Neobroker: Trade Republic, Scalable Capital und Co. in Bedrängnis

Die EU-Kommission will das Gebührenmodell der Neobroker verbieten. Damit wäre das Geschäft der Firmen unter großem Druck.

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Die Gamestop-Manie im Januar hat Zweifel an den Handelspraktiken aufkommen lassen.
Die Gamestop-Manie im Januar hat Zweifel an den Handelspraktiken aufkommen lassen. (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)

Schon im August dachte die amerikanische Börsenaufsicht SEC über ein Verbot des sogenannten PFOF-Abrechnungsmodells von Neobrokern wie Robinhood nach. Dahinter verbirgt sich eine Art Vermittlungsgebühr. Nun ist das umstrittene Verdienstmodell auch in den Fokus der EU-Kommission geraten.

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Wie das Handelsblatt berichtet (Paywall), arbeitet die EU-Kommission an einem Gesetz, das Online-Brokern Payment-for-Orderflow untersagen soll. Das ist allerdings die Grundlage für den teils günstigen bis kostenlosen Wertpapierhandel bei Neobrokern wie Trade Republic und Scalable Capital. Denn diese verdienen durch die Vermittlung der Käufe und Verkäufe von Aktien so gut, dass die sonst üblichen Gebühren für Endkunden teils oder gänzlich entfallen können.

Die Behörden sehen hinter PFOF jedoch mehrere Probleme. Denn dabei erhalten Händler für Bestellungen bei großen Handelshäusern pro Aktie eine Provision. Das bedeutet in den Augen der Kritiker auch, dass die Broker nicht nach dem besten Preis für die Kunden entscheiden, sondern nach der höchsten Provision.

Experten kritisieren Gesetzesentwurf

Zudem wüssten Händler stets über Angebot und Nachfrage Bescheid, was je nach Nutzung der Daten zu unfairen Vorteilen am Markt führen könne.

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Das bevorstehende Verbot wird derweil scharf kritisiert. Sven Giegold, EU-Parlamentarier der Grünen, erklärt, dass man damit besonders Kleinanlegern schade, denn "Großinvestoren mit ihren Darkpools (interne Handelsplattform für den anonymen Handel, Anm. d. Red.) und anderen intransparenten Handelsplattformen werden verschont", obgleich sie nach seiner Ansicht ebenfalls wenig zur Marktpreisbildung beitragen würden.

Die EU beabsichtigt mit dem Verbot eine Verbesserung der Qualität von Orderausführungen und mehr Transparenz bei den Preisen von Papieren. Trade Republic fürchtet höhere Kosten für Anleger, sollte PFOF untersagt werden. Scalable Capital äußerte sich gegenüber dem Handelsblatt nicht.

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terraformer 25. Nov 2021 / Themenstart

hehe, wie heißt es so schön: "Alle sind wir schlauer. Keiner vorher, aber alle hinterher" ;-)

x2k 25. Nov 2021 / Themenstart

Also wenn ihr wirklich Angst um euer geld haben wollt dann guckt mal wie groß die...

x2k 25. Nov 2021 / Themenstart

Ein dark-room für geld ^^

x2k 25. Nov 2021 / Themenstart

Ich denke mal das man versucht die neobroker abzusägen weil damit in der Vergangenheit...

knabba 23. Nov 2021 / Themenstart

Unsinn. Der eine hat eine Marge von 30% und der andere von 1%. Jeff Bezos damals:"Deine...

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