Abo
  • IT-Karriere:

Neoverse E1/N1: ARM bringt Datacenter-CPUs mit 7 nm

Mit Ares und Helios hat ARM zwei Neoverse genannte Designs für Cloud-Server entwickelt: Neoverse E1 ist für Durchsatz optimiert und nutzt SMT, wohingegen Neoverse N1 über mehr Rechenleistung verfügt.

Artikel veröffentlicht am ,
Neoverse N1 ist für Cloud-Server gedacht.
Neoverse N1 ist für Cloud-Server gedacht. (Bild: ARM)

ARM hat die als Neoverse E1 und als Neoverse N1 bezeichneten Prozessor-Plattformen vorgestellt. Dahinter verbergen sich modifizierte Designs, welche den Smartphone-Pendants noch in einigen Bereichen ähneln, in anderen aber deutlich abweichen. Die Chips sind für 7-nm-Verfahren von Samsung und TSMC ausgelegt und für Datacenter gedacht.

Stellenmarkt
  1. Verlag C.H.BECK, München Schwabing
  2. Proximity Technology GmbH, Hamburg

Der Neoverse N1 alias Ares ist die Server-Version des Cortex-A76, welcher unter anderem in Huaweis Kirin 980 und in Qualcomms Snapdragon 855 eingesetzt wird. Das Frontend und das Backend der CPU-Kerne sind beim Neoverse N1 und beim Cortex-A76 praktisch identisch, der 64 KByte große L1-Instruction-Cache des Neoverse N1 ist aber vollständig kohärent und der L2-Puffer kann mit 1 MByte doppelt viele Daten fassen. Statt als Cluster werden die Kerne in einem Mesh samt SLC (System Level Cache) organisiert, somit sind bis zu 128 Cores und acht DDR4-3200-Speicherkanäle sowie 128 PCIe-Gen4-Lanes möglich. Die angestrebte Performance liegt bei 1.310 in SpecInt_Rate2006 mit 64 Kernen und 105 Watt, was ganz grob einem 28-kernigen Skylake-SP von Intel entspricht.

  • Floorplan eines Neoverse N1 (Bild: ARM)
  • ARM sieht bis zu 128 Kerne und acht DDR4-Kanäle vor. (Bild: ARM)
  • Ein 64-Kerner soll in SpecInt_rate2006 ziemlich flott sein. (Bild: ARM)
  • Floorplan eines Neoverse E1 (Bild: ARM)
  • ARM sieht bis zu 16 Kerne und zwei DDR4-Kanäle vor. (Bild: ARM)
Floorplan eines Neoverse N1 (Bild: ARM)

Für den Neoverse E1 alias Helios gibt es ebenfalls ein Pendant, denn die CPU-Kerne ähneln dem Cortex-A65AE. Dabei handelt es sich um das erste Design von ARM mit Simultaneous Multithreading (SMT), es arbeitet Out of Order. Bis zu acht Kerne samt einem Dualchannel-DDR4-3200-Speicherinterface bilden einen Cluster und zwei davon einen 16-Kerner mit einer TDP von unter 15 Watt, was den Chip sehr sparsam und effizient macht. Die SpecInt_Rate2006 soll bei beeindruckenden 153 liegen.

Mehr und mehr Hersteller entscheiden sich für ARM-basierte Server, etwa HiSilicon mit dem Hi1620 aus Basis von Ares. Zuletzt hat Amazon gar Instanzen mit den selbst entwickelten Graviton-CPUs bereitgestellt. ARM selbst wird die Neoverse-Plattform mit Zeus (Deimos im Consumer-Segment) und Poseidon (Hercules) fortführen.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 279€ + Versand oder kostenlose Marktabholung (Bestpreis!)
  2. Aktionsprodukt ab 399€ kaufen und Coupon erhalten
  3. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor für 689€ und Corsair Glaive RGB für 34,99€ + Versand)
  4. (u. a. Acer Predator XB281HK + 40-Euro-Coupon für 444€)

Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Erasure Coding: Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
Erasure Coding
Das Ende von Raid kommt durch Mathematik

In vielen Anwendungsszenarien sind Raid-Systeme mittlerweile nicht mehr die optimale Lösung. Zu langsam und starr sind sie. Abhilfe schaffen können mathematische Verfahren wie Erasure Coding. Noch existieren für beide Techniken Anwendungsgebiete. Am Ende wird Raid aber wohl verschwinden.
Eine Analyse von Oliver Nickel

  1. Agentur für Cybersicherheit Cyberwaffen-Entwicklung zieht in den Osten Deutschlands
  2. Yahoo Richterin lässt Vergleich zu Datenleck platzen

    •  /