Neobank: Ex-Mitarbeiter erpresst offenbar Kunden von Revolut
Ein ehemaliger Mitarbeiter der britischen Neobank Revolut hat es offenbar auf Kunden seines Ex-Arbeitgebers abgesehen. Wie ein Krypto-Trader namens TraderSZ in einem X-Beitrag(öffnet im neuen Fenster) schildert, wurde er vor einiger Zeit mit seinen persönlichen Daten erpresst. Auch andere Kunden sollen betroffen sein. Revolut bestätigte, dass ein Ex-Mitarbeiter dahinter stecke.
Laut TraderSZ drohte der Erpresser ihm und seiner Familie, ihre Daten zu veröffentlichen, sofern sie einer geforderten Lösegeldzahlung nicht nachkämen. Nach einer Beschwerde bei Revolut soll die Bank eine aus Sicht des Betroffenen unangemessen niedrige Entschädigungssumme angeboten haben.
Wie TraderSZ anhand von Screenshots belegte, blockierte Revolut ihn später auf X, nachdem es hinsichtlich der Entschädigung offenbar zu keiner Einigung gekommen war. Der Kunde veröffentlichte in den vergangenen Tagen mehrere Schriftstücke, die die Bank ihm zukommen ließ.
Revolut erklärte in einem dieser Schreiben, ein ehemaliger Mitarbeiter habe vermutlich während seiner Tätigkeit bei der Bank illegal Daten abgegriffen und missbrauche diese nun. Das Unternehmen habe ihn aufgefordert, seine rechtswidrigen Handlungen einzustellen und alle abgegriffenen Kundendaten zu löschen.
Kein Hackerangriff
Auch gegenüber Cointelegraph(öffnet im neuen Fenster) bestätigte Revolut den Vorfall und erklärte, mit dem betroffenen Kunden in Kontakt zu stehen. Ein Sprecher erklärte, das Unternehmen habe diesbezüglich bereits Untersuchungen eingeleitet und die zuständigen Strafverfolgungsbehörden informiert.
Eine Kompromittierung von IT-Systemen der Bank soll allerdings nicht vorliegen. "Bei einer Überprüfung des Vorfalls haben wir festgestellt, dass die Sicherheitssysteme und Datenschutzprotokolle von Revolut wie vorgesehen funktioniert haben" , betonte der Sprecher. Vielmehr gehe es bei dem Vorfall um "rechtswidrige und kriminelle Handlungen" eines Ex-Mitarbeiters.
Wie gefährlich Datenlecks insbesondere in Verbindung mit finanziellen Angelegenheiten sein können, zeigte erst kürzlich ein Bericht der Blockchain-Experten von Certik . Demnach wenden Kryptodiebe im Rahmen sogenannter Wrench Attacks vor allem in Europa immer häufiger körperliche Gewalt an, um Anleger zur Zahlung von Lösegeld zu zwingen. Dieses Risiko ist umso größer, wenn die Angreifer vorab wissen, dass eine Zielperson tatsächlich über viel Kapital verfügt.
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