen Tablets gewohnt ist. Kleine Benachrichtigungsfenster können ältere Menschen oft nicht sofort oder gar nicht erkennen. "Bei unseren Tests gab es dann immer Personen, die sich gewundert haben, dass der Bildschirm ausgegraut wurde und keine Eingaben mehr annahm", erklärt Lunow - die Statusmitteilung in der Mitte des Displays wurde schlicht übersehen.

Daher blendet das Nepos-Tablet derartige Mitteilungen im Vollformat ein - der ganze Bildschirm wird also für die Darstellung verwendet. Dazu ändert sich die Hintergrundfarbe, ein weiteres Indiz für die Nutzer, dass das System etwas mitzuteilen hat. Die Benachrichtigungen sind dadurch so auffällig, dass sie nicht übersehen werden können - dank großer Schrift ist zudem leicht zu erkennen, worum es geht.

Design aus Deutschland, Produktion in China

Neben der Software ist die Hardware das zweite Standbein des Nepos-Tablets. Anstatt ihre Benutzeroberfläche einfach auf ein bereits bestehendes Tabletmodell zu installieren, setzt Lunows Firma auf ein eigenes Design. "Wir haben einen Hersteller in China gefunden, der für uns das Tablet baut", sagt Lunow.

"Die geringe Produktionszahl von zunächst 5.000 Geräten war anfangs ein Problem", erinnert sich Lunow - und schildert ein ähnliches Problem, das auch die Fairphone-Macher bei ihrem ersten Gerät machen mussten. Für die großen Vertragshersteller in China lohnt sich ein derartig kleiner Auftrag meistens nicht - Fairphone musste aus diesem Grund bei seinem ersten Gerät auch auf ein bereits bestehendes Modell setzen. "Die Situation ändert sich aber", sagt Lunow - sein Unternehmen konnte schließlich einen Hersteller finden, der das Nepos-Tablet baut. "Geholfen hat uns dabei auch, dass wir eine Mitarbeiterin direkt in Shenzhen haben, die Chinesisch spricht."

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 Nepos: Ein Seniorentablet mit sinnvollem BedienungskonzeptGehäuse ist eher praktisch als dünn 
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Onkel Ho 14. Nov 2018

Sehe ich genauso - Viele alte Leute wollen auch kein explizites Omahandy, dass sie als...

korona 14. Nov 2018

Erinnert mich an die Windows Aufforderungen, dir wurden dann auch einfach weggeklickt

Umaru 13. Nov 2018

Wäre das Ding einfach eine Nerddomäne geblieben, hätten wir verdammt viele Probleme...

Apfelbaum 13. Nov 2018

Das mit der "Tischhalterung" wäre clever, am besten so, dass man das Gerät gar nicht...

Anonymer Nutzer 13. Nov 2018

Artikel lesen, damit meine ich den ganzen. Deinem Post zufolge hast Du nur eine einzige...


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